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Cover von Alpha Tiger -- Alpha Tiger
Band: Alpha Tiger Homepage Alpha Tiger bei Facebook Metalnews nach 'Alpha Tiger' durchsuchenAlpha Tiger
Album:Alpha Tiger
Genre:Heavy Metal
Label:Steamhammer
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:25.08.17
CD kaufen:'Alpha Tiger - Alpha Tiger' bei amazon.de kaufen
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"Neuorientierung"

Artwork und Layout dieses Albums schreien „Metalcore“, doch der Schein trügt: Hinter ALPHA TIGER verbirgt sich eine von Deutschlands wohlgelittensten jungen Heavy Metal-Bands, die sich in den vergangenen fünf Jahren eine beachtliche Anhängerschaft erspielen konnte. Vor zwei Jahren kam dann ein unerwarteter Rückschlag, denn gerade, als der Band der Durchbruch zu gelingen schien, gab Sänger Stephan Dietrich seinen Ausstieg bekannt. Die verbliebenen Mitglieder ließen sich davon jedoch nicht bremsen, fanden mit Benjamin Jaino einen neuen Frontmann und veröffentlichen nun endlich ihr lang ersehntes viertes Album.

Benennt eine Band mitten in ihrer Karriere ein Album schlicht nach sich selbst, ist das ein Statement – die Botschaft im Falle dieser Platte: ALPHA TIGER haben sich nach der Trennung von ihrem bisherigen Sänger Stephan Dietrich erfolgreich neu positioniert und ihr neues Album verkörpert all das, was die Truppe heute ausmacht. Tatsächlich bedeutet Album Nummer vier eine stilistische Neuorientierung für die Sachsen. Auf „Alpha Tiger“ ist die jugendliche Leichtigkeit der Anfangstage hörbar verflogen. An ihre Stelle treten die Nachdenklichkeit und Selbstreflexion des Erwachsenenalters und so liefern ALPHA TIGER mit ihrem neuesten Album ihre bisher sperrigste und melancholischste Platte ab. Während der Einstiegssong „Comatose“ noch am ehesten auch auf vorangegangenen Outputs der Band hätte stehen können, zeigen sich ALPHA TIGER hier größtenteils ebenso gereift wie experimentierfreudig und beweisen viel Mut zu Neuem, indem sie bisher ungekannte Facetten ihres Sounds ausloten. Das äußert sich häufig ein langsameren, größer angelegten Songs als in der Vergangenheit; gute Beispiele liefern hier Nummern wie „Feather In The Wind“ oder auch „My Dear Old Friend“ sowie das selbstkritische Abschlussstück „The Last Encore“. Auch andere Genres und Epochen sind den Burschen inzwischen nicht mehr fremd und so kupfern ALPHA TIGER etwa in „Aurora“ ganz massiv bei „The Sound Of Silence“ ab und im progressiv angehauchten „Vice“ sind auch dezente Grunge-Einflüsse auszumachen. Insgesamt fällt auf, dass die Musiker hier weniger auf griffige Riffs und gradlinige Songs setzen und mehr die Atmosphäre der Lieder und des Albums im Allgemeinen in den Vordergrund stellen. Auch ist die Band stark vom Retro-Sound ihrer früheren Alben abgekommen – der Old School-Anteil auf „Alpha Tiger“ kommt also weniger aus den Songs als von Neu-Sänger Benjamin Jaino, der ähnlich wie sein Vorgänger Stephan Dietrich auch aus der Michael Kiske- bzw. Geoff Tate-Schule kommt. Der neue Mann am Mikro macht seine Sache auch sehr gut, klingt allerdings ein bisschen angestrengter als die bisherige Stimme von ALPHA TIGER und intoniert auch hier und da nicht ganz so sauber, wirklich stören kann das jedoch nicht. All diese Veränderungen stehen der Band eigentlich ziemlich gut, allerdings sorgt der neue Hang zu ausgefuchsteren Songs natürlich auch dafür, dass sich das Material auf „Alpha Tiger“ nicht sofort erschließt und vor allem Fans früherer Alben können sich – zunächst – vor den Kopf gestoßen fühlen. Beste Nummer auf dem neuen ALPHA TIGER-Album ist mit Sicherheit die Hymne „Welcom To Devil`s Town“, in dem die Truppe ihre Hörerschaft nicht nur sofort mitnimmt, sondern obendrein im Mittelteil mit toller spanischer Gitarre punkten. In Sachen Produktion sind ALPHA TIGER ihrem gewohnten Rezept treu geblieben und so lebt auch ihre selbst betitelte Platte von zeitgemäß fettem Sound, der dankenswerterweise mit angenehm organischen Gitarren überzeugt.

Ihr viertes Album bedeutet nicht nur Aufgrund personeller Umstrukturierungen eine Zäsur für ALPHA TIGER. Auf ihrer selbst betitelten Veröffentlichung positionieren sich die Sachsen gekonnt neu und setzen auf mehr Atmosphäre, mehr stilistische Vielfalt und mehr Komplexität – Fans der ersten drei Alben werden sich daran erst gewöhnen müssen, im Großen und Ganzen ist auf „Alpha Tiger“ jedoch eine deutlich Steigerung in allen Belangen hör- und spürbar. Und weil es derzeit eine ganze Reihe an einheimischen Retro-Formationen gibt, ist es gar nicht so verkehrt, dass sich ALPHA TIGER mit diesem Album ihre ganz eigene Nische geschaffen haben.

Trackliste:
01. Road To Vega
02. Comatose
03. Feather In The Wind
04. Singularity
05. Aurora
06. To Wear A Crown
07. Vice
08. Welcome To Devil`s Town
09. My Dear Old Friend
10. If The Sun Refuses To Shine
11. The Last Encore
Spielzeit: 00:53:53

Line-Up:
Benjamin Jaino - Vocals
Peter Langforth - Guitar
Alexander Backasch - Guitar
Dirk Frei - Bass
David Schleif - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
24.08.2017 | 13:55
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