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Cover von Aurvandil -- Ferd
Band: Aurvandil bei Facebook Metalnews nach 'Aurvandil' durchsuchenAurvandil
Album:Ferd
Genre:Black Metal
Label:Eisenwald Tonschmiede
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:07.01.11
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"Gepriesene Nostalgie"

Laut Label-Wisch haben wir es mit einem Werk zu tun, das rein von seiner Aura her am Anfang der zeitlichen Black-Metal-Skala einzuordnen ist, wörtlich irgendwann zwischen "91 - 93". Das klingt zunächst spannend, schließlich erlebten in dieser Periode so manche norwegischen Größe gerade ihre Blüte- [ENSLAVED, IMMORTAL] beziehungsweise ihre Hochzeit [DARKTHRONE]. Man sagt AURVANDIL nach, sie hätten es geschafft, den Geist des nordischen Svartmetalls sogar so detailgetreu heraufbeschwören zu können, dass nicht mehr viel an die Klasse der Demos von Ivar & Grutle fehlt. Vollmundige Behauptungen der Extraklasse also, um gefühlte 100 Endkunden hervor zu locken. Ob der nach seinem Unterfangen benannte Einzelkämpfer auch jenseits der geographischen Benachteiligung [in der Normandie liegen keine bekannten Fjorde] und der Inanspruchnahme eines weiteren Eintrages aus dem Mythologie-Namensregister imstande ist, einen bleibend positiven Eindruck zu hinterlassen.

Bei "Ferd" handelt es sich keineswegs um den ersten Versuch von AURVANDIL, etwas in diesem Genre zu reißen, was man dem Dargebotenen hier insbesondere hinsichtlich des handwerklichen Geschicks sowie dem Verständnis für erinnerungswürdige Song-Aufbauten anmerkt. Die meiste Zeit über mit Vollgas unterwegs, gönnt man sich keine großartigen Verschnaufpausen, sondern verweilt gelegentlich in durchaus an die frühe ENSLAVED-Ära reminiszierende Keyboard-Zwischenabschnitten, die mit ihrem schwer hängenden, simplen Aufkommen an traurigen Melodien für kurze Gänsehaut-Flashs sorgen. Einen sehr guten Kontrast dazu bieten die schreiend scharfen Axt-Stürme im konstanten Stakkato-Takt, welche mit mehr Waffen als Taktik auf den Hörer losgehen und dabei Rückendeckung vom ebenso flott zustechenden, zum Glück aber nicht den sechssaitigen Kompagnon 1:1 kopierenden Langholz bekommt. Diese Mischung funktioniert auch im Langzeittest überraschend gut, weil typische Fallen wie der Drang, irgendwelche Nudel-Solos oder anderweitigen übertechnischen Quatsch auf Platte zu pressen, ebensowenig das Geschehen negativ beeinflussen wie eventuelle stilistische Experimente. Sämtliche Stücke umgehen diese von gefühlten zig Millionen Combos gemachten Fehler und lassen die einzelnen Elemente stimmungsvoll zusammenkommen, um in Stücken wie "Through Hordanes Land" den vielfach zitierten Geist der alten Tage neue Entfaltungsmöglichkeiten zu verschaffen.

Gemessen an der hiesigen Leistung ist AURVANDIL eine große Zukunft beschienen - vorausgesetzt, man trennt sich von dem nervös tickenden Steinzeit-PC-Klopfer und ersetzt ihn wahlweise mit einem lebenden Original oder einer aktuelleren, weniger offensichtlich nach I und 0 tönenden Version. Sollte dieser Ratschlag beherzigt werden, käme beim nächsten Mal ein noch besseres Ergebnis heraus, auf das ich mich jetzt schon freue.

Trackliste:
01 - Peregrination I
02 - Over The Seven Mountains
03 - Through Hordanes Land
04 - Still He Walks
05 - Peregrination II
Spielzeit: 00:42:14

Line-Up:
Aurvandil - alles
Michael Bambas [Micha]
29.01.2011 | 21:25
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