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Anathema - Gratis-Song
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Anathema - Neue Scheibe im April
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"Eine kreative Gruppenarbeit"
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"Regentropfen aus Zuckerguss" | ||||||||||||||||||
| Den Wandel vom mäßig spannenden Death Doom-Act zu einer der innovativsten und faszinierendsten Bands des Prog- und Art Rock-Bereichs vollzogen ANATHEMA zwar bereits in ihren ersten zehn Jahren Bandgeschichte, dennoch schafften sie es, nach ihrer zwischenzeitlichen Zwangspause, mit jeder neuen Veröffentlichung noch mal einen drauf zu setzen. Nicht nur das 2010er Studioalbum „We're Here Because We're Here“, sondern auch die beiden Scheiben mit Neueinspielungen älterer Stücke waren absolute Sahnestücke mit eingebauter Stammplatzgarantie in den Stereoanlagen anspruchsvoller Musikfans. Umso beeindruckender ist es da, wie „Weather Systems“, das neunte Studioalbum der britischen Berufsmelancholiker, diesen fast schon unheimlichen Lauf vollkommen mühelos fortsetzen kann. Unentwegt perlen hier unfassbar schöne Melodien wie Regentropfen aus Zuckerguss vom Himmel herab und animieren das Kopfkino zu ungeahnten und niemals enden wollenden Höhenflügen. Alleine das Auftaktdoppel, bestehend aus „Untouchable Part 1“ und „Untouchable Part 2“ dient dafür als eindrucksvoller Beleg. Während im ersten Teil das Tempo noch etwas höher ist und die Akustikgitarre nebst Streichern das Geschehen dominiert, greift der direkt anknüpfende zweite Part das Thema des ersten wieder auf, transferiert dieses aber in eine wunderschöne, zerbrechliche Piano-Ballade in der die – über die komplette Albumdistanz - einmal mehr absolut hinreißende Lee Douglas eher im Vordergrund steht. Aber auch Bandkopf Vincent Cavanagh liefert auf „Weather Systems“ erneut eine unfassbar intensive, gefühlvolle und einfach großartige Gesangsleistung ab, so dass er einen vermutlich auch zu Tränen rühren könnte, wenn er einem die Betriebsanleitung seiner Waschmaschine vorsingt. Das soll aber wiederum nicht den Beitrag der anderen Bandmitglieder schmälern, hier stimmt einfach wirklich alles. Jeder noch so kleine und unscheinbare Ton sitzt genau an der richtigen Stelle, alles ist perfekt geschrieben und arrangiert, hervorgehoben seien aber dennoch – neben den bereits erwähnten Auftaktnummern – das wundervoll luftige „Lightning Song“, das enorm dynamische „The Storm Before The Calm“ und das herzzereißende „The Lost Child“. Gefühlslagen von grenzenloser Hoffnung bis hin zu scheinbar auswegloser Verzweiflung wechseln sich dabei stets ab, wobei die melancholischen Momente erwartungsgemäß auch weiterhin überwiegen. Es ist schon mehr als unheimlich, wie es ANATHEMA scheinbar vollkommen mühelos gelingt, mit jeder weiteren Veröffentlichung noch mal einen drauf zu setzen. Seit „Alternative IV“ haben die Briten kein Album mehr gemacht, das auch nur ansatzweise geschwächelt hätte, seit ihrem Quasi-Comeback mit „Hindsight“ vor vier Jahren sind sie aber tatsächlich sogar noch ein Stückchen besser geworden. Trotzdem ist „Weather Systems“ nun der vorläufige Höhepunkt der Reise und man fragt sich ernsthaft, wie lange ANATHEMA dieses unfassbar hohe Niveau noch halten können. Für den Moment ist es dem britischen Quintett aber endgültig gelungen, absolute Schönheit perfekt zu vertonen. | ||||||||||||||||||
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