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Album:To Lay Like Old Ashes
Genre:Black Metal
Label:Eisenwald Tonschmiede
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:20.02.09
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"Bitte aus dem Koma erwachen"

Letzten Endes kommt es bei Musik auf die mitschwingende - entweder unterschwellige oder offensichtlich den Hörer erdrückende - Magie an. Da können sich Musiker noch so selbstverliebt in den siebenten Frickel-Himmel spielen, noch so versiert oder einfallsreich sein; wenn keine Glaubwürdigkeit hinter dem vermeintlich Gemeinten steckt oder einfach keine Stimmung aufkommen mag, dann war es das. Was diese schwülstige Einleitung mit AUSTERE zu tun hat? Nun, den Australiern hat bislang immer das entscheidende Etwas gefehlt, welches mich an den Lautsprechern gefesselt hat. War es beim Debüt noch der chronische Schwund an Ideen, sprühte das Material auf den Split-Beiträgen vor gepflegter Fadesse: Irgendwo atmosphärisch, aber dennoch reichlich spannunsarm dümpelte das teilweise überlange Material ohne scheinbares Ziel in Fahrwässern bekannter Depri-Größen im Black Metal daher. Fast möchte ich geneigt sein, den VW-Käfer-Spruch ins Negative umzudichten, doch ich sehe gerade, es geht hier tatsächlich um den vor einiger Zeit erschienenen Zweitling des Wüsten-Duos, welches für großteils überraschend positive Reaktionen sorgen konnte. Mal sehen, ob dies gerechtfertigt ist.

Zunächst fällt die angenehm druckvolle Produktion besonders hinsichtlich des Trommlers auf, dessen wummernde Präsenz dem Trübsal blasenden Sechsteiler einen hinunterdrückenden Charakter verleiht. Desolate, Gitarrero und Schreihals in einer Person, wurde hingegen eine nicht sonderlich aufdringliche Position verschafft, was sich in einem zwar dezent dichten, "vernebelten" Sound wiederspiegelt, diesem aber durch im Laufe des Album eingeworfene Arpeggio-Passagen einen ganz schön zerbrechlichen Eindruck macht, was für deprimierende Mucke nicht unbedingt von Nachteil ist. Substantiell gibt es [ebenfalls] unerwartet wenig, was ich beanstanden könnte. Zwar reitet das Duo gerne auf "nur" ganz netten Riffs herum, welche mit zusätzlich eingeschobenen, das Grundgerüst quasi abstützenden Gitarrenspuren eine nachdenkliche Stimmung schaffen können, doch belässt man es nicht dabei. Stattdessen finden mal mehr, mal weniger gelungene klar gesungene Vocals den Weg ins Eingemachte [ein überzeugendes Beispiel fand in "Just For A Moment" Verwendung], erhabene Keys sowie ein paar Sample-Brücken können nochmals ein wenig mehr Authentizität ins Spiel bringen.

Wirklich fragwürdig allerdings dürfte die Platzberechtigung des schon im ersten Teil weder besonders bewegenden, sondern viel mehr Zeit stehlenden 20-Minuten-Instrumentals "Coma" sein. Eine Tonfolge derart in die Länge zu ziehen, empfinde ich ehrlich gesagt als witz- als auch ideenlos. Doch wozu gibt es die Stop-Taste?

Zusammengefasst stellt "To Lay Like Old Ashes" einen für mich deutlichen Fortschritt im Schaffen von AUSTERE dar, auch wenn die Scheibe vor Killer-Momenten nicht gerade strotzt. Wenn also demnächst ein gröberer Filter beim Songwriting zur Anwendung kommt, ein Koma-Erwachen erfolgt [also keine Trilogie!] und dem Sänger vielleicht ein oder zwei cholerische Anfälle ins Mikrophon gelangen, dann kann ich mit reinem Gewissen von einem vollständig zufrieden stellenden Album sprechen. Bis dahin...

Trackliste:
01. Down
02. To Fade With The Dusk
03. This Dreadful Emptiness
04. To Lay Like Old Ashes
05. Just For A Moment...
06. Coma II
Spielzeit: 00:54:34

Line-Up:
Desolate - Gesang. Gitarre
Sorrow - Schlagzeug, Gesang
Michael Bambas [Micha]
13.05.2009 | 19:48
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