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Album:Kampen [Re-Release]
Genre:Black Metal
Label:Debemur Morti
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:06.11.09
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"III - Der Gipfel des Chaos"

Augenscheinlich vom Erfolg beflügelt, dauerte es nur ein Jahr, bis ARCKANUM 1998 ihr drittes Album „Kampen“ auf den Markt brachten. Nun sollte sich zeigen, ob Shamaatae den Standart halten kann, welchen er auf den beiden Vorgängern offeriert hatte. Wenn man sich den Releasetermin des vierten Full-Length „Antikosmos“ anschaut und sich diese zehn jährige Pause vorstellt, könnte man meinen „Kampen“ hätte nicht die Resonanz bekommen, die es sollte.

Das ist jedoch ein verquerer Gedankengang, denn auch „Kampen“ weiß zu überzeugen und schafft den kühnen Spagat zwischen schwedischer Mythologie, verpackt in Naturelementen und Naturklängen wie Vögel, Eulen, Donner, Wasser, Wind, als auch Waldleben und dem so viel rezitierten kalten Black Metal. Doch muss man festhalten, dass „Kampen“ weitaus chaotischer wirkt, als seine beiden Vorgänger, was nicht unbedingt negativ ist, das Hören jedoch anspruchsvoller macht. Wie oben schon gesagt, finden sich viele außermusikalische Elemente in den Songs, welche die Nähe zum Wald sehr präsent machen und Shamaataes „Chaosgnostik“ und Naturverbundenheit sehr stark in den Vordergrund rückt. Auf der schwarzmetallischen Ebene wurde der Sound etwas derber, dreckiger, die Riffs etwas thrashiger und das Drumming ein Stück druckvoller, zugleich der Gesamtklang etwas rasender, jagender und energiereicher. Man durchlebt viele Melodiewechsel, sowie Gesangswechsel, welche zu Teilen auch von einer Frau gesungen werden, oder Shamaatae wechselt selbst zwischen klarem Gesang und seinen kratzig, rauhen Screams. Man könnte meinen ARCKANUM haben mit „Kampen“ den Gipfel ihrer Kreativität erreicht, alle Elemente ausgeschöpft, welche sich ihnen darboten. Man trifft häufig auf Songs, welche von Vogelgezwitscher ein- als auch ausgeleitet werden, was das Gefühl eines Zyklus erweckt, als wären die Songs die Geräusche des Waldes in der Nacht und die Vögel markierten somit den Tagesanbruch. Auch sind die Songs etwas klagender geworden, teilweise sehr emotional, aber nie sentimental, sondern immer mit einem morbiden oder wütenden Grundton. Ein sehr schnelles, abwechslungsreiches und überaus interessantes Album, über das man sich Unmengen an Gedanken machen kann, darüber philosophieren, weshalb was wann eingesetzt wird. Man kann es jedoch auch schlicht hören und sich an Blastbeat-Penetration und schnellen Riffs erfreuen. Sehr solide, sehr angenehm. Eigentlich jedem zu empfehlen.

Dies ist nun das letzte Re-Release der Debemur Morti Reihe. Diachron betrachtet sollte es, wie in der Einleitung schon erwähnt ganze zehn Jahre dauern, bis „Antikosmos“ erschien, das vierte Full-Length ARCKANUMs. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Re-Releases für alle, welche die ersten Alben dieser Band noch nicht haben ein großartiger Geschichtsunterricht sind. Für diejenigen, welche diese Alben jedoch schon ihr Eigen nennen, nicht unbedingt notwendig, da keine zusätzlichen Songs oder ähnliches darauf zu finden sind. Trotz alledem eine gute Sache; Drei Alben, die man im Regal stehen haben sollte.

Trackliste:
1. Intro
2. Kamps Tekn
3. Frana
4. Tronan Yvir þusand Landskaps Mark
5. Pa Gruvstiigher Vandrum
6. Minir Natz Fughlir
7. Trulfylket, Raþz Ok Os
8. þe Hæmpndlystnir Fran Dimban
9. Nær Ok Fiær
10. Skipu Vidit Dunkel
11. þær Vindanir Dvælies
12. Sangin Kaos
Spielzeit: 01:13:16

Line-Up:
Shamaatae - All Instruments
Tobias Naumann [Necrologue]
10.12.2009 | 16:33
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