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Band: Amon Amarth Homepage Amon Amarth bei Facebook Metalnews nach 'Amon Amarth' durchsuchenAmon Amarth
Album:Twilight Of The Thundergod
Genre:Melodic Death Metal, Viking Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:(Border): 4 von 7
(Mattaru): 6 von 7
Releasedatum:19.09.08
CD kaufen:'Amon Amarth - Twilight Of The Thundergod' bei amazon.de kaufen
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"Streicht das Drachenboot die Segel?"

AMON AMARTH setzen ihre seit 2002 bestehende Tradition fort und bescheren uns abermals nach knapp zwei Jahren ein neues Album. „Twilight Of The Thundergod“ nennt sich der Nachfolger zu „With Oden On Our Side“, das 2006 alle bisherigen Rekorde der Schweden bricht. Ob das allerdings dem neuen Machwerk auch gelingen wird, bleibt skeptisch abzuwarten.

In den ersten Durchläufen zu „Twilight Of The Thundergod“ will der Eindruck jedenfalls nicht schwinden, dass bei AMON AMARTH nach all den Shields, Weapons und Ships so langsam die Luft raus ist, was die Thematik, aber auch die Melodien angeht. Sicher, diese Band hat sich nun einmal den angesprochenen Themen verschrieben, aber dass das Album musikalisch leider keineswegs zu überraschen weiß, ist - nach einem so großen Vorgänger - doch eher ein dürftiges Zeugnis. Die erste positive Stimmung stellt sich jedenfalls erst beim dritten Song der Platte, „Guardians Of Asgaard“, ein, der wohl gleichzeitig ein Live-Brecher der besonderen Güte werden dürfte. Schwere Midtempo-Riffs und eine gute Portion klassischen Heavy Metals machen „Guardians Of Asgaard“ zu einer Hymne der Güte von Hits wie „Death In Fire“, „Versus The World“ oder „Cry Of The Blackbirds“.
Leider wird man im weiteren Verlauf nicht mehr wirklich beeindruckt. Dass irgendwie alles hier Gehörte von dieser Band schon einmal da war, verleiht dem Album einen etwas bitteren, beinahe schon inspirationslosen Beigeschmack. Zwar holzen die fünf das ein oder andere mal ordentlich los, doch auch das weiß nicht so recht zu überzeugen, denn sogar die Melodien der Leadgitarre gab es sehr, sehr ähnlich bereits auf den Vorgängeralben.
Keine Frage, AMON AMARTH bieten spielerisch immer noch das, was man von ihnen gewohnt ist, will sagen: flottes, punktgenaues Drumming, absoluten Einklang von Rhythmus- und Leadgitarre und Herrn Heggs imposante und durchdringende Stimme, die 2008 übrigens angenehm peitscht und wahre Aggression ausstrahlt.

Schlussendlich muss man einsehen, dass uns AMON AMARTH in diesem Jahr kein Album auftischen, das noch einen drauf zu setzen weiß. Die im Vergleich mit den letzten beiden Scheiben Immergleichen Schlagzeugtakte und der absolute Stillstand in Sachen neue Ideen lassen bei „Twilight Of The Thundergod“ leider viele Wünsche offen. Für diejenigen, die einfach nur eine leichte Noten- und Text-Abwandlung vom bisher Gehörten erwartet haben, wird das Album allerdings keinesfalls enttäuschend sein. Trotz der gigantischen Geschichte drum herum, herrscht musikalisch gesehen Flaute auf den skandinavischen Meeren, so dass das mächtige Drachenboot die Segel des Antriebs zu streichen scheint.

Keine Ahnung, welche Scheibe der sehr geschätzte Kollege Border gehört hat – „Twilight Of The Thundergod“ kann es eigentlich nicht gewesen sein. Denn soviel ist klar: Hier liegt die beste AMON AMARTH-Langrille seit „Versus The World“ vor.

Natürlich sollte man auch nicht mit den falschen Erwartungen an dieses Kleinod herantreten. Dass es keine ausufernden musikalischen Überraschungen geben würde, sollte eigentlich klar sein. Welcher Fan will in dieser Hinsicht auch wirklich überrascht werden?
Fakt ist jedoch, dass man sowohl in Sachen Songwriting als auch in Punkto Sound einen ziemlichen Satz nach vorne gemacht hat. So sind dieses Mal alle Songs mit ergreifenden Melodien und clever ineinander verschachtelten Parts ausgestattet, die den roten Faden konstant vor dem Ohr des Hörers ausrollen, anstatt sinnlos aneinandergeklatscht zu werden wie in der Vergangenheit phasenweise geschehen. Das Drumming hat zwar immer noch nichts mit dem zu tun, was Frederick Andersson bei seiner Zweitband THIS ENDING technisch zu veranstalten in der Lage ist – ein deutlich vernehmbares Quäntchen verspielter als auf den letzten beiden Produktionen trommelt der Mann aber auf jeden Fall. Und das kommt dem insgesamt klareren und druckvolleren Sound der Scheibe sehr entgegen. Das Material an sich bewegt sich auf durchgängig alpinem Niveau. Highlights wie der Titelsong oder „Guardians Of Asgaard“ stechen zwar aus der Masse heraus, aber die Qualitätsunterschiede zu den anderen Nummern sind nicht mehr so groß wie noch auf früheren Scheiben. Lückenfüller wie „Valkyries Ride“ sucht man auf „Twilight Of The Thundergod“ jedenfalls vergeblich. Stattdessen regieren neben den genannten Hit-Nummern abwechslungsreiche Perlen wie das brutale „Where Is Your God“, das atmosphärische „Tattered Banners And Bloody Flags“ und die gewohnt gänsehäutigen Rausschmeißer „Live For The Kill“ und "Embrace The Endless Ocean", die allesamt mit starken Melodien trotz teils ausgesprochen schneidiger Härte aufwarten.

AMON AMARTH werden immer polarisieren. Von beinharten Deathern naserümpfend als „Mädchen-Metal“ bezeichnet, von truen Heidenmenschen als Hollywood-Viking Metal beschimpft, sind die Schweden trotz allem die Band der Mitte und der Stunde. Eine Band, die viele Fans aus verschiedenen Lagern zusammenführt und dem grundsätzlich dargebotenen melodischen Death Metal durch die ein weiteres Mal gesteigerte Massentauglichkeit ein ganz neues Hörerpotenzial beschert. Stagnation auf hohem Niveau? In diesem Fall habe ich da gar nichts gegen. Großes Kino!


Trackliste:
01. Twilight Of The Thundergod
02. Free Will Sacrifice
03. Guardians Of Asgaard
04. Where Is Your God
05. Varyags Of Miklagaard
06. Tattered Banners And Bloody Flags
07. No Fear For The Setting Sun
08. The Hero
09. Live For The Kill
10. Embrace Of The Endless Ocean
Spielzeit: 00:43:41

Line-Up:
Johan Hegg – Gesang
Olavi Mikkonen – Gitarre
Johan Söderberg – Gitarre
Ted Lundström – Bass
Fredrik Andersson – Schlagzeug
Patrick Franken [Border]
12.09.2008 | 22:35
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