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Cover von Armory -- World Peace... Cosmic War
Band: Armory bei Facebook Metalnews nach 'Armory' durchsuchenArmory
Album:World Peace... Cosmic War
Genre:Heavy Metal, Melodic Speed Metal
Label:High Roller Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:19.08.16
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"Krawall im All"

Die Burschen von ARMORY stammen aus der schwedischen Heavy Metal-Hauptstadt Göteborg und sind seit 2011 aktiv. Seit Gründung brachten sie es bisher allerdings lediglich auf zwei Demos, wobei das neueste erst im vergangenen Jahr erschienen ist und den grandiosen Titel „S.M.I“ trägt, was für „Speed Metal Island“ steht. Nun hat die Truppe mit „World Peace... Cosmic War“ ein volles Album zusammengestellt, das jüngst über das einheimische Label High Roller Records veröffentlicht wurde.

ARMORY betrachten sich nach eigener Aussage als Speed Metal-Band und ihr Debüt „World Peace... Cosmic War“ gibt ihnen Recht. Dabei scheint die Truppe nicht viel von aktuellen Produktionsstandards zu halten, denn diese Platte hat einen vorsichtig ausgedrückt reichlich analogen Sound. Soll heißen: Rumpelnder Bass und kratzende Gitarren nebst dumpfen Drums dominieren das Klangbild, der Gesang tritt leider etwas in den Hintergrund. Musikalisch setzen ARMORY auf kompromisslose Speed Metal-Attacken im oberen Tempo-Bereich, die dezent mit dem Thrash Metal flirten, dafür allerdings ein bisschen zu gradlinig ausfallen. Schon das eröffnende „Cosmic War“ zeigt, dass die Mannschaft auch nichts gegen Melodien einzuwenden hat und so haben die Schweden auf ihrem ersten vollen Album auch ein paar recht schmackhafte Hooks als Konrtrast zu Riff-Gewitter wie etwa „Hell's Fast Blades“ anzubieten. Sänger P. Andersson passt mit seinem rauen Organ schon ganz gut ins Gesamtbild, allerdings ist der Mann auf „World Peace... Cosmic War“ einerseits nicht besonders gut zu hören und hebt sich andererseits auch nicht groß von anderen Vertretern seiner Zunft an. Spielen können die Jungs aus Göteborg auf jeden Fall und so ist ihr Debüt auf den Punkt aufgenommen und hat auch einige schmackhafte Leadgitarren zu bieten. Allerdings setzt die Band eben mehr auf ungestüme Wildheit denn auf technische Finesse und so leben Songs wie „Spinning Towards Doom“ oder „Artificial Slavery“ und vor allem das punkige „Phantom Warrior“ mehr von ihrer rotzigen Attitüde in Tateinheit mit nicht gerade poliertem Sound anstelle von technischer Präzision und ausgefeilten Arrangements. Das Songwriting funktioniert bei ARMORY also ebenfalls bestens, wie auch das düster groovende „Without Days, Without Years“ zeigt, allerdings braucht hier niemand irgendwelche Überraschungen erwarten, denn die Schweden bewegen sich stets auf ausgetretenen Pfaden. Das tun sie allerdings mit sehr viel Spielfreude und so dürften Fans von basischem Speed Metal bei ARMORY voll auf ihre Kosten kommen.

Innovation gibt’s woanders und hochwertigen Sound sicherlich auch, aber dafür warten ARMORY auf ihrem Erstlingswerk mit breitbeiniger Attitüde und viel Energie auf. Wem Bands wie ENFORCER oder AMBUSH zu glattgebügelt sind und der gleichzeitig findet, dass etwa GEHENNAH mal ihre Instrumente lernen könnten, dem bieten ARMORY den perfekten Mittelweg. „World Peace... Cosmic War“ ist ein ebenso schnörkel- wie kompromissloses Speed Metal-Vergnügen für Fans von heftigen Metal-Songs mit versteckten Melodien.

Trackliste:
01. World Peace [Intro]
02. Cosmic War
03. High Speed Death
04. Hell's Fast Blades
05. Spinning Towards Doom
06. Without Days, Without Years
07. Artificial Slavery
08. Phantom Warrior
09. Final Breath
10. Space Marauders
Spielzeit: 00:41:59

Line-Up:
Konstapel P - Vocals
G.Sundin - Guitar
Ingelman - Guitar
Anglegrinder - Bass
Ace - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
29.08.2016 | 17:36
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