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Cover von Altar Of Plagues -- White Tomb
Band: Altar Of Plagues bei Facebook Metalnews nach 'Altar Of Plagues' durchsuchenAltar Of Plagues
Album:White Tomb
Genre:Black Metal, Post Rock
Label:Profound Lore Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:17.04.09
CD kaufen:'Altar Of Plagues - White Tomb' bei amazon.de kaufen
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"Dystopischer Paradelauf"

Die Zeiten, in denen jede überdurchschnittlichere Platte in alle Höhen gelobt wurde, sind nun endgültig vorbei, denn heute braucht es mehr als nur ein paar gute Nummern, um auch noch in zehn Jahren erwähnt zu werden. Umso bedeutender, wenn man aus einem Land kommt, das verhältnismäßig wenig Truppen hervorgebracht hat - sowohl quantitativ, vor allem aber qualitativ. ALTAR OF PLAGUES stammen aus Irland, von wo aus PRIMORDIAL ihren Siegeszug antraten und nach wie vor exzellente Werke herausbringen. Während letztere schon seit Langem ihr eigenes Süppchen fernab vom stilistisch strikt limitierten Black Metal machen, ist vorliegende Combo drauf und dran, bald als nationale Genre-Referenz zu gelten.

Doch was macht ihr musikalisches Dasein zunächst aus? Wo andere auf dem Depri-Zug aufspringen oder im Funeral Doom herumdümpeln, verarbeiten die Jungs einen ebenfalls seit einiger Zeit grassierenden Trend - Post-Rock-Elemente dienen hier meist der ruhigeren Überleitung zwischen zwei metallischen Hauptthemen. Liebhaber alter ISIS-Platten sollen laut Promo-Text besonderen Gefallen daran finden können, doch verschweigt diese Assoziation eines: Der schwarzmetallische Anteil dominiert hier eindeutig, dank außerordentlicher Fähigkeiten als Songwriter jedoch schafft es die Mannschaft aus Éire, beide Elemente harmonisch miteinander zu verbinden sowie - ganz nebenbei - Raum für absolut finstere Momente wie im längeren Mittelteil des dritten Stückes frei zu halten. Apropos Finsternis: Das post-industrielle, urbane Feeling von "White Tomb" kommt nicht nur mittels dunkel wabernden Synthie-Schwaden oder dem lichtgedämpften Mix aus entfernt an schwedische Stakkato-Attacken erinnernde Riff-o-Rama sowie episch dramatischen Einlagen zustande. Es sind auch die hoffnungslosen Texte, welche die beiden SängerInnen mit gefühlvoller Authenzität mit Leben einhauchen; es ist der Schlagzeuger mit ordentlichem Punch in seinem Spiel. Kurz: Es ist das Gesamtkonzept, dem so unglaublich viel dystopischer, gottverlassener Charme zugrunde liegt, in dessen Mahlstrom man versinken kann, ohne etwaige Fehler befürchten zu müssen. Dieser schier unaufhörliche Vorwärtsdrang, auch wenn vorangeschlichen wird, dieses monströse Bass-Fundament...

Die Liste könnte noch ein Stück weiter gehen, doch möchte ich jedem Interessierten es selbst überlassen, "White Tomb" auf eigene Art und Weise phänomenal zu finden. Leider hakt schon wieder der Vertriebsweg, sodass man entweder mutig beim Kanada-Label vorstellig wird oder bei Amazon gefühlte sechs Jahre Wartezeit in Kauf nimmt. So oder so jedoch lohnt es sich allemal, "White Tomb" in angreifbarer Form zu besitzen.

Trackliste:
1. Earth: As A Womb
2. Earth: As A Furnace
3. Through The Collapse: Watchers Restrained
4. Through The Collapse: Gentian Truth
Spielzeit: 00:49:59

Line-Up:
D. Condon - Bass, Gesang
J. O' Ceallaigh - Gitarre, Gesang, Synthies
B. English - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
04.06.2009 | 19:32
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