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Cover von Armored Saint -- Win Hands Down
Band: Armored Saint Homepage  Metalnews nach 'Armored Saint' durchsuchenArmored Saint
Album:Win Hands Down
Genre:Heavy Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:28.05.15
CD kaufen:'Armored Saint - Win Hands Down' bei amazon.de kaufen
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"Muss man haben!"

John Bush, der Mann, der einst das Angebot bei METALLICA einzusteigen ausschlug und später bei ANTHRAX gleich zwei Mal auf dubiose Weise gechasst wurde, hat die wahrscheinlich beste Stimme der Welt. Punkt. Natürlich gibt es technisch bessere Sänger, aber sein Timbre ist einfach einzigartig. Sein Gesang klingt wie nach Hause kommen. Eigentlich sollte John Bush auf jedem Album dieser Welt singen. Da wir aber in einer schlechten Welt leben, gab es seit seinem Gastauftritt auf LONG DISTANCE CALLINGs selbstbetiteltem Album 2011 keine Studioaufnahmen von Bush zu bestaunen. Umso schöner, dass sich seine Band, die tragischen Helden von ARMORED SAINT, früher eine der größten Metal-Hoffnungen, jetzt lockere Wochenend-Band, fünf Jahre nach dem letzten Werk „La Raza“ mal wieder ins Studio bequemt hat, um mit „Win Hands Down“ nebenbei eines der besten Alben ihrer Karriere abzuliefern.

Das Schicksal meinte es nie besonders gut mit ARMORED SAINT. Trotz Alben, die heute allesamt Klassikerstatus haben, wollte der 1982 in Los Angeles gegründeten Band der große Durchbruch auch mit Major-Deal nicht gelingen. 1990, kurz vor den Aufnahmen des vierten Albums „Symbol Of Salvation“ [1991], starb dann Gitarrist Dave Prichard an Leukämie. Die Band stellte das Album zwar fertig, war aber schon nicht mehr wirklich existent. John Bush nahm 1992 das Angebot von ANTHRAX an und besiegelte somit das Ende von ARMORED SAINT. Seit der Reunion 1999 sind die Kalifornier mal mehr, mal weniger aktiv – drei Alben in 16 Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Während „Revelation“ [2000] und „La Raza“ [2010] vermehrt mit Rock-Elementen spielten und der Metal immer mehr in den Hintergrund trat, haut „Win Hands Down“ wieder voll ins Mett. Das Album strotzt vor Spielfreude, Energie und großartigen Songs aus der Feder von Bassist Joey Vera [FATES WARNING, ex-CHROMA KEY], der seinerseits nach Cliff Burtons Tod wie sein Frontmann fast bei METALLICA gelandet wäre und inzwischen das ARMORED SAINT-Zepter fest in der Hand hält. Das neue Material enthält zwar Spuren des alten Sounds, ist aber gleichzeitig so modern wie zeitlos und entzieht sich geschickt irgendwelchen Unterschubladen. „Win Hands Down“ ist einfach nur Metal – und bereitet unglaublich viel Spaß. Schon der Opener und Titeltrack hat Hit-Potential, „Mess“ ist ein Ohrwurm erster Güte und das energische „With A Head Full Of Steam“ [hier liefert sich Pearl Aday, Tochter von MEAT LOAF und Frau von ANTHRAX-Gitarrist Scott Ian, ein tolles Gesangs-Duell mit John] ist ein tonnenschweres Highlight. Man mag es kaum glauben, aber es gibt wirklich keinen einzigen schwachen Moment auf „Win Hands Down“. Hier spielen Profis mit einer unglaublichen Spielfreude auf, die nichts und niemandem etwas beweisen müssen.

Nicht, dass ARMORED SAINT jemals ein schwaches Album aufgenommen hätten, aber dass die Band nach ihrer turbulenten Geschichte im Jahre 2015 noch einen Klassiker-Aspiranten veröffentlicht, damit konnte man nicht unbedingt rechnen. Ein Ohrenschmaus!

Trackliste:
01. Win Hands Down
02. Mess
03. An Exercise In Debauchery
04. Muscle Memory
05. That Was Then, Way Back When
06. With A Full Head Of Steam
07. In An Instant
08. Dive
09. Up Yours
Spielzeit: 00:51:00

Line-Up:
John Bush – Vocals
Phil Sandoval – Guitar
Jeff Duncan – Guitar
Joey Vera – Bass
Gonzo Sandoval – Drums
Michael Siegl [nnnon]
06.06.2015 | 12:21
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