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Band: Anaal Nathrakh Homepage Anaal Nathrakh bei Facebook Metalnews nach 'Anaal Nathrakh' durchsuchenAnaal Nathrakh
Album:Desideratum
Genre:Black/Death Metal, Death Metal, Grindcore
Label:Metal Blade Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.10.14
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"Das Greifen nach den Sternen"

Knapp zwei Jahre nach dem gelungenen, wenn auch etwas durchschaubaren „Vanitas“ legt das britische Extrem-Metal-Duo ANAAL NATHRAKH nun mit „Desideratum“ sein nächstes Studioalbum nach.

Und das will ganz sicher keine Gefangenen machen, denn ein oder zwei langsamere/experimentellere Songs wie auf den Vorgängern gibt es auf „Desideratum“ – vom Intro „Acheronta Movebimus“ mal abgesehen – ganz einfach nicht. Wenn die Band das Album nicht schon längst im Kasten gehabt hätte, ehe überhaupt der Vertrag mit Metal Blade Records unterzeichnet wurde, könnte man fast meinen, ANAAL NATHRAKH hätten bewusst versucht, noch angepisster, extremer und aggressiver zu klingen, um diversen Forenkriegern, die wohl schon das Wort „Ausverkauf“ tippten, damit das Maul zu stopfen. Dem ist aber nicht so, und dennoch wirkt „Desideratum“ wie ein außer Kontrolle geratener Schnellzug, der unaufhaltsam auf sein Ziel zurast und völlige Zerstörung mit sich bringt. Das ist einerseits sehr sympathisch, da Mick Kenney und Dave Hunt schon immer das gemacht haben, wonach ihnen war, und sich dabei nie haben reinreden lassen; andererseits fehlt „Desideratum“ bei aller Aggressivität der Mut zu größeren Experimenten, womit auch schon die beiden Vorgänger etwas zu kämpfen hatten. Will heißen: Das, was ANAAL NATHRAKH machen, hat immer Hand und Fuß, ist sauber eingespielt, bringt gesanglich aufgrund von Geschrei, Gekeife, Geflüster, Grunts und Klargesang mehr als genügend Abwechslung mit sich, knallt ohne Ende, enthält auch wieder ein paar geschickt integrierte Industrial/Breakbeat-Elemente und hat den nötigen Tiefgang in Sachen Konzept und Texte. Aber: Die „Formel“ ist inzwischen ganz einfach bekannt, sodass der wirkliche „What the fuck?!“-Effekt von Veröffentlichungen wie „Eschaton“ oder auch dem exzellenten Spätwerk „In The Constellation Of The Black Widow“ sich nicht ganz einstellen will. Offen gestanden ist dies aber Jammern auf hohem Niveau, denn natürlich sind solche Songs wie „The Joystream, „Monstrum In Animo“ oder „Sub Specie Aeterni [Of Maggots, And Humanity]“ [mit geilem BOLT THROWER-Gedächtnisriff in der Mitte!] ziemliche Knaller, und auch sonst ist kein schlechter Song auf „Desideratum“ vertreten, wobei „Idol“ mir ein bisschen zu sehr berechenbar ist.

Kurzum: Fans von ANAAL NATHRAKH werden, können und sollen „Desideratum“ bedenkenlos kaufen und werden nicht enttäuscht sein. Wer hingegen große Sprünge, mehr Experimente oder gar Innovationen von den Briten erwartet hat, sollte hingegen Vorsicht walten lassen. Mit anderen Worten: Einerseits haben die Jungs zweifellos ihre eigene Nische gefunden und nehmen nun eher minimale Anpassungen vor. Andererseits könnte man der Band durchaus Stagnation auf hohem Niveau vorwerfen. Trotzdem: Mir ist ein insgesamt gutes, wenn auch kein überragendes Album lieber als überhaupt keine neue Scheibe von ANAAL NATHRAKH!

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shilrak | 5,5 Punkte
Gibt es eigentlich so etwas wie eine schlechte ANAAL NATHRAKH-Platte? Ich glaube nicht. Das einzige subjektiv festzustellende Manko kann eigentlich nur die über die Jahre vermehrte Hinzunahme cleaner Gesangsparts sein. Und das liegt eben im Ohr des Betrachters. Ich feiere und genieße weiterhin jede Minute des britischen Gossen-Punk-Black-Industrial-Hasses!

Trackliste:
01. Acheronta Movebimus
02. Unleash
03. Monstrum In Animo
04. The One Thing Needful
05. A Firm Foundation Of Unyielding Despair
06. Desideratum
07. Idol
08. Sub Specie Aeterni [Of Maggots, And Humanity]
09. The Joystream
10. Rage And Red
11. Ita Mori
Spielzeit: 00:40:59

Line-Up:
V.I.T.R.I.O.L. – Vocals
Irrumator – Bass, Guitars, Programming
Alexander Eitner [soulsatzero]
20.10.2014 | 19:40
Kommentare
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