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"Die Lizenz für den Old-School-Death-Metal?" | ||||||||||||||||||
| Drei Jahre nach der hochgelobten Comeback-Scheibe „Death... The Brutal Way“ schicken die niederländischen Doom/Deather ASPHYX mit „Deathhammer“ ein weiteres Langeisen ins Rennen und beweisen damit, dass die Reunion absolut keine Eintagsfliege war. Dabei zeigt das Quartett vor allem seine temporeichere Seite im Verlauf der nächsten 47 Minuten, z.B. im rasanten Titelstück, „Reign Of The Brute“ oder auch „Vespa Crabro“. Die klebrig-zähe Doom-Facette, mit der ASPHYX vor allem in den Anfangsjahren wesentlich offensiver umgingen, rückt hingegen noch deutlicher als auf „Death... The Brutal Way“ in den Hintergrund, was ein wenig schade ist, da genau dies meiner Meinung nach die stärkere Seite der Truppe ist und ein Titel wie „As The Magma Mammoth Rises“ somit musikalisch leider nicht ganz hält, was er verspricht. Doch keine Angst, denn das ist letztlich sowieso alles Geschmackssache, und mit dem grandiosen „Minefield“ sowie dem simpel gehaltenen „We Doom You To Death“ gibt es natürlich trotzdem einige Doom-Einsprengsel/Nummern. Beispielsweise auch im schleppenden Mittelteil von „Der Landser“, mit dem sich die Niederländer – trotz wohlgemerkt deutlich unpolitischer Einstellung – thematisch vielleicht nicht bei allen beliebt machen werden. Rundherum gibt es dann natürlich die ASPHYX-typische Riff-Breitseite mit Old-School-Flair, kraftvolles Drumming und das markante Keifen und Gekrächze von Martin van Drunen, der sich erneut in Bestform zeigt. Produktionstechnisch hat man sich diesmal wieder für die langjährigen Mitstreiter Harry Wijering sowie Dan Swanö entschieden, sodass „Deathhammer“ einen schön knarzigen, rauen, im Gitarrenbereich teilweise jedoch etwas dünnen Sound hat, der gerne etwas mehr Wucht haben könnte. Das typische ASPHYX-Sägen sowie das tiefe Basswummern erinnern dann wiederum an glorreiche „The Rack“-Zeiten, während auch Axel Herrmann mit dem an das „Hexenhammer“-Buch angelehnten Artwork wieder für die gelungene visuelle Untermalung gewonnen werden konnte. Old-School-Death-Fans und insbesondere ASPHYX-Anhänger können bei „Deathhammer“ blind zugreifen und werden keineswegs enttäuscht sein. Wer hingegen große Überraschungen erwartet oder gar ein Album, das die Frühwerke in den Schatten zu stellen vermag bzw. an diese heranreicht, wird auf „Deathhammer“ nicht gänzlich fündig werden – aber mal ganz ehrlich: Beides war so oder so nicht anzunehmen. Insgesamt also eine weitere gute bis starke Scheibe der Niederländer, die zeigt, dass ASPHYX längst noch nicht alles gesagt haben und nach wie vor richtig Bock auf die Old-School-Keule haben! Ob ASPHYX aber nun den „einzig wahren Death Metal“ für sich beanspruchen dürfen, muss dann doch jeder für sich selbst entscheiden... | ||||||||||||||||||
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