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Cover von Artillery -- Legions
Band: Artillery Homepage Artillery bei Facebook Metalnews nach 'Artillery' durchsuchenArtillery
Album:Legions
Genre:Heavy Metal, Thrash Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:22.11.13
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"Denn unser sind viele"

Nachdem Sänger Søren Nico Adamsen seinen Posten bei den dänischen Thrash Metal-Urgesteinen ARTILLERY im vergangenen Jahr aufgab, fand die Truppe mit Herrn Michael Bastholm Dahl sogleich adäquaten Ersatz. Etwa zeitgleich nahm auch Drummer Carsten Nielsen seinen Hut, doch all das hielt die Truppe nicht davon ab, mit ihrem neuen Album „Legions“ einen Vertrag mit Metal Blade Records zu ergattern.

Mit orientalischen Gesäusel nebst Weltmusik-Charakter, welches sodann vom typisch treibenden ARTILLERY-Riffing abgelöst wird, findet „Legions“ über „Chill My Bones [Burn My Flesh]“ einen reichlich ähnlichen Einstieg wie sein Vorgänger „My Blood“. Mit dem folgenden „God Feather“ gibt’s dann eine weitaus thrashigere Nummer und spätestens zu „Legions Of Artillery“ zeigt die Truppe dann, dass sie auf ihrem neuen Album einmal mehr ziemlich genau in der Mitte zwischen Thrash und Heavy Metal rangiert. Bleibt also alles beim Alten? Eigentlich schon und das ist auch gut so, denn ARTILLERY waren stets Garant für schwermetallene Qualität. Weil es mit Sänger Adamsen so gut funktioniert hat, suchten die Dänen sich mit Neuzugang Dahl natürlich einen Ersatz, der dem Mann weitgehend ähnlich ist, aber natürlich sind Unterschiede festzustellen: Der Neuling klingt etwas weniger nach IRON MAIDEN-Stimme Bruce Dickinson als sein Vorredner und hat damit vielleicht ein kleines bisschen weniger Charakter in der Stimme, macht auf „Legions“ aber dennoch einen hervorragenden Job und passt aufgrund der erwähnten Ähnlichkeiten auch bestens zum Sound von ARTILLERY – besonders im episch angelegten „Global Flatline“ sowie der äußerst gelungenen Power Ballade „Enslaved To The Nether“ zeigt der Mann eindrucksvoll, wozu er fähig ist. Ansonsten gibt es auf dem neuen ARTILLERY-Album gewohnt schmackhafte Kost in Form von gelungenen Thrash Metal-Brechern wie „Dies Irae“ und „Anno Requiem“, die wie immer vom gelungenen Riffing und Leadgitarrenspiel der Gebrüder Stützer befeuert werden. Auch in Sachen Produktion hat die Truppe offenbar beschlossen, keinerlei Experimente zu machen und so klingt „Legions“ ziemlich genau so wie seine beiden Vorgänger – warum auch etwas ändern, wenn es funktioniert? Die Erstpressung kommt übrigens mit Neuaufnahmen der beiden Klassiker „The Almighty“ und „Eternal War“ – ursprünglich vom 1985er Debüt „Fear Of Tomorrow“ – allerdings lagen uns die Nummer zum Zeitpunkt der Rezension nicht vor.

So gut wie auf ihrem überragenden Comeback-Album „When Death Comes“ sind ARTILLERY auch auf „Legions“ nicht, aber die Platte kann ohne Schwierigkeiten mit ihrem direkten Vorgänger mithalten und zeigt den neuen Frontmann von seiner besten Seite. Die Dänen haben sich ganz offensichtlich von den Umbrüchen des letzten Jahres keineswegs einschüchtern lassen und geben Fans mit ihrem neuen Album genau das, was diese von ihren Helden erwarten.

Trackliste:
01. Chill My Bones [Burn My Flesh]
02. God Feather
03. Legions
04. Wardrum Heartbeat
05. Global Flatline
06. Dies Irae
07. Anno Requiem
08. Enslaved To The Nether
09. Doctor Evil
10. Ethos Of Wrath
Spielzeit: 00:46:33

Line-Up:
Michael Bastholm Dahl - Vocals
Morten Stützer - Guitar
Michael Stützer - Guitar
Peter Thorslund - Bass
Josua Madsen - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
22.11.2013 | 13:14
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