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Band: Alter Bridge Homepage Alter Bridge bei Facebook Metalnews nach 'Alter Bridge' durchsuchenAlter Bridge
Album:Fortress
Genre:Alternative, Hard Rock, Heavy Metal
Label:Roadrunner Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.09.13
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"Der Perfektion nahe"

„Fortress” ist trotz der starken Vorgängeralben eine mittelgroße Überraschung. Es war klar, dass ALTER BRIDGE nach dem tollen, düsteren „AB III” noch eine Schippe drauflegen werden, aber ein Werk wie „Fortress” konnte man dabei trotzdem nicht wirklich erwarten. Ja, ein bis zwei gutklassige Alibi-Alternative-Rock-Songs mit denen ALTER BRIDGE und deren mehr oder weniger Vorgänger CREED groß geworden sind, gibt es hier auch, aber ansonsten regiert mutiges, komplexes Songwriting, dessen Ergebnis die Grenze zum Metal oft genug überschreitet.

Der pompöse, knapp sechseinhalb Minuten lange Opener „Cry Of Achilles” ist ein verschachteltes Meisterwerk, das von dem grandiosen Gesang von Wunderkind Myles Kennedy und den dicken Riffs von Mark Tremonti lebt. Pulsierend, dynamisch und stets überraschend, irgendwo zwischen sauhartem [Hard] Rock und druckvollem Metal. Es ist eine generell eine wahre Freude, wie sich ALTER BRIDGE auf diesem Album durch fast schon progressives Material riffen und kloppen, dabei aber stets eine gewisse Eingängigkeit wahren, die sich auch im Radio gut machen würde. Hier prallen Kommerzialität und Anspruch so beispiellos wie selbstverständlich aufeinander. So glänzt die Single „Addicted To Pain” mit thrashiger Härte und fast schon traditionellem Metal, birgt aber trotzdem genug Hitpotential, um Singlecharts zu dominieren. „Calm The Fire” steigert sich nach einem an MUSE-angelehnten Beginn [bei dem Myles gesanglich in ungeahnte Höhen vorstößt] in ein modernes, dramatisches Stück voller Finesse, das in einem wunderbaren Chorus mündet. Ein gutes Beispiel dafür, wie sehr ALTER BRIDGE als Songwriter gewachsen sind und ein weiterer Beweis, wie viel zu klein die Alternative Rock-Schublade für die Band inzwischen geworden ist. Die weniger interessanten Stücke von „Fortress” [nicht, weil sie wirklich schlecht wären, sondern weil sie neben den raffiniert arrangierten Monster-Tracks zu blass wirken] sind die Balladen in Form von „Lover”, „Waters Rising” [von Tremonti gesungen] und „All Ends Well”. Das ganz dicke Ende kommt allerdings in Form des Titeltracks, der das Album beschließt. In knapp acht Minuten ziehen ALTER BRIDGE alle Register und präsentieren ihr vielleicht ambitioniertestes Stück bisher. Gerade was in den letzten drei Minuten alles passiert, hätte man den Amis in dieser Form einfach nicht zugetraut.

Das vierte Werk [dadurch bekommt der Albumtitel außerdem noch eine interessante Note] von ALTER BRIDGE wird alle Fans selig machen und dürfte die sowieso schon große Fanbase der Truppe noch immens potenzieren. Muss man als Freund verzerrter Gitarrenklänge kennen.

Trackliste:
01. Cry Of Achilles
02. Addicted To Pain
03. Bleed It Dry
04. Lover
05. The Uninvited
06. Peace Is Broken
07. Calm The Fire
08. Waters Rising
09. Farther Than The Sun
10. Cry A River
11. All Ends Well
12. Fortress
Spielzeit: 01:02:48

Line-Up:
Myles Kennedy – Vocals, Guitar
Mark Tremonti – Guitar, Vocals
Brain Marshall – Bass
Scott Phillips – Drums
Michael Siegl [nnnon]
21.09.2013 | 14:36
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