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Cover von Angelus Apatrida -- Clockwork
Band: Angelus Apatrida Homepage Angelus Apatrida bei Facebook Metalnews nach 'Angelus Apatrida' durchsuchenAngelus Apatrida
Album:Clockwork
Genre:Thrash Metal
Label:Century Media
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:18.06.10
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"Präzise wie ein Uhrwerk - aber viel lauter"

Es gibt Bands, von denen erfährt man erst viel zu spät. So auch die Spanier ANGELUS APATRIDA, die sich jüngst einen Vertrag mit Century Media sichern konnten, eigentlich aber schon seit zehn Jahren im Geschäft sind. Daher erscheint mit „Clockwork“ auch keineswegs ihr Debüt sondern schon ihre dritte Platte.

Es wird ja oft behauptet, dass Album Nummer drei einer Band über deren Bestehen im Musikgeschäft entscheiden würde. Ob das heutzutage immer noch wahr ist, sei dahingestellt - betrachtet man jedoch, was ANGELUS APATRIDA mit ihrer neuen Platte abliefern, brauchen die Jungs sich über ihre Zukunft in der Musikszene jedoch so oder so keine Sorgen zu machen: Das Quintett aus Spanien bietet auch auf seinem neuen Album ganz wie zur Zeit üblich schwer in den 80ern verwurzelten Thrash Metal, lässt dabei jedoch nahezu alle seine derzeitigen Mistreiter weit hinter sich. Neben schier atemberaubender Instrumenteller Finesse, die sich sowohl in punktgenauem Hochgeschwindigkeits Riffing – hier ist der Plattentitel absolut treffend gewählt – als auch in absolut brillanten Flitzefinger-Soli, die so manche alteingesessene Frickel-Formation vor Neid erblassen lassen dürften, niederschlägt, begeistert insbesondere Frontmann Guillermo Izquierdos Gesang. Jener ist nämlich von enorm hoher Variabilität gesegnet und so erinnert des Mannes Organ in Songs wie „Blast Off“ stark TESTAMENTs Chuck Billy, zwischenzeitlich schlägt er weitaus rauere Töne an und in Nummern wie dem absolut überzeugenden „The Misantropist“ macht Senor Izquierdo einem gewissen Dave Mustaine alle Ehre. In Sachen Songwriting wissen ANGELUS APATRIDA ebenfalls voll zu überzeugen – natürlich blitzen bei den intelligenten, verschachtelten Riffs ein ums andere Mal die mächtigen MEGADETH als Einfluss auf, jedoch gelingt es den Spaniern scheinbar mühelos, sich ein hohes Maß an Eigenständigkeit zu erhalten, weshalb eventuelle Einflüsse hier tatsächlich nur Einflüsse sind und keineswegs von Ideenklau gesprochen werden kann. Abgerundet wird „Clockwork“ von einer zu Anfang etwas pappig anmutenden aber dennoch absolut organischen Produktion, die der letzten Veröffentlichung aus dem Hause HEATHEN nicht unähnlich ist.

Gerade wenn man verleitet ist zu glauben, dem Thrash Metal-Revival würde langsam die Puste ausgehen, beweisen ANGELUS APATRIDA mal eben das Gegenteil und sind damit vermutlich die beste Retro-Kombo, die in diesem Jahr in Licht der Öffentlichkeit getreten ist. Anspieltipps: Alles – und zwar sofort!

Trackliste:
01. The Manhattan Project
02. Blast Off
03. Of Men And Tyrants
04. Clockwork
05. Devil Take The Hindmost
06. The Misanthropist
07. Legally Brainwashed
08. Get Out Of My Way
09. My Insanity
10. One Side One War
11. Into The Storm
12. National Disgrace
13. Be Quick Or Be Dead [IRON MAIDEN-Cover]
Spielzeit: 00:51:16

Line-Up:
Guillermo Izquierdo – Vocals, Guitar
David G. Álvarez – Guitar
José J. Izquierdo – Bass
Víctor Valera – Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
21.06.2010 | 19:04
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