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Album:Skylight
Genre:Ambient, Avantgarde, Post Rock
Label:Napalm Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:30.03.12
CD kaufen:'AtomA - Skylight' bei amazon.de kaufen
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"Verzaubernd und abgespact"

Manche LeserInnen können sich vielleicht noch das Album „Fallout“ der schwedischen Doom und Death Metaller SLUMBER erinnern, welches im Jahre 2004 via Karmageddon Media das Licht der Welt erblickt hat. Diese Band hat sich 2011 entschieden endgültig aufzuhören und hat gleichzeitig ein neues Projekt, welches den Namen ATOMA trägt, ins Leben gerufen. Mit dem ersten Album „Skylight“ konnte man sich dann auch gleich einen Deal mit Napalm Records sichern. Schauen wir also einmal, ob uns hier auch wieder Doom/Death Metal erwartet.

Dies ist keineswegs der Fall. Stattdessen zelebrieren ATOMA 48 Minuten lang eine Mischung aus Post-Rock mit metallischen Einflüssen, Ambient und Chillout-Musik. Dabei fällt vor allem auf, dass die Band sehr viel mit sphärischen Momenten spielt, welche hauptsächlich durch das Keyboard erzeugt werden. Dies macht Sinn, wenn man das Konzept der Band bedenkt. ATOMA erzählen nämlich die Geschichte von Astronauten, welche von der unwirtlichen Erde der Zukunft geflohen sind und jetzt nach einer neuen Heimat suchen. Diese Gefühle von Einsamkeit und Verlorenheit im Weltraum sowie Hoffnung auf eine neue Zufluchtsmöglichkeit werden in der Musik auch tatsächlich umgesetzt und exzellent intoniert. Auch ohne die Geschichte zu kennen und ohne zu wissen, was die Band sich eigentlich bei der Erzeugung ihrer Musik gedacht hat, denkt man beim Hören automatisch an den Weltraum und auch melancholische Gefühle stellen sich wie von selbst ein. Dies gelingt, wie schon erwähnt, speziell durch die sphärischen Keyboards, aber auch durch die Chöre, durch die schönen Gitarrenmelodien und durch die Vocals der verschiedenen SängerInnen. Das Herausragende an ATOMAs Musik ist sicherlich die Abwechslung und die Kombination von ruhigen, schnellen, harten und [nahezu] zärtlichen Momenten. Auch diverse Einspielungen, wie zum Beispiel verzerrte Stimmen von Menschen, die mithilfe eines Funkgerätes zu kommunizieren scheinen, tragen zur Atmosphäre enorm bei. Hier stimmt einfach alles. Besonders gut ist das beim Titeltrack „Skylight“ gelungen, welcher mit treibenden Drums und harschen Vocals beginnt, sich dann eine Ruhepause gönnt und mit epischem Melodien und klarem Gesang zuende geht. Solche Kombinationen verschiedener Elemente finden sich immer wieder auf dem Album. Hin und wieder übertreibt man es etwas mit dem Bombast und mit den epischen Keyboard-Sounds, aber das ist verzeihbar. HörerInnen, die gerne heftige Drums und schnelle Gitarren-Riffs um die Ohren gehauen bekommen, werden hier etwas enttäuscht sein, denn es finden sich sehr viele ruhige Passagen beziehungsweise Songs auf „Skylight“, die sich sehr gut in den Kontext des Albums einfügen, aber mit Heavy Metal nicht mehr viel zu tun haben. Beispiele dafür wären die Tracks „Solaris“ und „Saturn & I“. Die metallische Fraktion dürfte eher bei Songs wie „Hole In The Sky“ und „Resonance“ auf ihre Kosten kommen.

ATOMA verlangen den HörerInnen vor allem ein offenes Ohr ab und lassen sich nicht von konventionellen Strukturen im Metal/Rock-Bereich einschränken. Mir fällt es schwer eine Band zu finden, die vergleichbar klingt. Etwas klischeehaft konnte man sagen, dass es eine vielfältigere und harschere Version von GOD IS AN ASTRONAUT ist. Aber dieser Vergleich ist für beide Bands unfair, da sie offensichtlich verschieden an ihre Musik herangehen. ATOMA dürfte eine jener Bands sein, bei welcher es sich lohnt einmal reinzuhören, um herauszufinden, ob man mit der Vielfalt der Einflüssen zurechtkommt. Sich einen Track alleine anzuhören, wird allerdings nicht reichen. Für mich ist das Album jedenfalls ein echter Geheimtipp – schon alleine deshalb, weil es [für den Metal/Rock-Bereich] unkonventionell ausgefallen ist.

Trackliste:
01. Atoma
02. Skylight
03. Hole In The Sky
04. Highway
05. Bermuda Riviera
06. Resonance
07. Solaris
08. Rainmen
09. Saturn & I
10. Cloud Nine
Spielzeit: 00:48:00

Line-Up:
Ehsan Kalantarpour - Gesang/Synthies
Markus Hill - Gitarre
Siavosh Bigonah - Bass
Oscar Borgenstam - Drums
Christian Älvestam - Rhythmus-Gitarre/Gesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
04.05.2012 | 21:54
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