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Cover von Asrai -- Pearls In Dirt
Band: Asrai Homepage Asrai bei MySpace.com Metalnews nach 'Asrai' durchsuchenAsrai
Album:Pearls In Dirt
Genre:Gothic Metal, Rock
Label:Season Of Mist
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:16.11.07
CD kaufen:'Asrai - Pearls In Dirt' bei amazon.de kaufen
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"22 Jahre reichen nicht!"

Ach Du Scheiße, was ist denn das? Das wohl kitschigste Cover des Jahres 2007 liefern uns ASRAI. Ein Comic-Style, der an „Die kleine Gruftschlampe“ erinnert, verniedlichte Totenköpfchen, ein kleines, pseudomysteriöses Mädchen mit roten Rosen in der Hand und auf der Rückseite lila [!!!] Plüsch-Fledermäuschen mit kleinen spitzen Zähnchen. Ne, wat süß. DAS braucht die Welt also? Nein, sicher nicht, was das Artwork angeht. Dafür aber umso mehr die Musik der Holländer, denn ASRAI liefern mit „Pearls In Dirt“ ihren gerade mal vierten Longplayer in sage und schreibe 22 Jahren Bandgeschichte ab, und das Ding kann was!

Freunde von GARBAGE, EVANESCENCE oder WITHIN TEMPTATION dürfen sich über eine willkommene Abwechslung freuen, denn ASRAI schlagen in genau diese Kerbe, wissen allerdings viel weitläufiger zu überzeugen. ASRAI spielen einen gelungenen Mix aus Gothic, Rock, Metal und auch Freunde des Industrial dürften sich vereinzelt an einigen Einlagen erfreuen. Kurz: Ein feines Soundsüppchen mit nur den besten Zutaten der jeweiligen Genres.
Nach so vielen Jahren sollte man wohl voraussetzen, dass die Band eine gewisse Erfahrung mitbringt, so dass ein Auslassen über musikalische Patzer oder Gesangskritik hoffentlich unangebracht wäre. Das will ich hiermit auch gleich bestätigen, denn Sängerin Margriet beeindruckt ab der ersten Sekunde des Albums mit kraftvollem, ausdrucksstarkem und vor allem authentischem Gesang. Hier ist eine Menge Herz zu finden und besonders die Tatsache, dass die Frontfrau nicht nur melancholisch vor sich hin wimmert, sondern auch mal kräftig aus sich heraus kommt, verleiht dem Silberling eine wunderbar emotionale Ehrlichkeit. Bereits die ersten drei Songs sind kleine Hits für sich, bevor es mit „Go“ ein wenig dünn zur Sache geht. Irgendwie empfinde ich den Song als eher unpassend, verglichen mit dem tollen Rest des Albums. Man kann nicht alles haben, aber ganz rund wirkt das Album daher leider doch nicht. In Sachen Produktion kann man wiederum nicht meckern, denn der glasklare Sound und ein perfekter Mix machen „Pearls In Dirt“ erst richtig lebendig.

Fazit: ASRAI werden allen Fans oben genannter Bands sehr gut gefallen und könnten es sogar vereinzelt schaffen, den kommerziellen Größen den Rang abzulaufen. Also, Mrs. Hartzler, ziehen Sie sich warm an. Zumindest bei mir ist das mit „Pearls In Dirt“ nämlich überraschend schnell passiert. Hier geht es deutlich ehrlicher ans Werk und die Arbeit, die drin steckt, ist quasi fühlbar. Ein schönes Album für zwischendurch, wenn es eben mal nicht immer nur knüppeln und schreddern soll. Ich jedenfalls werde es nicht bei diesem Album belassen und gern in weitere Werke investieren, sollten sie denn in Zukunft kommen. Meine persönliche Überraschung in diesem Jahr!

Trackliste:
01. Delilah’s Lie
02. Your Hands So Cold
03. Stay With Me
04. Go
05. Lost
06. Something I Said
07. Awaken
08. Sour Ground
09. Roses
10. Chain Me
Spielzeit: 00:43:07

Line-Up:
Margriet – Vocals
Martin – Bass
Manon – Keyboard, Violine
Rik – Gitarre
Karin – Drums
Patrick Franken [Border] | 09.11.2007 | 17:29

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