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Cover von Amorphis -- Silent Waters
Band: Amorphis Homepage  Metalnews nach 'Amorphis' durchsuchenAmorphis
Album:Silent Waters
Genre:Death Metal, Folk, Melodic Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:31.08.07
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"Die stillen Wasser sind nicht nur tief sondern nahezu perfekt!"

Tja, der Teaser in der Review-Übersicht sollte es deutlich machen: Meine Begeisterung für „Silent Waters“ kennt definitiv keine Grenzen. Und das von einem AMORPHIS Fan der ersten Stunde, der nicht immer der beste Freund der Entwicklung dieser Band war! So reichhaltig, wie dieses Album fällt nun auch das Review aus. Man kann einfach nicht in fünf Sätzen abhandeln, was uns hier geboten wird. Man möge mir den Detailreichtum also verzeihen, aber weiter im Text…
Die meisten unter Euch werden sich sicherlich – genau wie ich – fragen, ob „Silent Waters“ eher in die oftmals belächelte Kuschelkerbe schlägt, wie etwa eine „Tuonela“ oder „Far From The Sun“, oder ob es wieder mehr Härte, mehr Growls und mehr AMORPHIS aus alter Zeit geben wird. Euch allen sei gesagt, dass dieses Album eine Art Zeitreise durch alle vergangenen Alben seit 1993 und die damit verbundenen, markanten Klänge der Band darstellt. Nichts anderes also, als die logische Nachfolge zu „Eclipse“. Im direkten Vergleich zu „Eclipse“ fällt „Silent Waters“ sogar noch düsterer, noch emotionaler und auf eine gewisse Art und Weise noch brachialer aus. Doch kommen wir nun zur Musik auf „Silent Waters“…

Mit einem wahren Paukenschlag hagelt uns der Opener „Weaving The Incantation“ entgegen und regt sogleich zum wohlwollenden Kopfnicken an. Durch den gesamten Song hinweg hören wir sozusagen repräsentativ all das, was uns in den weiteren Tracks erwarten wird. Eingängige Grundkompositionen verschlingen unzählige Effekte und Zwischenspiele. Über allem thront eine Stimmvariation, wie es sie frischer und überlegter bei AMORPHIS zuvor nie gab. Gleich beim zweiten Track sollte mit „A Servant“ das ultimative Geschenk an alle Fans der alten Platten zu hören sein, denn hier paart sich die dominante Brachialität der Mittneunziger mit den Emotionen eines Albums wie „Elegy“. Auf „Eclipse“ durften wir diese Aggression von Frontmann Tomi Joutsen in dieser Form noch nicht erleben. Ein Song also, der uns Nostalgiker sofort zum Ausruf „DER AMORPHIS-Song der letzten 10 Jahre!“ animiert. Tomi Joutsen [Vocals] ist offensichtlich endlich bei AMORPHIS angekommen und gibt eine mehr als deutliche Antwort auf die Frage, ob ein Pasi Koskinen der Band fehlen wird. Meine Meinung: Nein, definitiv nicht, denn was Tomi hier abliefert ist souveräner und vor allem passender denn je. Dieser Mann lebt die Musik, lebt die Geschichte des gesamten Albums [natürlich erneut Kalevala inspiriert] und haucht dem Ganzen schlussendlich die passende, lebendige Atmosphäre und Authentizität ein, die die Songs benötigen. Im Gesang dominieren mittlerweile drei verschiedene Stilrichtungen zu beinahe gleichen Anteilen: Der melodiöse, bewegende Gesang, die aggressiven Brüllparts und natürlich – und das ist der Beweis: Sie können es noch! – die tiefen und Gänsehaut erzeugenden Growls. Tomi war übrigens, im Gegensatz zu „Eclipse“, gleich von Beginn an zu „Silent Waters“ am Start und man spürt, dass hier eine Band zusammengewachsen ist, die genau so zusammengehört.

Im weiteren Verlauf bekommen wir abermals frische Elemente aus Zeiten von „Elegy“ zu hören, wenn es beispielsweise mit „Towards And Against“ in eine überraschend rockige, ja sogar riff- und drumtechnisch poppige Richtung geht. Keine Angst, liebe Fans, es passt genau so, wie es bei „Cares“ oder „Relief“ gepasst hat.
Spätestens ab „I Of Crimson Blood“ geht das Konzept auf, im Verlauf des Albums etwas ruhigere Töne anzuschlagen und neben ersten, hintergründigen Akustikparts bekommen wir obendrein herzerwärmende Klavierstrecken geboten. Angesichts dessen und eines damit verwobenen TOOL-ähnlichen Basslaufs, ist wieder einmal der Beweis erbracht, dass AMORPHIS niemals Halt vor frischem und neuem Wind innerhalb ihrer Musik machen. Egal wie viele verschiedene musikalische Bauklötzchen die Finnen stapeln, … schlussendlich passt und harmoniert es grandios. Mit dem Song „Enigma“ gibt es endlich [seit „My Kantele“ von „Elegy“] wieder einmal ein Akustik-Arrangement, reichhaltig mit folkloristischen Zutaten vermengt. Statt des klassischen Drumsets setzt man hier auf „handgespielte“ Percussions und mit den Gitarren verbindet sich Esas geliebte Sitar, die man beispielsweise schon aus „Higher Ground“ von „Far From The Sun“ kennt.
Ansonsten erwartet Euch auf „Silent Waters“ alles, was man bereits von AMORPHIS kennt: Allerfeinste Soli, pure Harmonie, Songwriting par Excellence und der Fakt, dass hier kein einziges Instrument fehlen darf, um diese Klangwand zu erzeugen.

Als einziger bitterer Beigeschmack sei genannt, dass der Mehreinsatz von Tomis Growls als Wunsch an „Silent Waters“ zwar in Erfüllung geht, sich aber dennoch im Verlauf des Albums auf eine gewisse Seltenheit beschränkt, wenn es zum Ende hin in stillere Gefilde geht.

Abschließend bleibt zu sagen, dass „Silent Waters“ absolut kein Futter für Fans des Easy Listenings ist. Die Scheibe dreht sich seit knapp einem Monat ca. zweimal täglich im CD Player und immer noch entdeckt man während der knapp 47 Minuten weitere Details. Wer sich Zeit nimmt und die Platte wirken lässt, wird davon so schnell nicht weg kommen und die eine oder andere Gänsehaut erleben. Selten hörte ich ein Album, auf dem kein einziger Song als „schwach“ eingestuft werden konnte!

Trackliste:
01. Weaving The Incantation
02. A Servant
03. Silent Waters
04. Towards And Against
05. I Of Crimson Blood
06. Her Alone
07. Enigma
08. Shaman
09. The White Swan
10. Black River


Patrick Franken [Border]
24.08.2007 | 14:29
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