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Album:Teutonic Invaders
Genre:Black/Thrash Metal, Melodic Death Metal
Label:Eigenproduktion
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:16.02.13
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"Mit Leidenschaft die Welt erobern"

"Teutonic Invaders" ist kein Album. Es ist eine Kampfansage. Das Ruhrgebiet hat Szenegrößen wie KREATOR und SODOM hervorgebracht, das wissen wir alle. Aber AXOLOTL aus Gelsenkirchen poltern so gekonnt durch den Kohlenpott, dass kein Zweifel besteht: Der Nachwuchs ruht sich nicht auf den Erfolgen der alten Herren aus, sondern brüllt sich fast bis zur Perfektion quer durch den schwedischen Death Metal-Sound.

Teile der Band lernten sich bereits auf der Schulbank kennen. Aus gelegentlichen Proben im Keller des Schlagzeugers Holger Gebhard wurde allerdings schnell eine ernstgemeinte Angelegenheit, deren Früchte wir jetzt unter die Lupe nehmen können, denn technisch wie inhaltlich haben die Jungs einiges zu bieten. Die Arrangements klingen nicht nach Debütalbum und hätte man mir gesagt, dass dies bereits die dritte oder vierte Platte ist, so hätte ich das nicht weiter hinterfragt. Die Stimme des Sängers Matthias Frankenhoff klingt richtig wütend und rotzt die starken Texte nur so dahin. Michael Frankenhoff überzeugt an der Gitarre und auch die dreiteilige Rhythmusabteilung glänzt durch ein schönes Miteinander. Der einzige technische Mangel ist die sterile Produktion, denn ein etwas rauerer und natürlicherer Sound käme der Band sicher zu Gute. Hier wäre es vielleicht sinnvoll gewesen den zahlreichen Black Metal-Einflüssen auch Einzug ins Studio zu gewähren. Ansonsten kommt man als Hörer aber voll auf seine Kosten. Es gibt Thrash-Geprügel, melodische Gewitter und die Ruhe nach dem Sturm. Dabei ist von mangelnder Reife nicht das Geringste zu hören. Es finden sich Spuren von LEGION OF THE DAMNED, IMMORTAL, SOILWORK und auch IRON MAIDEN waren an den Einflüssen wohl nicht ganz unbeteiligt. Inhaltlich beschäftigt sich die Band mit Dingen wie Religion, Atompolitik, aber auch mit persönlicheren Themen, wie sozialer Isolation und Liebe. Das wird musikalisch so toll verpackt, dass man genau merkt, was den Gelsenkirchenern gehörig auf den Sack geht: Einheitsbrei.

Auf den Titel "Teutonic Invaders" haben sich AXOLOTL geeinigt, weil er die Mission der Band widerspiegelt: mit Leidenschaft die Welt erobern. Diese Leidenschaft spürt man als Hörer. Hier sind junge Wilde am Werk, die nicht alles hinnehmen, was ihnen vorgesetzt wird und die noch Fragen haben. Ich hätte mir gewünscht diese ungezügelte Energie auch in der Produktion wiederzufinden, aber unterm Strich bleibt das Debüt trotzdem ein ganz starker Einstand. Also "Teutonic Invaders": Auf in den Kampf!

Einen Amazon-Link gibt es nicht, aber wenn ihr die CD für 10€ zzgl. Versand kaufen wollt, wendet euch einfach per Facebook an die Band [http://www.facebook.com/axolotlofficial] oder schreibt eine Mail an: axolotlmetal@live.de

P.S.: Es lohnt sich sehr AXOLOTL mal bei der Google-Bildersuche einzugeben!

Trackliste:
1. The Sound Of Times To Come
2. The Inverted Cross
3. Renaissance After Armageddon
4. Your Own Psycho
5. Grave New World
6. Winning Madness
7. Mors Et Corruptio
8. Teutonic Invaders
9. Hate You
10. ...Of Nocturnal Hearts
11. Metal And Beer
Spielzeit: 00:50:43

Line-Up:
Matthias Frankenhoff - Vocals
Michael Frankenhoff - Guitar
Fabian Keller - Guitar
Dennis Kree - Bass
Holger Gebhard - Drums
Timon Menge [sludgeworm]
08.04.2013 | 17:57
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