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Reviews von An Autumn For Crippled Children
CD Review: An Autumn For Crippled Children - Heart Of Lights I Blossoms [Digitale EP]

An Autumn For Crippled Children
Heart Of Lights I Blossoms [Digitale EP]


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Cover von An Autumn For Crippled Children -- Lost
Band: An Autumn For Crippled Children bei Facebook Metalnews nach 'An Autumn For Crippled Children' durchsuchenAn Autumn For Crippled Children
Album:Lost
Genre:Doom Metal, Experimental, Post/Avantgarde Black Metal
Label:Aeternitas Tenebrarum Music Foundation
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:07.05.10
CD kaufen:'An Autumn For Crippled Children - Lost' bei amazon.de kaufen
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"Kakophonie der Krüppelkinder"

Bei AN AUTUMN FOR CRIPPLED CHILDREN sollte man sich tunlichst nicht von dem etwas merkwürdigen Bandnamen in die Irre führen lassen, denn hier handelt es sich mitnichten um die nächste Deathcore- oder Porngrind-Kapelle, sondern dieses Trio aus dem niederländischen Friesland zelebriert vielmehr eine recht eigenwillige, poetische Mischung aus [Post] Black Metal, Postrock und experimentellem Doom Metal.

Dementsprechend herrscht hier nicht unbedingt eitel Sonnenschein, was Stimmung und Atmosphäre anbelangt, vielmehr schlagen bereits mit den ersten Takten von „To Set Sails To The Ends Of The Earth“ die Wogen von Hoffnungslosigkeit und bitterem Verlust über einem zusammen, wird der Hörer aber auch immer wieder von melancholischen Harmonien kurz zurück an die Oberfläche emporgehoben, bevor sich auch schon der nächste Brecher mit verhalltem, in den Hintergrund gemischtem Black Metal-Keifen ankündigt.
Auch „Tragedy Bleeds All Over the Lost“ wütet erstmal eher stürmisch, bevor sich die Tragödie in schwärzlich-gotischem Wohlklang aufzulösen beginnt. Bei den zunächst ergreifenden, beinahe majestätischen Melodien von „A Dire Faith“ [wie auch bei „In Moonlight Blood Is Black“ mit seinem THE CURE-Juchzer] möchte man beinahe schon wieder etwas Hoffnung schöpfen, aber MXMs verzerrtes Fauchen und schrammlige Black Metal-Akkorde lenken die Hand dann doch beinahe wieder unwillkürlich Richtung Rasierklinge, oder doch nicht?
Dieses Wechselbad der Gefühle, zwischen Dissonanz und Schönklang, zieht sich recht gekonnt durch die komplette Platte, manche Arrangements gemahnen an Vorfahren wie MY DYING BRIDE oder die Kollegen von LANTLOS, stets wandelt man auf einem schmalen Grat zwischen Depression/Absturz und Hoffnung/Rettung.
Das ziemlich Black Metal-affine „Ghost Light“ hätte trefflicher kaum betitelt werden können, der rein instrumentale Titeltrack hingegen gestattet erstmals ausführlicher ein andächtiges Schwelgen in Schwermut, das nur von den doomigen Riffstrukturen etwas gestört wird.
„I Beg Thee Not To Spare Me“ ist purer, vertonter Weltschmerz mit beinahe wölfisch anmutendem Gesang und herrlichen Melodien, bevor man einen Blick in den „Gaping Void Of Silence“ riskiert, dabei aber nur hoffen kann, dass dieser nicht zurückstarrt.
Auch „Never Shall Be Again“ zeugt von den Black Metal-Wurzeln der holländischen Herbstkinder mit körperlicher Beeinträchtigung, lässt diese emotionale Tal- bzw. Achterbahnfahrt aber erstaunlich positiv oder zumindest versöhnlich enden.

Wer sich also mal wieder so richtig mit Stil und Grandezza 'runterziehen lassen will, vielleicht noch eine Schwäche für WOLVES IN THE THRONE ROOM und generell düster-melancholische, postmetallische Klänge sein Eigen nennt, sollte „Lost“ von AN AUTUMN FOR CRIPPLED CHILDREN eher nicht aus den Augen verlieren...

Trackliste:
01. To Set Sails To The Ends Of The Earth
02. Tragedy Bleeds All Over the Lost
03. A Dire Faith
04. In Moonlight Blood Is Black
05. Ghost Light
06. An Autumn For Crippled Children
07. I Beg Thee Not To Spare Me
08. Gaping Void Of Silence
09. Never Shall Be Again
Spielzeit: 00:50:24

Line-Up:
MXM - Vocals, Guitar, Keyboards
TXT - Bass
CXC - Drums
Dirk Konz [dkay]
26.06.2010 | 00:39
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