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Cover von Arsis -- We Are The Nightmare
Band: Arsis bei Facebook Metalnews nach 'Arsis' durchsuchenArsis
Album:We Are The Nightmare
Genre:Death/Thrash Metal, Melodic Death Metal, Progressive
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:18.04.08
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"So machen Alpträume Spaß!"

Das programmatisch betitelte „We Are The Nightmare” stellt die dritte Full Length der Amis von ARSIS dar, die sich im Vergleich zum Vorgänger „United In Regret” hörbar steigern konnten und nach wie vor eine sehr gut funktionierende Mischung aus technischem Melodic Death, Thrash Metal und einer Prise Black Metal bieten.

Von Anfang an wird auf hohem Niveau und in hohem Tempo, jedoch stets kontrolliert und versiert, eine Flitzefinger-Melodie nach der anderen rausgehauen, ohne jemals kitschig zu klingen und zum Glück auch nicht auf überstrapazierte Keyboard-Klänge zurückzugreifen. Über allem thront der fiese Keifgesang von James Malone, der ein wenig nach einer Mischung aus Mille [KREATOR], Jeff Walker [CARCASS] und Tompa Lindberg [AT THE GATES] sowie vereinzelten Black-Metal-Einflüssen klingt. Auch musikalisch will man sich nach wie vor nicht auf eine Schublade festlegen lassen, was der Musik ausgesprochen gut bekommt und durchgehend für Abwechslung sorgt. Hier tauchen mal neoklassisch beeinflusste Gitarrenläufe der Marke NECROPHAGIST auf [„My Oath To Madness“, „Failure’s Conquest“], dann folgen einige echt abgefahrene ‚Nintendo’-Parts der Marke BENEATH THE MASSACRE, treibende Thrash-Passagen oder auch zweistimmige Läufe à la AT THE GATES zu ihren besten Zeiten, die aufzeigen, dass ARSIS inzwischen zweifellos in der obersten Liga mitspielen. Jedoch mangelt es glücklicherweise bei aller Technik und Perfektion nicht – wie bei so vielen Bands – am notwendigen Groove [„Servants Of The Night“, „Overthrown“] und an schlüssigen und eigenständigen Songs, auch wenn die Scheibe durchaus ein paar Durchläufe erfordert, um sich aufgrund ihrer Komplexität nach und nach dem Hörer zu erschließen. Ist dieser Knoten erst geplatzt, funktioniert das mit Details nur so gespickte Material hervorragend, was zu einem nicht unbeträchtlichen Anteil der Verdienst von Stöckeschwinger Darren Cesca sein dürfte, der bei ARSIS nicht nur das tiefe Gegrunze übernimmt, sondern vielmehr durch sein äußerst tightes und einfallsreiches Drumming punkten kann. Zudem wurde „We Are The Nightmare“ mit einem coolen Arwork von Mark Riddick und einem nahezu perfekten und transparenten Sound von Zeuss und Alan Douches ausgestattet, der kaum Wünsche offen lässt.

„We Are The Nightmare“ ist ein vielschichtiges Scheibchen geworden, das vor guten Ideen, Abwechslungsreichtum, Aggressivität und ausgeklügelten Melodien nur so strotzt. Ingesamt werden zehn durchweg gelungene Perlen geboten, die sich erfreulich abseits des weitgehend ausgelutschen Melodic-Death-Genres bewegen und denen das geschickte Verbinden verschiedener Stilelemente sehr gut zu Gesicht steht. So machen Alpträume jedenfalls eine ganze Menge Spaß, sodass das ‚Make it or break it’-Album von ARSIS als klarer Gewinner über die Ziellinie geht!

Trackliste:
01. We Are The Nightmare
02. Shattering The Spell
03. Sightless Wisdom
04. Servants To The Night
05. Falling Winds Of Hopeless Greed
06. Overthrown
07. Progressive Entrapment
08. A Feast For The Liar’s Tongue
09. My Oath To Madness
10. Failure’s Conquest
Spielzeit: 00:39:56

Line-Up:
James Malone – Guitars, Vocals
Ryan Knight – Guitars
Noah Martin – Bass
Darren Cesca – Drums, Vocals
Alexander Eitner [soulsatzero]
11.04.2008 | 16:12
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