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Cover von Autopsy -- The Tomb Within [EP]
Band: Autopsy Homepage Autopsy bei Facebook Metalnews nach 'Autopsy' durchsuchenAutopsy
Album:The Tomb Within [EP]
Genre:Death Metal
Label:Peaceville Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:05.10.10
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"Exhumiert und doch taufrisch!"

Wie schnell das Unerwartete hereinbrechen kann, das kann man auch am Beispiel AUTOPSYs sehen. Jahrelang schlossen die ehemaligen Mitglieder eine Wiedervereinigung der Band zwar nicht kategorisch aus, ließen aber auch nur äußerst wenig Platz für Hoffnung – zumindest nicht für diejenigen, die das ABSCESS-Schaffen von Coralles und Reifert immer und immer wieder an AUTOPSY gemessen und auf eine Rückkehr zum alten Sound letztlich nicht mehr zu hoffen gewagt haben.

Aber wenn man das Unerwartete erwartet, ist es ja nicht mehr unerwartet – mir nichts, dir nichts lösten sich ABSCESS nach Clint Bowers Ausstieg auf und AUTOPSY meldeten sich zurück. Zunächst mit der "Horrific Obsession"-EP und nun mit einer weiteren Kurzveröffentlichung namens "The Tomb Within". Fünf neue Stücke, ein absolut gelungenes Cover, 20 Minuten Spielzeit und die bange Frage: Können AUTOPSY gegen ihren eigenen Legendenstatus überhaupt noch anstinken? Was darf man von der Originalbesetzung mit Eric Cutler, Danny Coralles und Chris Reifert nach so langer Zeit erwarten? "The Tomb Within" beginnt mit ziellos aufröhrenden Gitarren, Schrammeln und Geräusch, ehe ein wüster, relativ hoher Schrei Reiferts einen dreckig bolzenden Death Metal Punksong einleitet, wie er auch auf "Acts Of The Unspeakable" hätte stehen können. Auch das für den speziellen AUTOPSY-Sound so typische und unnachahmliche Abgleiten in fiese, schwärende Doomgefilde findet statt, kann aber den Uptempocharakter des Songs nicht ändern. Fest steht indessen schnell, dass die alten Herren nichts verlernt haben. Auch "My Corpse Shall Rise" mit seinem Wechsel zwischen abartig zähen Tremologitarren und von schrillen Soli zerfetzten Knüppelparts ist zu hundert Prozent glaubwürdig geraten. Selbiges gilt für den Sound der Scheibe an sich – dreckig, dabei aber druckvoll und letztlich weitaus transparenter und überschaubarer als die meisten der tagesaktuellen, überlauten und dynamikbefreiten Langeweileproduktionen. Das dreckig und transparent sich hier nicht als Widersprüche gegenüberstehen, liegt vor allem daran, dass AUTOPSY spielen können, und das anno 2010 mit Sicherheit nicht schlechter als Anfang der 90er.

Und auch Songs können sie noch schreiben, das sollte nicht unerwähnt bleiben. Jedes Stück auf "The Tomb Within" darf zumindest als ordentlicher AUTOPSY-Song gelten, obwohl die Hitdichte einer Scheibe wie "Mental Funeral" natürlich unerreicht bleibt. Aber jeder Kenner der alten Glanzstücke dieser Band wird elektrisiert sein von der Energie und Spielfreude, die "The Tomb Within" innewohnen. Und mit "Mutant Village" haben die Herren Reifert, Coralles, Cutler und Trevisano ihn dann doch noch am Start, einen bösen, finsteren, kaputten und im besten Sinne alptraumhaften AUTOPSY-Hit, der alle Nörgler mundtot machen sollte. Die Welt braucht Death Metal. Die Welt braucht AUTOPSY!

Trackliste:
01. The Tomb Within
02. My Corpse Shall Rise
03. Seven Skulls
04. Human Genocide
05. Mutant Village
Spielzeit: 00:20:00

Line-Up:
Eric Cutler - Gitarre
Danny Coralles - Gitarre
Cris Reifert - Schlagzeug, Gesang
Joe Trevisano - Bass
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
04.10.2010 | 16:53
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