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Album:The An Albatross Family Album
Genre:Experimental, Progressive, Rock'n'Roll
Label:Eyeball Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.10.08
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"Zirkus Anal-Batross"

Abgefahrene Alben, die mit Kirmesmusik, Gefrickel und einem mitteilungsbedürftigem Schreihals gesegnet sind, erinnern zwangsläufig immer ein wenig an das legendäre Debüt von MR. BUNGLE [die Spielwiese von Ex-FAITH NO MORE-Sänger Mike Patton vor FÂNTOMAS], das gleichermaßen genial wie bescheuert war. Man täte AN ALBATROSS zwar Unrecht, sie auf diesen Vergleich zu limitieren, aber es ist definitiv etwas dran. Genauso wie Endphasen REFUSED. THE EIGHTIES MATCHBOX B-LINE DISASTER. Und wie die Verrückten alle heißen.

"The An Albatross Family Album" wird sicherlich Leute mit niedriger Nervschwelle ganz schnell in die Weiten des Wahnsinns schicken, denn viel bunter und lebendiger kann man ein Album nicht gestalten. Und da dachte man, dass die BEATLES schon zu viele Drogen genommen hätten. Vielleicht sind AN ALBATROSS auch nur so ein lustiger Haufen. Schließlich nehmen sie sich auch mal Zeit für eine saftige Ambient-Passage samt Spoken Words-Performance ["The Hymn Of The Angel People"], obwohl sonst alles ganz schnell gehen muss. Tja. So ist das Leben manchmal. AN ALBATROSS fühlen sich jedenfalls zwischen Glockenspiel, Jazz, Rummelplatz, Vintage-Flair und Tim Burton ganz wohl, aber Blastbeats sind auch coole Säue. Wie sagten AKERCOCKE schon so treffend in einem Interview: "Blastbeats müssen uns zum Lachen bringen". Das Ergebnis ist zwar nicht wirklich überraschend oder besonders neu – schließlich versinkt selbst Schwachsinn irgendwann in Konformität, aber doch recht unterhaltsam, wenn man es hektisch, schrill und laut mag. Und wer die letzten Takte seines Albums bei IRON MAIDEN klaut, kann kein schlechter Mensch sein.

So viele Schubladen wie AN ALBATROSS öffnen oder streifen, kann man gar nicht aufzählen. Deswegen verbleibe ich bei den Referenzen: Wer alle oben erwähnten Bands mag, gerade UNITED NATIONS für sich entdeckt hat ["The Electric Proletariat Rides A Velvet Chariot" ist die neue Hymne!] und auch sonst Bock auf grandios gespielte Wirrstresslustigbunt-Mucke hat, der darf der Band gerne einen Besuch bei MySpace abstatten. Oder gleich das Familien-Album einpacken.

Trackliste:
1. Neon Guru
2. And Now Emerges The Silver Pilgrim
3. The Hymn Of The Angel People
4. The Psychonaut & The Rustbelt
5. Starving On Rabbit Meat
6. A Convivial Feast Of The Peace Beast
7. Floodgates Released
8. The Electric Proletariat Rides A Velvet Chariot
9. 3,000 Light Years By Way Of The Spacehawk
Spielzeit: 00:29:22

Line-Up:
Stevie Vaiani – Drums
Philipp Reynolds Price – Keyboards
Eddie B. Gieda III – Vocals
Jaek Lisowski – Guitars
Jason Hudak – Bass
Daniel Schlett – Guitars
Michael Siegl [nnnon]
09.01.2009 | 22:50
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