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Cover von Ancient Rites -- Laguz
Band: Ancient Rites Homepage Ancient Rites bei Facebook Metalnews nach 'Ancient Rites' durchsuchenAncient Rites
Album:Laguz
Genre:Black Metal, Heavy Metal, Pagan Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:20.02.15
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"Ein schönes Liebhaber-Album"

Sage und schreibe 27 Jahre haben die belgischen Black Folk Metaller von ANCIENT RITES schon auf dem Buckel. Damit gehört das [momentane] Quartett zu den dienstältesten Black Metal Bands, die sich so herumtreiben. Im Laufe der Karriere sind eine Vielzahl von kleineren Veröffentlichungen und fünf vollwertigen Alben herausgekommen. Das letzte „Rubicon“ ist vor neun Jahren [2006] erschienen. Mit „Laguz“ wollen es die Herren jetzt offensichtlich noch einmal wissen und präsentieren sich nicht nur mit neuem Label [Massacre Records], sondern auch mit großer Spielfreude.

Vorneweg – „Laguz“ [der Titel spielt auf die Rune des Wassers an] ist ein Liebhaber-Album geworden. Die Belgier musizieren in ihrer eigenen kleinen Nische, die sie sich geschaffen haben. Diese Mischung aus schwarzmetallischen Grundstrukturen, symphonischen Elementen, folkigen Momenten und den sehr eigenwilligen Vocals, die schon fast eher einer Erzählstimme oder einem Sprechgesang gleichen, hört man in dieser Form von keiner anderen Band. Eigenständigkeit bringen ANCIENT RITES also auf jeden Fall mit, und das alleine macht „Laguz“ schon recht spannend, auch wenn man sich sehr auf die Truppe einlassen muss. ANCIENT RITES evozieren auf ihrem sechsten Album vor allem eine epische und „tragische“ Atmosphäre; große Schlachten werden geschlagen und historische Ereignisse erscheinen vor dem inneren Auge des Hörers. Von erhabenen Momenten über kämpferisches Schlachtengelärm bis hin zu richtig düsteren und bösen Szenen ist auf „Laguz“ alles zu finden. Die Gitarrenarbeit ist dabei besonders hervorzuheben, sind es doch gerade diese an den klassischen Heavy Metal erinnernden Riffs, die lange im Ohr bleiben. Aber auch die symphonischen und orchestralen Elemente, die nicht selten zum Einsatz kommen, werden dem metallischen Gerüst geschickt hinzugefügt. Die Vocals sind, wie schon angedeutet, Geschmackssache. Manchmal vermisst man einen richtig druckvollen Gesang, da Sänger Gunther Theys doch lieber erzählt und seine Stimme in den Hintergrund mischt. In einigen Songs kann man allerdings auch Klargesang [„Von Gott Entfernt [Bij Nacht En Ontij]“] und gurgelnde Shouts [„Mind Unconquered“ – generell einer der härtesten Songs auf der Scheibe] hören. Mehr von dieser Art wäre nicht schlecht gewesen. Allerdings erhält „Laguz“ gerade durch diese erzählerischen Elemente eine zusätzlich atmosphärische Ebene, erinnern ANICENT RITES dann doch etwas an HAGGARD oder an einzelne Tracks von ELUVEITIE. Fans von ANCIENT RITES müssen also keine zu großen Veränderungen fürchten, denn die Musik auf „Laguz“ ähnelt durchaus jener des letzten Albums „Rvbicon“. Wieso aber ist „Laguz“ nun vor allem ein Liebhaber-Album? Das hat vor allem damit zu tun, dass ANCIENT RITES in ihrer Musik ungewöhnliche Wege gehen und Songs sehr eigenständig und manchmal „undirekt“ gestalten. Man muss sich einen Zugang zu „Laguz“ erarbeiten. Das ist keine Musik, die einem direkt auf die Fresse haut oder einem von der ersten Sekunde an gefangen nimmt. Auch ist es keine Sauf- oder reine Headbangmusik. Vielmehr sollte man sich mit dem Konzept dahinter etwas auseinandersetzen. Typische Hits oder Ähnliches finden sich auf „Laguz“ kaum, auch wenn "Under The Sign Of Lagoz" durchaus ein gewisses Potential in diese Richtung aufweist. Aber trotz dieser Sperrigkeit entfaltet "Laguz" seinen eigenen Charme, der gerade Fans von ANCIENT RITES und von ungehetzer Musik sehr gefallen könnte.

Deshalb sollten zum einen Fans von atmosphärischen Black Metal und zum anderen jene HörerInnen, die mit mittelalterlicher Musik etwas anfangen können, sich aber auch nicht von etwas härteren Passagen fürchten, „Laguz“ einmal anchecken. Für die breite Masse musizieren ANCIENT RITES einfach zu „langsam“ und zu „eigenwillig“. Trotzdem: In den CD-Playern geduldiger Metal-Fans wird „Laguz“ dieses Jahr sicher noch öfter rotieren.

Trackliste:
01. Golden Path To Samarkand
02. Carthago Delenda Est
03. Under The Sign Of Lagoz
04. Von Gott Entfernt [Bij Nacht En Ontij]
05. Apostata [Imperator Fidelis)
06. Legio V Alaudae [Fifth Larks Legion]
07. Mind Unconquered
08. Umbra Sumus [We Are Shadows]
09. Frankenland
10. Fatum [Ill Fate/Noodlot]
Spielzeit: 00:45:54

Line-Up:
Gunther Theys - Gesang
Erik Sprooten - Gitarre
Walter Van Cortenberg - Drums
Domingo Smets - Gitarre
Oliver Philipps - Keyboard
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
07.03.2015 | 16:57
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