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Cover von Alpha Tiger -- Beneath The Surface
Band: Alpha Tiger Homepage Alpha Tiger bei Facebook Metalnews nach 'Alpha Tiger' durchsuchenAlpha Tiger
Album:Beneath The Surface
Genre:Heavy Metal
Label:Century Media
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:25.01.13
CD kaufen:'Alpha Tiger - Beneath The Surface' bei amazon.de kaufen
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"Sächsischer Stahl"

Nicht mal zwei Jahre nachdem sie mit „Man Or Machine“ debütierten sind die sächsischen Heavy Metal-Jünger ALPHA TIGER schon mit der nächsten Platte zurück – und da sich die Truppe bereits mit ihrem Erstlingswerk und den zugehörigen Live-Aktivitäten als neuer Stern am Nachwuchs-Himmer etablieren konnte, hat die Truppe auch prompt die nächsten Sprossen der Karriereleiter übersprungen und sich einen Vertrag mit dem Traditions-Label Century Media gesichert.

Zwar wird es dem Erfolg der Truppe dabei nicht abträglich gewesen sein, bei ihrer ehemaligen Plattenfirma die Unterstützung des früheren Noise Records-Chef Karl Walterbach im Rücken gehabt zu haben, allerdings dürfte der Siegeszug der Sachsen hauptsächlich Frontmann Stephan Dietrich geschuldet sein. Der tat sich nämlich bereits auf besagtem Debüt als arger Gewinn für seine Zunft hervor und liefert auch auf „Beneath The Surface“ wieder eine Performance ab, die ihresgleichen sucht: Mit seiner Stimmlage, die irgendwo zwischen dem jungen Geoff Tate und Bruce Dickinson liegt, passt der Mann bestens zu den tief in den 80ern verwurzelten Songs der Truppe. Allerdings setzt Herr Dietrich sein Organ auf der neuen Platte der Sachsen noch weitaus vielseitiger ein, was dann zu gefühlvollen Momenten wie „Waiting For A Sign“ oder „Rain“ führt, die auf „Man Or Machin“ noch den Leadgitarren vorbehalten blieben. Dennoch gilt: Nummern wie diese mögen ja durchaus die zunehmende Reife der Herren ALPHA TIGER zur Schau stelle, allerdings macht die Band mit energetischen Songs wie dem Titeltrack, „Along The Rising Sun“ oder auch „We Came From The Gutter“ noch immer die beste Figur und glücklicherweise gibt es davon auf „Beneath The Surface“ auch genügend. Allerdings können auch in jenen Songs allerhand Parts und Wendungen entdeckt werden, die die Langeweile außen vor halten und so lässt sich feststellen, dass es auf der neuen ALPHA TIGER-Platte eine ganze Ecke filigraner und vielschichter als auf dem Vorgänger zugeht. QUEENSRYCHE bieten sich hier nicht selten zum Vergleich an, allerdings schielen die Jungens aus Freiberg was die Komplexität ihrer Songs betrifft auf ihrer neuen Platte offenbar mehr in Richtung "Operation: Mindcrime" denn "Queen Of The Reich". Am Grundgerüst hat sich allerdings nichts geändert, weshalb auch auf „Beneath The Surface“ wieder zutiefst in den goldenen 80ern verwurzelte Riffs auf nicht minder traditionsbewusste Twin-Gitarren treffen, mit denen hier sicherlich nicht gegeizt wird, erklingen sie doch in jedem Song. Auch die wie schon auf Album Nummer eins ausufernden Leadgitarren fallen gewohnt spektakulär aus und beanspruchen mit unter etliches an Platz, wie etwa „From Outer Space“ zeigt. Was sich allerdings verändert hat, ist die Produktion, denn die klingt nicht zuletzt aufgrund des organischen Schlagzeug-Sounds und der warmen Gitarren weitaus hochwertiger und lange nicht mehr so pappig wie auf „Man Or Machine“.

In der wenigen Zeit, die zwischen „Beneath The Surface“ und seinem Vorgänger verstrichen ist, haben ALPHA TIGER wahrlich etliches dazu gelernt: Während die inzwischen lieb gewonnenen Merkmale des Sounds der Truppe allesamt erhalten geblieben sind, klingen die Sachsen auf ihrem Century Media-Debüt insgesamt routinierter, reifer und schlicht erwachsener. Somit haben ALPHA TIGER einen hervorragenden Start ins neue Jahr hingelegt und blicken hoffentlich in eine rosige Zukunft.

Trackliste:
01. Intro
02. The Alliance
03. From Outer Space
04. Waiting For A Sign
05. Beneath The Surface
06. Along The Rising Sun
07. Eden Lies In Ruins
08. Rain
09. Crescent Moon
10. We Came From The Gutter
Spielzeit: 00:56:40

Line-Up:
Stephan Dietrich – Vocals, Piano
Peter Langforth – Guitar
Alexander Backasch – Guitar
Dirk Frei – Bass
David Schleif – Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
29.01.2013 | 20:55
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