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Cover von Altar Of Plagues -- Teethed Glory And Injury
Band: Altar Of Plagues Homepage Altar Of Plagues bei Facebook Metalnews nach 'Altar Of Plagues' durchsuchenAltar Of Plagues
Album:Teethed Glory And Injury
Genre:Avantgarde, Black Metal
Label:Candlelight Records
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:26.04.13
CD kaufen:'Altar Of Plagues - Teethed Glory And Injury' bei amazon.de kaufen
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"Kniet Nieder!!!"

Mann, Mann, Mann – was ist denn nur in Irland los? Habe ich mich kürzlich erst in der Dunkelheit des Debütalbums „Deluge“ von SLIDHR verloren und geglaubt, damit das Beste gefunden zu haben, was dieses Jahr von der grünen Insel kommen wird. Doch weit gefehlt – denn die düsteren Gestalten von ALTAR OF PLAGUES sind in meinem CD-Player gelandet und haben mich in einen dunklen und zerstörerischen Strudel geschickt, den ich so noch nicht gehört habe. „Teethed Glory And Injury“ heißt das gute Stück der Iren und sollte bei allen Fans von Post Black Metal [doofer Begriff!] auf dem Einkaufszettel stehen.

Scheiße nochmal, wie wurde dieses Album von einigen Internet-Kriegern angefeindet – man hasste das Cover, man hasste das Video, das zu „God Alone“ gedreht wurde und man meinte, dass ALTAR OF PLAGUES zahnlos geworden wären. Was für ein Unsinn! Natürlich haben sich ALTAR OF PLAGUES verändert und manchen Fans scheint das Layout und die generelle Ästhetik von „Teethed Glory And Injury“ herb aufzustoßen, aber musikalisch und atmosphärisch ist das ganz großartig, was die drei Iren hier abliefern. Mit dem unheimlichen Intro „Mills“ beginnt man langsam das neue Album und baut vorsichtig die abgrundtiefere Leere und Schwere auf, die einem anschließend auf acht Songs [die zusammen passen, die miteinander harmonieren, die sich gegenseitig ergänzen!] präsentiert wird. „Teethed Glory And Injury“ lebt dabei die ganze Zeit von der Schwere der Songs, von den langsamen, teilweise schon fast schleppenden Parts, die aber nicht minder brutal und heavy daherkommen. Dies ist schon alleine durch den unglaublich druckvollen und mächtigen Drumsound gegeben, aber auch der treffend eingesetzt Bass tut seinen Teil dazu. Wenn man dann beim vierten Track „Burnt Year“ hört, wie Dave Condon voller Innbrunst und authentisch die Zeilen „I watched my son … DIEEEEEE“ schreit, läuft einem direkt ein Schauer über den Rücken. Nach diesen erdrückenden vier Songs gibt es dann mit „Twelve Was Ruin“ eine kleine Pause, beginnt dieser doch mit Elektro-Spielerein und kommt dann generell etwas melodischer und versöhnlicher daher. Man scheint sich im Auge des Sturms zu befinden, in welchem bekanntlich die größte Ruhe vorherrscht und man ertappt sich dabei, dass man aus dieser schönen Mischung aus Klargesang, langsamen Drums und wabernden Synthies nie mehr erwachen will. Aber so einfach machen es einem ALTAR OF PLAGUES natürlich nicht, auch wenn der nächste Track „A Remedy And A Fever“ zunächst harmlos beginnt und der ganze zweite Teil der Scheibe durchaus „freundlicher“ ist als der erste. Aber die Gitarren bei „A Remedy And A Fever“ packen einen dann doch sofort und entführen einen vorsichtig, zärtlich und verführerisch in die Dunkelheit. Verdammt geil, wie es ALTAR OF PLAGUES auf „Teethed Glory And Injury“ schaffen, das alte „Licht/Dunkel“-Spiel [harte/brutale und weiche/zärtliche Passagen] zu perfektionieren, das heißt, die Teile zu verbinden und ein organisches Ganzes zu erschaffen. Besonders hevorzuheben ist noch der abschließende Track – „Reflection Pulse Remains“, der besonders eingängig geworden ist und in einem einzigen Song noch einmal die besten Qualität des ganzen Albums zusammenfasst.

Wie haben schon PRIMORDIAL auf „The Gathering Wilderness“ gesungen: „There is a Darkness here - You cannot imagine you cannot fathom”. Genau so ist es bei ALTAR OF PLAGUES. Ein unglaublich dunkles und mächtiges Album, das aber auch seine zarten und verführerischen Momente hat. Irgendwo zwischen Black Metal, Doom Metal, Post Rock, Elektro und Avantgarde-Spielereien findet „Teethed Glory And Injury“ statt und ist mit so viel Authentizität, Talent und handwerklichem Können eingespielt, dass man eigentlich nur auf die Knie fallen kann. Absolut Perfektion - das Ding wird jetzt vielleicht noch nicht anerkannt, aber in ein paar Jahren ist das ein Klassiker! Sofort kaufen!

Trackliste:
01. Mills
02. God Alone
03. A Body Shrouded
04. Burnt Year
05. Twelve Was Ruin
06. A Remedy and a Fever
07. Scald Scar of Water
08. Found, Oval and Final
09. Reflection Pulse Remains
Spielzeit: 00:49:13

Line-Up:
Dave Condon - Bass, Gesang
Johnny King - Drums
James Kelly - Gitarre, Keyboard, Gesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
18.06.2013 | 23:07
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