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Cover von At The Gates -- At War With Reality
Band: At The Gates Homepage At The Gates bei Facebook Metalnews nach 'At The Gates' durchsuchenAt The Gates
Album:At War With Reality
Genre:Death Metal, Melodic Death Metal
Label:Century Media
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:24.10.14
CD kaufen:'At The Gates - At War With Reality' bei amazon.de kaufen
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"Willkommen zurück!"

Sage und schreibe 19 Jahre sind seit dem letzten Studioalbum, „Slaughter Of The Soul“, der schwedischen Melo-Deather AT THE GATES vergangen, während denen die Band größtenteils brach lag. 2007/2008 folgte dann die Reunion für einige Festivals und eine ganze Zeit lang die Versicherung, dass ein neues Studioalbum [eine Sache, die durchaus auch schiefgehen kann] nicht geplant sei. Doch es kommt immer anders als man denkt, denn nun liegt mit „At War With Reality“ das Comeback-Album der Göteborg-Deather vor.

Und bei der immensen Erwartungshaltung und dem hiermit verbundenen Druck lässt sich gleich eines sagen, nämlich: alle Achtung! Zwar kommen die Mitbegründer des Gothenburg-Stils nicht an ihre Glanztaten heran – und nein, hier ist nicht nur die Rede von „Slaughter Of The Soul“, das zugegebenermaßen am eingängigsten war, sondern vor allem von den brillanten und teils noch recht ungestümen/vertrackten „The Red In The Sky Is Ours, „With Fear I Kiss The Burning Darkness“ oder auch „Terminal Spirit Disease“ –, doch AT THE GATES machen sich anno 2014 mit „At War With Reality“ absolut keine Schande. Natürlich haben sich die Bandmitglieder über die Jahre hinweg verändert und weiterentwickelt, haben jede Menge Erfahrungen gesammelt [z.B. bei DISFEAR, LOCK UP, VALLENFYRE, THE HAUNTED, PARADISE LOST etc.], und der Zahn der Zeit hat ebenfalls seine Wirkung gezeigt – siehe vor allem Tompas Stimme, der längst nicht mehr so schrill kreischen kann wie in den Anfangstagen. Das ist aber halb so wild, denn man muss dem Quintett attestieren, dass sie hier keinen Schnellschuss und auch kein uninspiriertes „Slaughter Of The Soul, Part 2“ abliefern, sich die Sache gut überlegt haben [es gab schließlich einiges zu verlieren] und alles in allem ein wirklich rundes Album geschrieben haben, das ganz einfach Spaß macht. Zu jedem Zeitpunkt ist die unverkennbare Handschrift der Björler-Zwillinge spürbar, die wieder einige großartige [zweistimmige] Melodien geschrieben haben, während die restliche Band – unterstützt durch die sehr gute, teils etwas basslastige Produktion – ebenfalls ganze Arbeit leistet – allen voran Drummer Adrian Erlandsson. Und da wären eben solche Knaller wie z.B. „The Conspiracy Of The Blind“, „Head Of The Hydra“, „The Circular Ruins“ und „Eater Of Gods“, die AT THE GATES von ihre Schokoladenseite zeigen, sodass auch der eine oder andere minimale Durchhänger gut verschmerzt werden kann. Hinzu kommt ein spannendes, recht philosophisch angehauchtes Konzept von Tompa Lindberg, in dem es um das literarische Genre des „Magic Realism“ geht [siehe auch Interview]. Dies wurde wiederum durch den Künstler Costin Chioreanu sehr interessant umgesetzt, indem jeder Song mit einem eigenen Artwork versehen wurde, wobei das eigentliche Cover-Artwork meiner Ansicht nach zwar viel Raum für eigene Interpretationen lässt, aber nicht ganz so der Knaller geworden ist – aber das ist Geschmackssache.

Insgesamt zeigen AT THE GATES, dass ein Comeback-Album prima funktionieren kann, man damit die alten Fans nicht vor den Kopf stoßen muss und diese schwierige Gratwanderung durchaus zu schaffen ist. Vielleicht besteht auch die Kunst darin, „At War With Reality“ möglichst nicht mit den alten, allesamt etwas unterschiedlichen Werken zu vergleichen, sondern primär als für sich selbst stehendes Album einer Ausnahmeband zu betrachten. Vor allem dann mausert sich die Scheibe nach mehreren Durchläufen spürbar und offenbart etliche sehr schöne Details, die ganz klar das Gütesiegel AT THE GATES tragen, auch wenn wir es hier nicht mit einem völligen Überflieger zu tun haben. Fazit: Daumen nach oben!

Trackliste:
01. El Altar Del Dios Desconocido
02. Death And The Labyrinth
03. At War With Reality
04. The Circular Ruins
05. Heroes And Tombs
06. The Conspiracy Of The Blind
07. Order From Chaos
08. The Book Of Sand [The Abomination]
09. The Head Of The Hydra
10. City Of Mirrors
11. Eater Of Gods
12. Upon Pillars Of Dust
13. The Night Eternal
Spielzeit: 00:44:25

Line-Up:
Tomas Lindberg – Vocals
Anders Björler – Guitars
Martin Larsson – Guitars
Jonas Björler – Bass
Adrian Erlandsson – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
21.10.2014 | 11:47
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