.: SUCHE
Mehr aus den Genres
The Flight Of Sleipnir
Essence Of Nine
Doom Metal, Neofolk, Symphonic / Epic Metal, Viking Metal
6 von 7 Punkten
"Acht Hufen für ein Hallelujah"
The Elijah
I Loved I Hated I Destroyed I Created
Ambient, Indie, Post Rock
6 von 7 Punkten
"Atmosphäre trifft Emotion"
Scorpion Child
Scorpion Child
Retro Rock, Rock'n'Roll
6 von 7 Punkten
"Spinnennetz oder Skorpionstachel"
![]() |
| |||||||||||||||||
"Ursuppenbeschallung" | ||||||||||||||||||
| Endlich läuten TIAMAT ihren zweiten Frühling ein! Zum 22. Mal jährt sich die Veröffentlichung des gottgleichen Debüts schon; dessen - mit einigen zusätzlichen, erfreulich unmodernen Schlammspuren daherkommenden - Nachfolger erscheint dieser Tage unter einem völlig anderen Namen bei einem kleinen Ami-Label, eingespielt von einer komplett ausgewechselten Mannschaft und knallt ziemlich ordentlich. Klasse statt Masse, ohne Kompromisse - "Netherwards" verkörpert diese Einstellung mit jedem schleimig brodelnden Tentakel, den Dir die Männer ins Gesicht schnalzen. Dunkelrot rostende Gitarren tränken mit ihren hinunterziehenden, schwefeldurchtränkten Wänden den Boden in schwarzes Gift. Leichte Anflüge von fernschweifender Melancholie versinken ebenfalls in diesem Mahlstrom, der in seinen schnelleren Momenten mies gelauntem Todesblei im Sinne DEAD CONGREGRATIONs oder THORNESBREED huldigt. Auflockerung findet dieses schwere Gebräu durch aufbäumende Leads wie im Mittelteil zu "Estrangement", das einen immer weiter rollenden Dampfwalzen-Walzer hinlegt, vor dem selbst tote Götter demütig niederknien werden. NOLA-Sludge-Untertöne, die insbesondere das sich stets neu formierende Abschlussstück in die Finsternis treiben, runden das Gesamtbild durch einen wuchtigen Niederfrequenzkeller ab, der wiederum Legenden der Marke WINTERs ins Kurzzeitgedächtnis zurückholt, die wiederum weiß der Teufel nicht zu den fürchterlichsten Vorbildern aller Zeiten zählen. Doch soll trotz allem der Eindruck nicht entstehen, "Netherwards" lebe von formal guten Schablonenzeichnungen. Keineswegs. ANHEDONIST lehnen zwar mitunter kräftig an, kopieren aber nicht. Worte verlieren ihre Bedeutung, wenn die Leidenschaft, mit der die Seattler ihre Epen ausschraffieren, aber auch das Ohr für kleine Momente wie dem seufzenden Post-Rock-Intro zu "Estrangement" lassen das Herz eines jeden Death/Doom-Fans der alten Schule erweichen. Und jetzt los los, Samples hören und Kauflaune spüren! | ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
Kommentare







![CD Review: Convulse - Word Without God [Re-Release]](/images/cdcovers/cdcover_654254445.jpg)







