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Interviews mit Anaal Nathrakh
Reviews von Anaal Nathrakh
Anaal Nathrakh
In The Constellation Of The Black Widow
Black/Death Metal, Death Metal, Grindcore
6.5 von 7 Punkten
"Bis zur Schmerzgrenze!"
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Of This And Other Worlds
Folk, Progressive, Psychedelic
7 von 7 Punkten
"Eine kreative Gruppenarbeit"
ASG
Blood Drive
Alternative, Hard Rock, Pop, Rock, Stoner Rock
6 von 7 Punkten
"Alternativer Stonermetalpop für alle"
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"Zenit des Schaffens oder Stagnation auf hohem Niveau?" | ||||||||||||||||||
| Eineinhalb Jahre nach ihrem letzten Studioalbum, „Passion“, ballern uns ANAAL NATHRAKH mit „Vanitas“ nun ihren nächsten Hassbatzen um die Ohren, dass es nur so kracht. ANAAL NATHRAKH auf dem Zenit ihres Schaffens, extreme Musik an der Schmerzgrenze oder doch „nur“ Stagnation auf hohem Niveau? Ganz ehrlich: ein bisschen was von allem. Zum einen hat es das Duo geschafft, nach dem trotz guter Ideen etwas durchwachsenen „Passion“ [ich jedenfalls bin mit der Scheibe irgendwie nie richtig warm geworden] wieder eine Schippe draufzulegen, indem das Material wieder Black-Metal-lastiger geworden ist und weitere Extreme ausgelotet werden – allein schon bei David Hunts Gesang, der hörbar und gekonnt alle Register zieht. Zum anderen wird immer deutlicher, dass ANAAL NATHRAKH bei den meisten Songs nun mal eine ziemlich ähnliche Formel anwenden, die mittlerweile einfach zu durchschauen ist und den Alben zunehmend das Überraschungsmoment nimmt. Klingt recht negativ, ist aber nur teilweise so gemeint; jedoch wäre es wunderbar, wenn die Band bei allem Streben nach Extremen nun noch einen Schritt weitergehen und auch die Songstrukturen und -grenzen auflösen, sich bewusst gegen gängige Songwriting-Muster wehren und diese auf den Kopf stellen würde. Was beileibe nicht heißt, dass „Vanitas“ – übrigens mit einem wunderbaren, düsteren Artwork ausgestattet – schlecht wäre. Dafür gibt es einfach zu viele herausragende Stücke, wie z.B. das packende „Forging Towards The Sunset“, das ultrafiese, rasende „Of Fire, And Fucking Pigs“ oder auch „Todos Somos Humanos“, während der Opener „The Blood-Dimmed Tide“ leider etwas unglücklich gewählt und eher schwächer ausgefallen ist [genauso wie „Make Glorious The Embrace Of Saturn“]. Und mit „A Metaphor For The Dead“ gibt es dann noch einen stampfenden, eher melodiösen Midtempo-Abschluss, während „You Can't Save, So Stop Fucking Trying“ sowohl mit Punk-Schlagseite als auch ein bisschen arg plakativ daherkommt. Was „Vanitas“ übrigens ausgezeichnet zu Gesicht steht, ist die mit Abstand fetteste Produktion, die ANAAL NATHRAKH bislang hatten, sodass die Songs schön wuchtig zur Geltung kommen – an den sehr gut eingesetzten Drumcomputer hat man sich ja inzwischen gewöhnt. Fazit: ANAAL NATHRAKH liefern mit „Vanitas“ ein richtig gutes siebtes Studioalbum ab, das die bekannten Markenzeichen der Band enthält und wieder einmal bestätigt, dass die Jungs zwar immer noch sehr extrem vorgehen, aber dafür dennoch erstaunlich zugänglich – nicht eingängig! – sind. Den alten Fans ist die Band im Vergleich mit den rasenden, ungestümen ersten Werken vermutlich eh schon seit einigen Alben zu „poppig“, aber wer mit den letzten Veröffentlichungen von ANAAL NATHRAKH etwas anfangen konnte, wird auch mit „Vanitas“ glücklich werden – zumal einige Knaller enthalten sind; an „Eschaton“ oder auch das geniale „In The Constellation Of The Black Widow“ kommt man dennoch nicht heran. Somit wäre es wünschenswert, wenn die Band demnächst bei allem Können und bei aller Verfeinerung ihres Stils auch mal etwas mehr wagen und sich aus ihren gängigen Mustern hinausbewegen würde – es würde sich sicher lohnen, denn ANAAL NATHRAKH haben [hoffentlich] noch längst nicht alles gesagt! | ||||||||||||||||||
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