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Band: Artificial Brain Homepage Artificial Brain bei Facebook Metalnews nach 'Artificial Brain' durchsuchenArtificial Brain
Album:Infrared Horizon
Genre:Death Metal, Technischer Death Metal
Label:Profound Lore Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:21.04.17
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"Ungleiche Geschwister?"

Mit „Infrared Horizon“ präsentieren die New Yorker Science-Fiction/Tech-Deather ARTIFICIAL BRAIN ihr zweites Studioalbum.

Und wer bemerkt, dass die Langrille wieder auf Profound Lore Records erscheint, weiß zudem sofort, dass es sich hier um eher sperrige Kost handeln dürfte. Dabei knüpft das Quintett an das überaus gelungene Debüt „Labyrinth Constellation“ an, setzt diesmal aber etwas mehr auf Black-Metal-Einflüsse, die sich vor allem in der Gitarrenarbeit äußern. Das funktioniert insgesamt gut, kommt aber nicht an die Durchschlagskraft des Debüts heran – wobei genau dies Geschmackssache sein dürfte, denn die beiden Alben stammen zwar hörbar von ein und derselben Band, sind aber eben etwas ungleiche Geschwister. Dabei haben ARTIFICIAL BRAIN natürlich nichts Grundlegendes geändert: tiefe [auf Dauer leider etwas eindimensionale] Growls, die durch gelegentliches Gekeife aufgelockert werden, Herangehensweisen im Gitarrenbereich à la GORGUTS oder KRALLICE, will heißen: progressiv, verschachtelt und nicht auf Eingängigkeit abzielend, sowie ein düsteres Gesamtkonzept, das tatsächlich wenig mit allem Irdischen/Menschlichen zu tun hat und auch musikalisch so umgesetzt wurde. Dabei überzeugt die Band – übrigens produktionstechnisch wieder exzellent von Colin Marston [u.a. GORGUTS] in Szene gesetzt; man kann wirklich jedes Detail heraushören – mit solchen Songs wie „Floating In Delirium“ oder auch „Static Shattering“, während z.B. der Rausschmeißer „Ash Eclipse“ ein wenig ins Leere läuft und keine wirklich neuen Akzente mehr zu setzen vermag – hier wäre weniger mehr gewesen und „Graveyard Of Lightless Planets“ ein würdiges Ende gewesen.

ARTIFICIAL BRAIN liefern mit Album Nummer 2 insgesamt ein gelungenes Album ab, das allen Freunden der Band gut reinlaufen dürfte. Dennoch kommen die New Yorker nicht ganz an ihr beeindruckendes Debüt heran, sodass es für die nachfolgenden Alben durchaus noch Luft nach oben bzw. abrufbares Potenzial gibt. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, wohin die weitere musikalische Reise von ARTIFICIAL BRAIN geht, denn interessant sind die New Yorker allemal.

Trackliste:
01. Floating In Delirium
02. Synthesized Instinct
03. Static Shattering
04. Estranged From Orbit
05. Infrared Horizon
06. Anchored To The Inlayed Arc
07. Mist Like Mercury
08. Vacant Explorer
09. Graveyard Of Lightless Planets
10. Ash Eclipse
Spielzeit: 00:47:45

Line-Up:
Will – Vocals
Jon Locastro – Guitars
Dan Gargiulo – Guitars, Vocals
Samuel Smith – Bass, Vocals
Keith Abrami – Drums, Vocals
Alexander Eitner [soulsatzero]
29.04.2017 | 19:30
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