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Band: Arkona Homepage Arkona bei Facebook Metalnews nach 'Arkona' durchsuchenArkona
Album:Vozrozhdenie [Re-Issue]
Genre:Folk Metal, Pagan Metal
Label:Vic Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:24.10.08
CD kaufen:'Arkona - Vozrozhdenie [Re-Issue]' bei amazon.de kaufen
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"Russischunterricht I"

Folk/Pagan-Fans aufgepasst! Heute wird an dieser Stelle ein ganz besonderer Leckerbissen angeboten, für alle, die auf die eben genannte Musik stehen oder ansatzweise etwas damit anfangen können. Die Reise führt heute ins tiefe Russland. Ja richtig, nicht nach Skandinavien, sondern nach Russland! So erreichen uns dieser Tage gleich drei Re-Releases der Band ARKONA. Für viele an dieser Stelle wohl ein unbeschriebenes Blatt, welches nun erst einmal mit einem Namen verziert wurde. ARKONA beackern also die Folk/Pagan-Ecke – man darf meinen, dass man dieser Tage genug davon hat – darum soll an dieser Stelle gesagt werden, dass ARKONA nicht gewöhnlich sind. Neben der Tatsache, dass man sich traditioneller Musik verschrieben hat, spielen die Punkte, dass man in Russisch vorträgt und eine Frau singt, die gleichzeitig das Ruder in den Händen hält, eine gravierende Rolle. Dass die Band in Russisch singt und somit auch kyrillische Buchstaben in Text sowie auf Internet-Präsenz nutzt, macht die Sache nicht immer ganz einfach, doch einmal ganz vorne angefangen.

In unserem Alphabet lautet der Titel des Erstlings „Vozrozhdenie“ und bildet das erste von vier Alben, die die Band seit 2004 auf den Markt gebracht hat. Drei dieser Werke bringt man dieser Tage als Re-Release in die Läden und so bietet sich an dieser Stelle die Gelegenheit, in die Welt von ARKONA einzutauchen.

Die CD beginnt mit dem fast siebenminütigen Track „Kolyada“, welches ARKONA von einer Glanzseite präsentiert, jedoch noch nicht alle Fassetten der Band aufdeckt. In den ersten Sekunden hört man ein wunderschönes Intro, das einen sofort in eine andere Welt entführt, ehe es in die Vollen geht. Abwechslungsreich und im Hochgeschwindigkeitstempo [Speed-Metal] feuert die Band einen Track ab, der nur danach schreit, gehört zu werden. Sängerin Masha gibt sich dabei unheimlich eindrucksvoll und markant. Doch Masha ist nicht nur dafür da, eine markante raue Stimme an den Tag zu legen, nein, auch jeder gesprochene Part und fast alle Black/Death Growls sind von ihr eingesungen [Beispiel „Vozrozhdenie“] [Sollte ich mich nicht irren, ist sie auf diesem Album ebenfalls für die Flöte zuständig]. Die Band beackert dabei jedes Tempo, von Ballade [Rus'] über Power/Speed [„Kolyada“] bis hin zu Black Metal Blast Beat Orgien [„Pod Mechami „] ist alles dabei. Unheimlich eindrucksvoll und ergreifend sind hierbei die Instrumente in Verbindung mit Mashas Stimme. Ob nun durch Flöte, Geige oder einfach nur durch Keyboard-Sounds – man fühlt sich zu jeder Sekunde in einer ganz anderen Welt – eine Welt, in die ARKONA entführen wollen.

Mein Fazit zu „Vozrozhdenie“ von ARKONA fällt wie folgt aus: Auf ihrem Debüt schafft es die Gruppe um Frontfrau Masha, alle Register zu ziehen und ein musikalisch perfektes Werk hinzulegen, welches an Abwechslung, Ideenreichtum und Stimmung seines Gleichen sucht. Abzüge gibt es lediglich für das Drumherum. Die Produktion ist selbst beim Re-Release nicht unbedingt eine Glanzleistung, jedoch ist die zu verschmerzen. Ein weiterer Vorteil wäre es, wenn im Booklet nicht nur kyrillische Buchstaben, sondern vielleicht unser Buchstabensystem benutzt würde. Zumindest eine englische Version neben jedem Text würde die Sache viel einfacher und für manche viel interessanter machen. Letzter Punkt sollte eigentlich nicht stören, muss jedoch angesprochen werden. Mir persönlich gefällt es, doch ich muss zugeben, man muss sich daran gewöhnen, dass jemand auf Russisch singt. Das kann einen schon am Kaufen hindern, sollte es meiner Meinung nach aber nicht! Alles in allem eine runde, wunderbare Sache. Fraglich ist nur, warum man Könner wie ARKONA nach vier Alben als Untergrundtipp weiterleitet, während Bands wie AMON AMARTH und KORPIKLAANI für jedes Fingerschnippen aus der Hand gefressen wird [Damit soll nicht gesagt sein, dass AMON AMARTH/ KORPIKLAANI schlechte Musiker sind oder gar schlechte Musik machen!]. Am Ende eben wie in allem, wie immer eine Frage des Geschmacks…

Trackliste:
01 Kolyada
02 Maslenitsa
03 K Domu Svaroga
04 Vozrozhdenie
05 Chernye Vorony
06 Rus'
07 Brate Slavyane
08 Solntsevorot
09 Pod Mechami
10 Po Zverinym Tropam
11 Zalozhny
12 Zov Predkov
Spielzeit: 00:58:31

Line-Up:
Masha "Scream" – Vocals & Flute
Alexei "Lesiar" Agafonov – Vocals, Guitars
Sergei "Lazar" – Guitars
Ruslan "Kniaz" – Bass
Vlad "Artist" – Synths, drums
Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden]
02.11.2008 | 12:26
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