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Cover von Amplifier -- Echo Street
Band: Amplifier Homepage Amplifier bei Facebook Metalnews nach 'Amplifier' durchsuchenAmplifier
Album:Echo Street
Genre:Progressive, Rock
Label:KScope Music
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:15.03.13
CD kaufen:'Amplifier - Echo Street' bei amazon.de kaufen
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"Yang"

Die Ruhe nach dem Sturm, das Runterkommen nach dem großen Trip, der Kater nach dem Jahrhundertsuff, die Bescheidenheit nach der Megalomanie - das alles und viel mehr ist „Echo Street”. Ganze vier Jahre haben AMPLIFIER an ihrem ambitionierten, über das eigene Label Ampcorp.Industries veröffentlichte Doppelalbum „The Octopus” [2011] gearbeitet, das die Band beinahe finanziell ruiniert hätte. „Echo Street” entstand dagegen flockig in 60 Tagen eher nebenbei, während die Briten an ihrem seit 2008 angekündigtem „Mystoria”-Album werkelten.

Die Scheibe klingt trotzdem keineswegs nach Schnellschuss, sondern nach einer selbstbewussten, Band, die sich nichts mehr beweisen muss. Einige Songs basieren auf Ideen, die Mastermind Sel und Drummer Matt schon seit den Neunzigern in der Schublade hatten und so verwundert es keineswegs, dass manche Passagen ein ähnliches Feeling wie der legendäre Erstling „Amplifier” [2004] versprühen. Und das, obwohl AMPLIFIER inzwischen mit einem neuen Line-Up unterwegs sind: Bassist Neil Mahony hat sich ausgeklinkt. Für ihn ist nun Alex „Magnum” Redhead in der Band, außerdem hat sich ex-OCEANSIZE-Klampfer Steve Durose nach dem Split seiner Hauptband dem ehemaligen Trio angeschlossen.
„Echo Street” bietet acht größtenteils relaxte und unaufgeregte Songs, deren Hauptaugenmerk eindeutig auf Atmosphäre liegt. Brettharte Ausbrüche, wie noch auf „The Octopus” überall vorhanden, sucht man hier vergebens, aber das heißt nicht, dass „Echo Street” eintöning und langweilig geworden wäre. Im Gegenteil: Einen solch spannenden, stets in Bewegung befindlichen Track wie „The Wheel” mit seinem grandiosen, pumpenden Basslauf schreibt man nicht alle Tage. Die offensichtlichsten Paten von „Echo Street” heißen THE WHO [„Where The River Goes”] und PINK FLOYD [der Titeltrack], vielleicht noch LED ZEPPELIN. Ansonsten trifft späte Sixties-Psychedelik auf schüchternen Seventies-Prog mit einem Schuss Moderne zum Abschmecken. Losgelöst von jeglichen kommerziellen Zwängen oder sonstigem Druck – einfach nur, weil es Spaß macht. Genau deswegen ist „Echo Street” so besonders geworden.

Die Band selbst beschreibt „Echo Street” als den weißen Gegenpart zum schwarzen „The Octopus” und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Möglicherweise das Album, das AMPLIFIER endgültig etablieren wird – und, wer weiß, vielleicht sogar groß macht.

Trackliste:
01. Matmos
02. The Wheel
03. Extra Vehicular
04. Where The River Goes
05. Paris In The Spring
06. Between Today And Yesterday
07. Echo Street
08. Mary Rose
Spielzeit: 01:00:46

Line-Up:
Sel Balamir – Vocals, Guitar
Steve Durose – Guitar
Alex Redhead – Bass
Matt Brobin – Drums
Michael Siegl [nnnon]
15.03.2013 | 15:57
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