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"Clockwork II" | ||||||||||||||||||
| Als die spanischen Thrasher ANGELUS APATRIDA vor etwas mehr als zwei Jahren endlich einen Major Label-Vertrag an Land ziehen konnten, bestand die Band bereits eine volle Dekade. Ihr drittes Album „Clockwork“ zeigte, dass die Truppe die neue Aufmerksamkeit auch voll und ganz verdient hat, weshalb es nicht wenige Thrash Metal-Fans freuen dürfte, dass mit „The Call“ nun das nächste Album der Spanier in den Startlöchern steht. Großartige Neuerungen haben sich seit „Clockwork“ bei den Spaniern nicht eingestellt, weshalb der kreative Sprung diesmal nicht ganz so groß ist wie zwischen „Give ’Em War“ und seinem Nachfolger. Abgesehen davon, dass der ultimative „Aha“-Effekt also ausbleibt, ist das auch überhaupt nicht verkehrt, denn so ist „The Call“ voll von denselben Elementen, die auch seinen Vorgänger so unverzichtbar gemacht haben: Da verbindet sich der charakteristische Gesang von Frontmann Guillermo Izquierdo, der nach wie vor irgendwo zwischen Dave Mustaine und Chuck Billy anzusiedeln, ist mit arschtightem Hochgeschwindigkeits-Riffing, das auch modernen MEGADETH bestens zu Gesicht stehen würde, in Verbindung mit dem schlichtweg atemberaubenden Leadgitarrenspiel der Spanier zu Thrash Metal-Songs, an denen kein Fan des Genres so einfach vorbei kommt. Zudem hat die Truppe in Nummern wie dem eröffnenden „You Are Next“ und dem nachfolgenden „At The Gates Of Hell“ zunehmend die Zweistimmigkeit für sich entdeckt, was in der ein oder anderen Gänsehaut-verdächtigen Doppelgitarrenpassage resultiert, die das klangliche Spektrum der Mannschaft auf angenehme Art und Weise erweitert. Ansonsten hätten die enthaltenen Nummern auch allesamt auf „Clockwork“ stehen können, da letzteres aber sicherlich das bisher beste Album der Truppe war, nimmt man das gerne in Kauf – angesichts solcher Abrissbirnen wie dem vermutlich JUDAS PRIEST-inspirierten „It’s Rising!“ oder auch „Killer Instinct“ könnte man den Burschen aus Albacete allerdings ohnehin nicht böse sein. Obendrein kommt die Abwechslung ja sowohl innerhalb der Songs als auch auf dem Album als Ganzem nicht zu kurz und so sollten Thrash Metal-Fans auch nach mehreren Durchläufen noch begeistert die Mähne schütteln. Klanglich haben ANGELUS APATRIDA ebenfalls keinerlei Änderungen bzw. Neuerungen zu verbuchen, weshalb „The Call“ über den gleichen druckvoll-organischen Sound wie sein Vorgänger verfügt, der mit einer leichten Pappigkeit aber auch die gleichen Mängel aufweist. Sicherlich hätte sich der ein oder andere gewünscht , dass ANGELUS APATRIDA ihren Sound auf Album Nummer vier erneut ein bisschen modifizieren würden und während an dieser Forderung sicherlich nichts verkehrt ist, so ist „The Call“ doch ein angenehmen ungestümes Thrash Metal-Album geworden, mit dem die Spanier ihren Platz in der Oberliga der Newcomer problemlos verteidigen können. Definitive Kaufempfehlung! | ||||||||||||||||||
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