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Cover von Amorphis -- Magic & Mayhem - Tales From The Early Years
Band: Amorphis Homepage Amorphis bei Facebook Metalnews nach 'Amorphis' durchsuchenAmorphis
Album:Magic & Mayhem - Tales From The Early Years
Genre:Death Metal, Melodic Death Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:17.09.10
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"Es hat nicht einmal weh getan"

Da ist es passiert! Seit Jahren dürfen sich die Finnen von AMORPHIS Vorwürfe alteingesessener Fans gefallen lassen, dass ihre alten Alben ja um Welten besser seien als die alternative Melodic Death/Rock Mischung aus heutigen Tagen. Dass AMORPHIS sich sehr wohl ihrer alten Tage bewusst sind, kauften die Fans ihnen selten ab. Finnlands 90er Jahre Death-Metal-Export Nr. eins tritt mit „Magic & Mayhem – Tales From The Early Years“ jetzt den endgültigen Beweis an und spielt einfach mal ein Best-Of-Set aus den ersten drei Alben, „The Karelian Isthmus“, „Tales From The Thousand Lakes“ sowie „Elegy“, ein. Ganze sechs Songs von „Tales [...]“, vier vom Debüt und drei von „Elegy“ sind darauf zu finden und wurden mit aktuellem LineUp aufgenommen – also auch mit Sänger Tomi Joutsen, der sich der verantwortungsvollen Aufgabe, in die Fußstapfen von Grunzflüsterer Tomi Koivussari treten zu müssen, durchaus bewusst zu sein scheint.

Ausnahmsweise nehmen wir einen Teil des Fazits zunächst vorweg: Mühe gegeben hat sich die Band definitiv, denn sowohl in Sachen kleine Neuarrangements, als auch gesanglich ist „Magic & Mayhem – Tales From The Early Years“ großartig ausgefallen. Man distanziert sich kaum vom Ursprung, hält den Wechsel aus Clean Vocals und Growls originalgetreu und beweist, dass diese Perlen des Death Metals kaum gealtert zu sein scheinen. Man merkt allerdings deutlich, dass die moderne Studiotechnik ein wenig an der Dynamik und Authentizität der alten Werke kratzt, denn so straight und schnörkellos waren „die Originale“ dann doch nicht. Kleine Beschleunigungen im Spieltempo, seinerzeit entstanden durch das synchrone Einspielen, sind quasi komplett entfallen, so dass das Leben innerhalb der Songs ein wenig außen vor bleibt und an mancher Stelle dann doch etwas zu genau daherkommt.

Sei's drum, die Mühe ist dennoch hörbar und vor allem Tomi Joutsen, der von sich selbst bereits vor seiner Zeit in der Band behauptete, einer der größten Fans AMORPHIS' zu sein, hatte dieser Tage die Möglichkeit, sich einen Traum zu erfüllen.

Die Songauswahl ist sehr gut getroffen. Selbstverständlich ist der kommerziell größte Erfolg mit sechs Songs am häufigsten vertreten. Der brutalste aller AMORPHIS-Songs, die es schlussendlich auf Studioalben geschafft haben, „Vulgar Necrolatry“, ist ebenfalls dabei. Übrigens handelt es sich dabei eigentlich gar nicht um einen AMORPHIS-Song, stammt dieser doch aus der Feder der Vorgängerband des Gitarristen Tomi. Ob aber ABHORRENCE oder AMORPHIS, das Ding knallt noch immer hervorragend, wie auf „The Karelian Isthmus“ oder davor „The Privilege Of Evil [EP]“.

Besonderes Augenmerk legten AMORPHIS bei der Aufnahme scheinbar auf die Untermalungen und Melodien, die das Keyboard beisteuert. Natürlich hat Tastenchef Santeri Kallio heute mehr Möglichkeiten – und das hört man auch – aber auch hier wurde darauf geachtet, die Neuarrangements so originalgetreu wie nur möglich zu halten. Hier mal etwas schneller, da mal etwas progressiver, aber im Grunde bleibt alles beim Alten und so ist die gute alte Pornoorgel [Hammond-Orgel] immer noch Bestandteil der Neuaufnahmen.
Es ist selbstverständlich nicht im Traum daran zu denken, dass Grunzbär Tomi Joutsen seinen Namensvetter auch nur ansatzweise ersetzen kann. Man sollte ihm allerdings dasselbe Recht zugestehen wie den weiteren Protagonisten, denn Spielraum bei der Neuaufnahme ist überall herauszuhören. Im Großen und Ganzen ist die Leistung des Frontmannes als sehr gut zu werten, denn sein eigener Stil, der „Eclipse“, „Silent Waters“ und „Skyforger“ einfach die Emotionen schenkte, die so lange verloren waren, mischt sich hervorragend mit den Klassikern der Band. Außerdem beweist Tomi Joutsen vor allem bei Krachern wir dem angesprochenen „Vulgar Necrolatry“ oder „The Sign From The North Side“, dass seine Wurzeln da liegen, wo man nur mit tiefstem Buddeln hinkommt!

So sehr ich mich vor diesem Album auch gefürchtet habe, ich muss gestehen, dass es mich keineswegs enttäuscht hat, wie man sicherlich beim Lesen merkt. Kleinere Defizite gibt’s dennoch. Songs wie „Drowned Maid“ oder gerade den Gassenhauer „Black Winter Day“ KANN man einfach nicht besser machen, auch wenn AMORPHIS sich größte Mühe geben. Im Vergleich zum Original klingen die Beiden dann doch eher dünn und kraftlos.

Wer sollte sich dieses Album nun besorgen? Normalerweise müssten an dieser Stelle allseits bemühte Phrasen stehen wie „Für Fans ein Muss!“ oder „Wer die alten Alben nicht hat, sollte zugreifen!“ stehen, aber an sich gehört „Magic & Mayhem – Tales From The Early Years“ in jedes Plattenregal, was bereits die ein oder andere AMORPHIS-Platte aufweist. Einfach der Liebe und Anerkennung wegen. Was werde ich tun? Werde ich mir nun lieber die Neuaufnahmen anhören oder auf die Originale zurückgreifen? Klarer Fall: Keine Ahnung!

Trackliste:
01. Magic And Mayhem [von „Tales Of The Thousand Lakes“]
02. Vulgar Necrolatry [von „The Karelian Isthmus“ / „Privilege Of Evil“]
03. Into Hiding [von „Tales Of The Thousand Lakes“]
04. Black Winter Day [von „Tales From The Thousand Lakes“]
05. On Rich And Poor [von „Elegy“]
06. Exile Of The Sons Of Uisliu [von „The Karelian Isthmus“]
07. The Castaway [von „Tales Of The Thousand Lakes“]
08. Song Of The Troubled One [von „Elegy“]
09. The Sign From The North Side [von „The Karelian Isthmus“]
10. Drowned Maid [von „Tales Of The Thousand Lakes“]
11. Against Widows [von „Elegy“]
12. My Kantele [von „Elegy“]
13. Bonus Track: Light My Fire [Bonus Track von „Tales Of The Thousand Lakes“]
Spielzeit: 01:00:21

Line-Up:
Tomi Joutsen – Gesang
Esa Holopainen - Lead Gitarre
Tomi Koivusaari – Rhythmus Gitarre
Niclas Etelävuori – Bass
Santeri Kallio – Keyboard
Jan Rechberger – Schlagzeug
Patrick Franken [Border]
10.09.2010 | 13:06
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