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Allegaeon
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Cover von Allegaeon -- Elements Of The Infinite
Band: Allegaeon Homepage Allegaeon bei Facebook Metalnews nach 'Allegaeon' durchsuchenAllegaeon
Album:Elements Of The Infinite
Genre:Melodic Death Metal, Technischer Death Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:24.06.14
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"Zu viele Soli verderben den Brei"

Mit ihrem Debüt "Fragments Of Form And Function" konnten sich ALLEGAEON zu einer Zeit, in der namhaftere Bands schwächelten, behaupten und wurden als neue Hoffnung im melodischen Technical Death Metal gehandelt. Während also Gruppen wie ARSIS mit "Starve The Devil" wenig Anklang fanden und NEURAXIS ihre stärkste Phase auch schon Jahre hinter sich hatten, trafen ALLEGAEON den richtigen Nerv und konnten sich über positive Resonanz freuen. Nachdem der Nachfolger "Formshifter" als enttäuschende Fortsetzung abgestempelt wurde, steht jetzt das für viele Bands wichtige dritte Album an: "Elements Of The Infinite".

Die ersten Änderungen nach dem Vorgänger erfolgten beim Lineup. So tauschte man einen Gitarristen aus und auch ein neuer, permanenter Drummer kam hinzu. Was die neue Kombi zu bieten hatte, zeigte man im Mai diesen Jahres mit der Singleauskopplung "1.618". Heraus kam einer der eingängigsten und headbangerfreundlichsten Songs der Bandgeschichte, welcher mit einem selbstironischen Musikvideo zelebriert wurde. So wurden dort einige Metal-Klischees durch den Kakao gezogen, natürlich immer mit einem gewissen Augenzwinkern, ohne jedoch genau klarzustellen, wo man sich im Metalspektrum jetzt genau sieht. Der Song selbst handelt, wie es der Name bereits anmutet, vom goldenen Schnitt, doch hat man die Chance vertan, den goldenen Schnitt des besagten Songs mit einer markanten Stelle zu versehen. Statt dessen wirbelt man im Uptempo-Bereich mit melodiösen Frickeleien um sich, die sich zu einem sehr groovigen Gesamtwerk zusammenfügen. Der Breakdown kurz vor Ende, und war er nur ironisch gemeint, hätte trotzdem nicht sein müssen. ALLEGAEON beweisen hier also ihr Geschick mit dem Schreiben knackiger Songs, aber können sie das auch auf Albumlänge durchziehen?
Die Antwort ist ein jein. Wie bereits geschrieben, lässt sich die Musik der Amerikaner irgendwo zwischen Melodic Death Metal und Technical Death Metal einordnen, doch ist letzterer in einer Art und Weise ins Songwriting eingeflossen, die "Elements Of The Infinite" ein wenig mühselig macht. Übliche Kritik, wie zum Beispiel zusammenhanglose Gitarrenspielereien, ist es diesmal nicht, aber wenn man aus seinen technischen Möglichkeiten nicht mehr macht, muss man dies als verschenktes Potenzial bezeichnen.
Statt sein technisches Können ins abwechslungsreiche Songwriting zu stecken, besteht die Grundstruktur sämtlicher Songs aus einem statischen Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Ablauf, den man mit dem entsprechenden Melodic Death Metal-Flair der moderneren Art inszeniert. Bands wie SCAR SYMMETRY oder ARCH ENEMY fallen einem da ein, bei schlichteren Parts lassen sich sogar Vergleiche mit DEVILDRIVER anstellen. Was ALLEGAEON dann aber anders machen als genannte Bands, ist der übermäßige Einsatz von Soli. Im Schnitt gibt es zwischen zwei und drei pro Song, teilweise sind diese mehrteilig, und verknüpfen auf unsaubere Art die komplexen Gitarrenspielereien mit den höchst repetitiven Melodic Death-Melodien. Man schafft es einfach nicht, diese verschiedenen Zutaten in seiner Musik sinnvoll zu vereinen und so springt man ständig zwischen dem gefühlt zwölften Solo und einem ungefühlt zwölften Riff, das den Chorus ausmacht.
Meine Kritik ist umso ärgerlicher, da sich auf Songs wie "The Phylogenesis" zeigt, dass ALLEGAEON es doch können: Das Grundriff bleibt stets dynamisch, während sich der Chorus als der gelungenste des ganzen Albums entpuppt. Die Übergänge sind hier nicht abrupt und selbst der Bass bekommt hier eine größere Rolle als sonst, in dem er dem Song die nötige Portion Wucht verleiht. Diese Zurschaustellung von prägnantem Songwriting, das sich nicht auf ständige Soli verlassen muss, nur um das "Technical Death Metal"-Tag der Band zu rechtfertigen, ist leider nicht der Regelfall. Hier und da scheint bei "Elements Of The Infinite" ein spaßiges Riff oder ein unterhaltsames Solo durch, aber so geht es entweder schnell im Gewirr unter oder wird dank der eintönigen Songstruktur zu Tode gespielt.
Ein weiteres Positivbeispiel wäre noch "Through Ages Of Ice", welches beim Songaufbau erstaunlich progressiv anmutet und sich beim Entfalten viel Zeit lässt. So setzt selbst der Sänger erst irgendwann in der Mitte ein, der sonst bereits in den ersten dreißig Sekunden seine Lines ins Mikro gebrüllt hätte. Dass man also auch im Midtempo-Bereich glänzen kann, ist hiermit bestätigt und stellt die Herangehensweise von ca. 50% des Albums in Frage.
Zu erwähnen wäre vielleicht noch "Biomech II", welches eine Art Reprise des Debütalbumsongs "Biomech - Vals No.666" zu sein scheint. So werden hier ähnliche Riffs verwendet und mit identischen Textzeilen wie "god damn you" geschmückt, die den Song zu einer netten Reminiszenz an das Erfolgsalbum der Band machen.
Nach einer knappen Stunde endet man mit "Genocide For Praise", der mit seinen dreizehn Minuten zwar etwas in die Länge gezogen ist, damit aber einen nur konsequenten Abschluss darstellt.

Nach all der Kritik bleibt zu sagen, dass es sich hierbei keineswegs um ein schlechtes Album handelt. Es kann für durchaus kurzweilige Momente sorgen und weiß mit griffigen Refrains zu begeistern, doch kann das einem schnell zu viel werden. Desweiteren können sich ALLEGAEON damit brüsten, sich trotz dem dezenten Einsatz von Streichern und vermehrten Einzelaktionen an der Gitarre, nicht allzusehr vom Geist des Debüts entfernt zu haben. Wer also die Band aufgrund des Durchhängers in Form von "Formshifter" aus den Augen verloren hat, sollte sich hiermit aufgefordert fühlen, den Jungs erneut eine Chance zu geben, da "Elements Of Infinite" ein solides Album geworden ist, welches derzeit einfach wenig Konkurrenz in seinem Bereich hat und deshalb eine hörbare Option darstellt.

Trackliste:
01. Threshold Of Perception
02. Tyrants Of The Terrestrial Exodus
03. Dyson Sphere
04. The Phylogenesis Stretch
05. 1.618
06. Gravimetric Time Dilation
07. Our Cosmic Casket
08. Biomech II
09. Through Ages Of Ice - Otzi's Curse
10. Genocide For Praise - Vals For The Vitruvian Man
Spielzeit: 00:58:03

Line-Up:
Corey Archuleta - Bass
Greg Burgess - Guitar
Ezra Haynes - Vocals
Brandon Park - Drums
Michael Stancel - Guitar
Daud Bosharat [Hati]
10.07.2014 | 04:57
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