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Album:Kingdom Of Evil
Genre:AOR, Hard Rock, Melodic Metal, US-Metal
Label:Metal Heaven
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:29.01.10
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"Hymnen für Babylon"

Bei den ANGELS OF BABYLON handelt es sich wieder mal um so etwas wie eine Metal-Supergruppe, für die sich der notorische ex-MANOWAR-Drummer Rhino neben Sänger David Fefolt und Gitarrist Ethan Brosh auch noch den notorischen ex-MEGADETH-Basser Dave Ellefson ins Boot geholt hat.

Entgegen dem Sound der ehemaligen Arbeitgeber dieser beiden prominenten Namen wird allerdings auf „Kingdom Of Evil“ erstaunlicherweise ausschließlich hochmelodischem, keyboardlastigem US-Metal mit deutlichen AOR-Tendenzen gefrönt.
Sämtliche Musiker verstehen eine Menge von ihrem Handwerk und wissen, wenn man sich auf ihren [wohl bewusst] sehr hymnischen und ausladendem Sound denn erstmal eingelassen hat, z.B. bei „Conspiracy Theory“, „Apocalypse 2012“ oder „Tarot“ durchaus kernig und PRETTY MAIDS-artig loszurocken, dafür wird dann aber nicht nur bei „Tear My Heart Out“ auch mit Schmalz und Pathos nicht gegeizt.
Auch „Oh How The Mighty Have Fallen“ zeigt die kompositorische Klasse von Rhino bzw. seinen babylonischen Engeln, wenn auch die Keyboards, wie so oft, ausgesprochem schwülstig ausgefallen sind und Ethan Broshs Soli gerade eben noch songdienlich, aber doch schon ziemlich ausführlich ausfallen.
Der Titeltrack ist dann wieder die durchaus geglückte Mischung aus US-Metal, Hardrock und Melodic Metal zwischen WARRIOR, FM, JORN, SAXON und/oder FIREWIND, bei der dann auch David Fefolt seine kraftvolle und durchaus variable Sangeskunst demonstrieren darf.
Das Hollywood-Schmachtkino-Soundtrack-artige, instrumentale Keyboard-Piano-Geklimper von „The Remnant“ lässt kurz besinnlich werden, bevor mit „Angels Of Babylon“ sowohl nochmal tief in den Schmalztopf gelangt, als auch satt drauflosgerockt werden darf.
„Second Coming“ erinnert erneut an die schwedischen Melodic Metaller der PRETTY MAIDS und beschließt das Debüt dieses Metal-Veteranentreffens durchwegs anständig.

Wer sich mit der Kombination aus den o.g. klanglichen Verweisen anfreunden kann, nichts gegen textliche Allgemeinplätze, viel Pathos und Melodie einzuwenden hat, der ist im „Kingdom Of Evil“ der ANGELS OF BABYLON sicherlich nicht verkehrt.

Trackliste:
01. Conspiracy Theory
02. Apocalypse 2012
03. Night Magic
04. Tear Out My Heart
05. Oh How The Mighty Have Fallen
06. Tarot
07. Kingdom Of Evil
08. The Remnant
09. Angels Of Babylon
10. Second Coming
Spielzeit: 00:45:45

Line-Up:
Kenny Earl "Rhino" Edwards - Drums
David Ellefson - Bass
David Fefolt - Vocals
Ethan Brosh – Guitars
Dirk Konz [dkay]
22.01.2010 | 16:34
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