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"Konsequent nach Schema F" | ||||||||||||||||||
| Wenn eine Band auf den Namen AMARANTHE hört, beim finnischen Spinefarm-Label unter Vertrag steht und einem vom Frontcover nicht nur fünf stylishe junge Männer, sondern auch eine fesche junge Dame anschauen, ist man schnell dazu geneigt, die Truppe als typische Female Fronted / Gothic Metal-Band abzustempeln. Doch weit gefehlt, die schwedisch-dänische Formation präsentiert auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum modernen und extrem poppigen Melodic Death Metal in der Art, wie man ihn von SONIC SYNDICATE kennt. Diese dürften sich über „Amaranthe“ übrigens besonders freuen, denn der Vorwurf der mangelnden Authentizität, den SONIC SYNDICATE immer wieder zu hören bekommen, sollte mit dem Veröffentlichungstag dieser Scheibe endgültig aus der Welt sein. Denn das, was AMARANTHE hier abliefern folgt dem viel zitierten Schema F dermaßen konsequent, dass man sich vor so wenig Ideenreichtum regelrecht erschreckt. Jedes Gitarrenriff, jede Gesangsmelodie hat man schon gefühlte zwanzigtausend mal gehört und es genügen wirklich bei jedem [!] der zwölf Songs die ersten fünf Sekunden und man weiß sofort haargenau, was in den folgenden Minuten passieren wird. Das raubt nicht nur der Platte jeglichen Spannungsgehalt, sondern jedem Hörer schlicht wertvolle Lebenszeit. Auch die Tatsache, dass AMARANTHE mit drei Sängern agieren, kann daran nichts ändern, zumal der für den männlichen Klargesang verantwortliche Jake mit seiner uncharismatischen Stimme bestenfalls an die neueste Generation von Boygroup-Milchbuben erinnert, wohingegen Elize – also die Dame am Mikro – und Andy, der für den aggressiven Gesangspart zuständig ist, wenigstens eine solide Leistung abliefern. Mehr ist es allerdings auch nicht. Dazu gibt es die immergleichen Stakkatoriffs im Dutzend, käsige 90er-Jahre Euro Trash-Keyboards [man höre „Automatic“ und denke zwangsläufig an „Coco Jamboo“ von MR. PRESIDENT], völlig ausgelutschte Refrains und eine furchtbar sterile Produktion – langweiliger geht es kaum. Dass im Labelinfo von der nächsten Evolutionsstufe im Metal die Rede ist, krönt die ungewollte Ironie dieser zahnlosen Vorstellung. Wenn es in den überaus erfolgreichen amerikanischen „High School Musical“-Filmen bislang noch keine Besetzung für die obligatorische Rebellengruppe mit den ach so gefährlichen Rockern gibt, sollten sich AMARANTHE in jedem Fall mit ihrem Album bei den Machern vorstellen, es würde einfach perfekt passen. Die Scheibe ist dermaßen glatt gebügelt, konstruiert und vorhersehbar, dass man davon unmittelbar Zahnschmerzen bekommt. | ||||||||||||||||||
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Durchschnittliche Leserwertung: 5.5 / 7 Punkten
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Kommentar von: Jan
Wertung: 5.5/7 | 13.05.2011 -- 16:30
Mensch es ist einfach nicht euer Genre Jungs; ihr seid mit anderem Geröhr aufgewachsen und dass Amaranthe in euren Ohren wie Pop klingen ist kein Wunder. Ich finde sie haben ihr Ding gut umgesetzt, auch wenn es wirklich mehr nach einem 'Produkt' als nach einer Art 'Selbstverwirklichung' klingt. Gut hörbar ist es allemal und die ersten acht Tracks haben durchgehend ein hohes Niveau, wenn man mit den Synthies und Pop-Elementen gut klar kommt.
Für reine Metalheads ist die Platte dagegen definitiv nichts, das ist eher eine Art "Space-Rock" xD








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