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Cover von All Guns Blazing -- Revelations
Band: All Guns Blazing bei Facebook Metalnews nach 'All Guns Blazing' durchsuchenAll Guns Blazing
Album:Revelations
Genre:Hardcore, Metalcore
Label:Rising Records
Bewertung:3.5 von 7
CD kaufen:'All Guns Blazing - Revelations' bei amazon.de kaufen
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"Im Eilschritt ins Mittelmaß"

Wer jetzt noch nie etwas von den ALL GUNS BLAZING gehört hat, muss sich keine allzu großen Sorgen machen, denn einerseits handelt es sich bei „Revelations“ erst um das Debüt, andererseits gibt es die englische Band gerade mal ein Jahr. Logischerweise sind die fünf Mitglieder gerade mal so um die zwanzig, denn mit bereits fortgeschrittenem Alter kommt man wahrscheinlich nicht mehr so schnell in die Gänge...

Die Platte mit dem wenig bescheidenen Namen fängt mit „The Reaper“ eigentlich recht vielversprechend an. Auch wenn man von der Titelwahl an die schwedischen Deather von WITCHERY denken mag, die ja dieser Tage ebenfalls eine neue Scheibe unters Volk bringen, geht es bei ALL GUNS BLAZING aber insgesamt um einiges moderner zu. Als „Progressiv Hardcore“ will einem das Label die Ergüsse der fünf Jungspunde verkaufen, strenggenommen ist das aber absoluter Promo-Quatsch, denn was auf dem Papier nach einem frischen Stilmix klingen mag, stellt sich im Endeffekt dann doch nur als die übliche Kombination von derben Gebrüll, In-die-Fresse-Riffs/Drums und melodischen und frickeligne Gitarren-Läufe heraus. Also wo ich da herkomme, nennt man das seit gefühlten zehn Jahren schlicht und einfach Metalcore. Wenn man das dann nach ein paar Nummern der Platte realisiert hat, landet der Überraschungs-/Spannungseffekt geradewegs im Keller. Dabei wäre der Sound der Jungs gar nicht mal unsympathisch, an manchen Stellen haben die Lieder nämlich einen erfrischend rockigen Drive, die ansonsten inflationär verwendeten Breakdowns spielen nur eine untergeordnete Rolle, auch verzichtet man darauf ständig irgendwelche Kompromisse einzustreuen. Die Produktion ist dabei besonders in Hinblick auf die Gitarren leider etwas blechern ausgefallen, geht aber schon in Ordnung. Ärgerlich sind dabei noch eher die vereinzelten Versuche zu singen. Wer bei dem Debüt von AS I LAY DYING die Gesangspassgen schon holprig fand, wird nämlich mit denen von „Revelations“ kaum warm werden.

Alles schon ganz in Ordnung, die erhoffte „Progressiv Hardcore“-Offenbarung wurde „Revelations“ entgegen seines Titels aber sicher nicht. Erschwerend kommt da noch hinzu, dass zig Bands seit Jahren solcherlei „grundsolide“ Alben veröffentlichen und auch der Jungsspund-Bonus ist spätestens seit Bands wie TRIVIUM oder JOB FOR A COWBOY restlos aufgebraucht. Soll heißen: Versuchen kann man es ja, in der Platzierung landet die englische „Offenbarung“ aber definitiv auf den hinteren Plätzen.

Trackliste:
01. The Reaper
02. Cost Of Diligence
03. Vultures Among Men
04. Immersion
05. Tear It Down
06. Never Forgotten
07. Distorted Eminence
08. Hell’s Kitchen
09. As The Priest Rips Out His Eyes
10. Puzzle
11. Dirty Work


Line-Up:
Tom Smith - Vocals
Jesse Mitchell - Guitar
Chris Applegate - Guitar
Max Evans - Bass
Tom Pepler - Drums
Amadeus Mader [Ammosarier]
14.06.2010 | 19:36
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