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Band: Asaru Homepage Asaru bei Facebook Metalnews nach 'Asaru' durchsuchenAsaru
Album:From The Chasms Of Oblivion
Genre:Black Metal, Black/Thrash Metal
Label:Schwarzdorn Productions
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:18.05.12
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"Black und Thrash geht doch!"

Die deutsch-norwegischen Black Metaller ASARU haben eine interessante Geschichte hinter sich. Seit ihrer Gründung 1995 haben sie es nach mehrfachen Veränderungen im Line-Up bis zum Split 2007 nur auf zwei Demos + EP gebracht und Kopf der Gruppe Frank Nordmann blieb seinem Namen treu und zog nach Oslo um. Vor seinem Umzug wurde das Debüt „Dead Eyes Still See“ im August 2006 noch im Kohlekeller Studio eingetrümmert, blieb dank fehlendem Label allerdings in der Schublade der Band liegen und das Abschiedskonzert am 3. März 2007 wurde zum Besten gegeben. Als 2009 plötzlich ARTicaz Records Interesse an der Veröffentlichung des verschollen geglaubten Albums meldete, formierte Nordmann ASARU erneut unter seiner Obhut mit Sebastian Wilkins am Schlagzeug und spielte im Kohlekeller ihre zweite Scheibe „From The Chasms Of Oblivion“ ein.

So viel zur Geschichte der Kapelle, widmen wir uns lieber der Schwarzwurzel, die dem geneigten Gourmet vorgesetzt wird. ASARU bewegen sich vornehmlich im eisigen Norwegen der Mid-90er mit einem deftigen Schuss Thrash für die Abwechslung und drücken bereits mit dem tighten Opener „The Eyes Of The Dead“ das Gaspedal auf den Asphalt durch, wenn nach einer kurzen Black Metal-Raserei groovig nach vorne gethrasht wird. Während andere Bands den Black/Thrash mit öden Dümpelriffs ohne Gespür für jegliche Melodien und Atmosphäre interpretieren, gehen die Männer um Nordmann deutlich geschickter an die Sache ran. Zum einen wissen sie, dass noch ein anderes Tempo als 210 BPM existiert und fädeln neben Blastbeats auch Mid-Tempo-Parts ein, in denen ihre Vorbilder so richtig durchscheinen. „At Night They Fly“ könnte genauso gut als Begleitmusik zu einem Spaziergang durch den norwegischen Winter dienen, eisige Leads im gemäßigten Tempo herrschen gegenüber den Blast-Eruptionen vor und erzeugen eine eiskalte Atmosphäre. Alle neun Lieder laufen nach diesem Schema ab, ASARU schlagen entweder die Drums zu Brei, thrashen was das Zeug hält oder nehmen das Tempo für imposante Melodien raus, bevorzugt werden alle drei Stilmittel in sämtlichen Liedern verwendet. Dadurch entsteht zwar eine Menge Abwechslung innerhalb eines Songs, jedoch pendelt sich die durchschnittliche Songlänge bei über sechs Minuten ein, wodurch „From The Chasms Of Oblivion“ bei einer Spielzeit von knapp einer Stunde auf Dauer etwas ermüdend wirkt. Dies bedeutet trotzdem nicht, dass man sich keine Überraschungen überlegt hat. In „Fortapt i dødens favn” singt der Wahlnorwege Nordmann auf der Heimatsprache seines neuen Wohnorts und wird zwischendurch von einem tiefen Männerchor unterstützt, der die düstere Atmosphäre untermalt. Im darauffolgenden „Nebel“ darf man die gurglig-bösartigen Vocals des Frontmanns auch auf Deutsch erleben, das zusammen mit den bisher genannten Stücken zu den stärksten Songs auf der Platte zählt. Produktionstechnisch leisten sich ASARU keine Blöße und haben sich im Kohlekeller einen äußerst druckvollen Sound auf den Pelz schreiben lassen. Anstatt verkrampft auf old-school und trve-getrimmt eine stümperhafte Rumpelkulisse zu kreieren, kann man einzelne Riffs und Instrumente ohne Probleme wahrnehmen und das technische Können der Mitglieder bestaunen.

ASARU bieten einen explosiven Cocktail aus eisiger Nordkälte, düsterem Black Metal und peitschendem Thrash, der sich vor den Genregrößen aus Skandinavien nicht zu verstecken braucht. Der Gesang von Nordmann bewegt sich auf einem hohen Niveau und die Produktion unterstreicht gelungen die eindrucksvolle Leistung auf „From The Chasms Of Oblivion“, das jeder aufgeschlossene Schwarzwurzel-Fanatiker mit Hang zum groovenden Thrash unbedingt antesten muss. Den Sprung auf das ganz große Treppchen verwehrt die etwas zu lange Spielzeit und die damit einhergehende Ermüdung, wenn man sich das Album am Stück geben will.

Trackliste:
1. The eyes of the dead
2. At night they fly
3. Under the flag
4. Blind obedience
5. Fortapt i dödens favn
6. Nebel
7. Beyond the bonds of time
8. Invoking the serpent of death
9. World on fire
Spielzeit: 00:57:31

Line-Up:
Frank Nordmann - All strings & vocals
Sebastian Wilkins - Drums
Petter Myrvold - Bass
Nico Carvalho [Champ]
17.06.2012 | 14:37
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