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Caliban @ Markthalle, Hamburg
03.12.10
03.12.10
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"[...] if you're ready for the boobs and sex and weed [...]"
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"Zucker!" | ||||||||||||||||||
| „A War You Cannot Win” setzt den Weg des Vorgängers „For We Are Many” konsequent fort: ALL THAT REMAINS haben noch mehr Kanten ausgebügelt, noch mehr Ballast über Bord geworfen und präsentieren sich mehr den je mit poppigen Songstrukturen [heißt in diesem Fall konkrekt: kompakte Songs im drei bis vier Minuten Format, die allesamt in eingängigen Refrains münden], in den sie ihren zum Teil immer noch recht harschen Metalcore [im Sounddreieck von KILLSWITCH ENGAGE, SHADOWS FALL und AS I LAY DYING angesiedelt] zwängen – auch wenn Blastbeats dieses Mal komplett aussortiert wurden. Man könnte ALL THAT REMAINS dafür noch mehr als früher hassen... ...oder anerkennen, dass „A War You Cannot Win” schlichtweg so gut, ja fast perfekt, gemacht ist, dass das Album einfach zur „guilty pleasure” prädestiniert ist und für 40 Minuten wunderbar unterhält. Klar, manche Passagen sind fast schon zu nah am klanglichen Plastik dran, aber irgendwie hauen ALL THAT REMAINS dann doch wieder eine Melodie, Harmonie oder tolle Idee raus, die an den Song fesselt und alle Bedenken weggefegt. „Stand Up”, mit wunderbarer Gesangsleistung von Phil Labonte [der seinen Mund übrigens wirklich nur zum Singen/Grunzen benutzen sollte, wie einige seiner Statements in letzter Zeit gezeigt haben], ist so ein Beispiel. Das ist kommerzieller, perfekt produzierter [Adam Dutkiewicz hat sich mal wieder selbst übertroffen], auf den Punkt arrangierter, komponierter und gespielter Metalcore poppiger Prägung in Vollendung, der das Potential hat, sowohl kleinen Emo-Teens als auch gestandenen, bärtigen Männern zu gefallen. Und das trifft auf die meisten Songs von „A War You Cannot Win” zu. Es ist leicht ALL THAT REMAINS wegen ihrer Nähe zum Pop nicht zu mögen, aber letztlich ist das natürlich genau das, was die Band ausmacht. Und das zahlt sich kommerziell für die Band, zumindest in ihrem Heimatland, auch aus. Wer „For We Are Many” schon zu glatt fand, der braucht sich „A War You Cannot Win” letztlich gar nicht erst anhören, allen anderen könnte etwas entgehen. | ||||||||||||||||||
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