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Cover von Alvenrad -- Habitat
Band: Alvenrad Homepage Alvenrad bei Facebook Metalnews nach 'Alvenrad' durchsuchenAlvenrad
Album:Habitat
Genre:Folk, Folk Metal, Psychedelic
Label:Trollmusic
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:04.04.14
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"Der niederländische Bär steppt!"

Wer hätte gedacht, dass die Retter der zunehmend vereinheitlichten und langweiligen Pagan/Folk Metal Szene eine unbekannte holländische Band namens ALVENRAD sein werden? ALVENRAD, die eigentlich ein Duo bestehend aus Mark Kwint und Japser Strik sind, haben mithilfe einiger Gäste ihr Debütalbum „Habitat“ aufgenommen, welches nun Anfang April via Trollmusic erschienen ist. Wir erinnern uns, Trollmusic waren letztes Jahr für das grandiose Album „Lost, Alien & Forlorn“ von DE ARMA verantwortlich. Und auch dieses Mal hat das Label den richtigen Riecher für etwas ganz Spezielles bewiesen!

ALVENRAD eröffnen ihr Album mit dem Track „Woudakoestiek“, welcher ein wahrlich eingängiger Metal-Stampfer geworden ist, der durch den gezielten Synthie-Einsatz und den düsteren Gastgesang von Sänger Koen de Graaf verfeinert wird. Ein gut gewählter Opener, da es sich dabei sicherlich um jenen Album-Track handelt, der einem am leichtesten im Ohr bleibt. Im Laufe der weiteren 8 Songs und 40 Minuten führen uns dann ALVENRAD durch eine unglaublich heterogene Reise voller Stimmungswechsel und Emotionen, die ich hier gar nicht alle beschreiben kann. Deshalb müssen hier ausgewählte Passagen herhalten, um einen gewissen Eindruck vermitteln zu können. „Zwartwildernis“ kommt sehr kauzig daher [man denke an JETHRO TULL] und vermischt die fröhliche Grundstimmung des Tracks mit einem psychedelisch wirkenden Mittelteil, der wohl die düstere, aber gleichzeitig auch märchenhafte Seite des Waldes repräsentiert. Auf „1911“ finden sich brachiale Double-Bass Attacken und schwarzmetallische Vocals bevor man mithilfe einer kurzen Gitarren-Überleitung ein hymnisches Zwischenspiel einbaut, nur um dann direkt wieder mit dem Panzer durch den niederländischen Wald zu brettern. Ein gewagter Song, der einfach herrlich schräg ausgefallen ist. „Verweven Klauwen“ punktet mit melancholischen Gesängen und verschrobenen „Ohohoh“-Chören im Hintergrund. Wie ALVENRAD es hier schaffen, solch fast schon „kitschige“ Momente [man höre sich den hohen Gesang hier an] einzubauen und im nächsten Augenblick mit einem metallischen „UGH!“ um die Ecke zu kommen, ist einfach nur erstklassig und jedes Mal aufs Neue überraschend. Die beiden Niederländer spielen mit einer solchen Freude und mit einer solchen Ungeniertheit auf, dass man sich während des Hörens manchmal fragt, wo dieser Mut bei einer Vielzahl von bekannten und einst aufregenden Bands geblieben ist. Es gibt noch hunderte weiterer Details auf ALVENRAD zu entdecken, die ich hier nur in Kürze erwähnen kann: die melancholischen Synthies zu Beginn des Titeltracks, das Instrumental „Adel des Gemoeds“, das mich an einzelnen Stellen an PINK FLOYD erinnert hat oder das abschließende Stück „Ondermaans“, in welchem ALVENRAD ganz sanft agieren und die Songwriter-Tradition aufleben lassen. Wie schön dieser Song geworden ist und in welch guter Stimmung einen das Album damit zurücklässt! Trotz allen Lobes muss auch noch etwas Kritik folgen. Manchmal passen nicht alle Teile eines Songs ineinander und die Übergänge sind nicht immer ganz nachvollziehbar. Auch kann weniger manchmal mehr sein und so sehr die Diversität des Albums zu den positiven Seiten von „Habitat“ gehört, an einigen Stellen wird es etwas zu viel. Ein zweiter eingängiger Track wie „Woudakoestiek“ hätte dem Album vielleicht noch gut getan.

Letztendlich sind das aber alles Details, die „Habitat“ und ALVENRAD auch Ecken und Kanten verleihen, die eine Metal-Band geradezu haben sollte! Es gab in den letzten Jahren auf jeden Fall nur wenige Bands, die einen solch frischen Wind in die starr gewordene Szene gebracht haben. Und auch wenn die Band klarerweise ihre Einflüsse hat – JETHRO TULL, VINTERSORG, PINK FLOYD et cetera – erschaffen sie aus diesen etwas sehr Eigenständiges. Also kauft auch „Habitat“ und lasst fröhliche und kauzige Melodien in euer Leben! Schließlich ist Frühling und Waldspaziergänge sind obligatorisch!

Trackliste:
01. Woudakoestiek
02. Zwartwildernis
03. Verweven Klauwen
04. 1911
05. Habitat
06. O Patrones
07. Adel des Gemoeds
08. Foreest in Tweelicht
09. Ondermaans
Spielzeit: 00:44:58

Line-Up:
Mark Kwint - Gesang, Gitarre, Flöte, Programmierung
Jasper Strik - Keyboard, Piano, Programmierung

Gäste:
Erik Sprooten - Gitarren-Soli
Koen de Graaf - Gesang
Arjan Hoekstra - Bass, Gesang
Hanna van Gorcum - Gesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
18.04.2014 | 14:16
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