.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Mehr aus den Genres
CD Review: Larman Clamor - Frogs

Larman Clamor
Frogs


Alternative, Atmospheric Rock, Blues / Bluesrock, Sludge
6 von 7 Punkten
"Schlammgrün ist das geronnene Blutrot"
CD Review: Coltsblood - Into The Unfathomable Abyss

Coltsblood
Into The Unfathomable Abyss


Doom Metal, Sludge
5.5 von 7 Punkten
"Ins Schwarz"
CD Review: Snailking - Samsara

Snailking
Samsara


Doom Metal, Sludge
6 von 7 Punkten
"Urknall"
CD Review: Bongripper - Satan Worshipping Doom

Bongripper
Satan Worshipping Doom


Doom Metal, Instrumental, Sludge
7 von 7 Punkten
"WOW!"
CD Review: Kongh -  Sole Creation

Kongh
Sole Creation


Alternative, Doom Metal, Doomcore, Sludge
5.5 von 7 Punkten
"Gib' dem Riesenaffen Zucker...!"
CD Review: Limb - Limb

Limb
Limb


Sludge
4.5 von 7 Punkten
"Stein und Gebein!"
CD Review: Darkest Hour - Darkest Hour

Darkest Hour
Darkest Hour


Melodic Death Metal, Metalcore
5 von 7 Punkten
"Wem die dunkle Stunde schlägt"
CD Review: Dictated - The Deceived

Dictated
The Deceived


Death Metal
4 von 7 Punkten
"Wie Sand am Meer..."
CD Review: Black Lung - Black Lung

Black Lung
Black Lung


Blues / Bluesrock, Doom Metal
5 von 7 Punkten
"Kurz und knackig!"
CD Review: Riot Horse - This Is Who We Are

Riot Horse
This Is Who We Are


Hard Rock, Retro Rock
4.5 von 7 Punkten
"Lässt für die Zukunft hoffen"
Cover von Alkerdeel -- Morinde
Band: Alkerdeel Homepage Alkerdeel bei MySpace.com Metalnews nach 'Alkerdeel' durchsuchenAlkerdeel
Album:Morinde
Genre:Post/Avantgarde Black Metal, Sludge
Label:ConSouling Sounds
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:24.02.12
CD kaufen:'Alkerdeel - Morinde' bei amazon.de kaufen
Share:

"Doom op de Deel!"

Die dräuende Apokalypse ist ja nun weiß der Geier nichts Neues. Tausende Male von den verschiedensten Propheten oder Randgruppenreligionen angekündigt, nie wahr geworden. Und ich wette, dass es auch 2012 nichts werden wird mit dem Ende der Welt. Das hätte zumindest den Vorteil, dass der Welt der finster-apokalyptischen Metalklänge der wichtigste Treppenwitz erhalten bleibt – obwohl die Wunde, die die tatsächliche Veröffentlichung von „Chinese Democracy“ geschlagen hat, natürlich nach wie vor schmerzt.

Und weil man sich nicht sicher sein kann und es unabhängig vom eventuellen Ende unseres Daseins reichlich Anlass zu mieser Laune gibt, soll euch eine kleine Perle schlecht gelaunter Brachialkunst nicht vorenthalten werden. Die Rede ist von „Morinde“, dem zweiten Album der belgischen Band ALKERDEEL. 2005 angeblich als reines Garagenprojekt ins Leben gerufen um „ein Verlangen nach dreckiger und schäbiger Musik“ zu stillen, wird die Band diesem Anspruch auch mit „Morinde“ sehr gerecht. Feedbackgeschwängerte Drone-Elemente, kratzender, schleifender Low-Fi-Black Metal und eklige Sludge-Versatzstücke geben sich sich bei ALKERDEEL die Klinke in die Hand. Soweit nichts Ungewöhnliches – aber die Belgier machen ihre Sache einfach verdammt gut. Einen nicht geringen Anteil daran hat die Leistung von Basser QW, der sich nebenbei noch bei SERPENTCULT betätigt und mit LENG TCH'E, THEE PLAGUE OF GENTLEMEN und WELKIN auch früher schon sein Können unter Beweis gestellt hat. Sein meist klarer Sound und seine von den kreischenden Gitarren oft sehr unabhängigen Basslinien sind genau die Art von rotem Faden, die ALKERDEELs nihilistischer Lärmcocktail zwischen XASTHUR, WOLVES IN THE THRONE ROOM und MOSS benötigt, um an der Grenze zwischen Kunst und Kakophonie gerade eben auf der richtigen Seite zu bleiben.

Auf welcher davon man „Morinde“ letztlich ansiedelt bleibt aber natürlich auch eine Geschmacksfrage, wie letztlich so vieles. Dass ALKERDEEL auch einiges an limitiertem Vinyl an schnauzbärtige, hippe Design-Studenten mit blöden Brillen verkaufen werden, liegt ebenfalls auf der Hand – ob diese dann zu wirklich zu würdigen wissen, was die vier Belgier hier leisten, steht auf einem anderen Blatt. Freunde der Vergleichsbands sollten sich „Morinde“ jedoch nicht entgehen lassen. Schließlich macht „Kein-Spaß-Musik“ längst nicht immer so viel Spaß wie beim kurzen, rohen „Horsesaw“, dem ungemütlich schleichenden „Hessepikn“ oder den beiden überlangen, vielschichtigen Lärmorgien, die das Album einrahmen.

Trackliste:
01. Winterteens
02. Horsesaw
03. Hessepikn
04. Du levande
Spielzeit: 00:41:46

Line-Up:
Nieke - Schlagzeug
Pui - Gitarre
Pede - Gesang
QW - Bass
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
17.02.2012 | 11:54
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin