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"Drachen aus Zuckerwatte"
Cover von Baroness -- Red Album
Band: Baroness bei Facebook Metalnews nach 'Baroness' durchsuchenBaroness
Album:Red Album
Genre:Progressive, Psychedelic, Rock
Label:Relapse Records
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:07.09.07
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"Rote Schönheit"

Auch wenn das „Red Album“ noch grün hinter den Ohren ist: Man kann jetzt schon von einem Klassiker sprechen. Es ist sicherlich nicht vermessen zu behaupten, dass BARONESS aus Savannah, GA, im Moment das Pferd mit dem meisten Potenzial im Stall von Relapse Records ist. Ob BARONESS in kommerzieller Hinsicht wirklich jemals an den Erfolg von MASTODON anknüpfen können, wird sich zeigen, aber wundern müsste man sich darüber nicht. Von manchen Kritikern viel zu leichtfertig als „MASTODON light“ abgestempelt, öffnen BARONESS vielmehr neue Welten im graumusikalischen Horizont, wie es sonst nur die ganz Großen machen.

Das „Red Album“ ist zwar in Songs unterteilt, funktioniert aber am besten, wenn man den Brocken als einen langen Song, eine Reise in rote Welten ansieht. Okay, der Opener „Rays On Pinion“ mag zur Mitte hin vielleicht wirklich etwas nach MASTODON klingen, aber das liegt hauptsächlich an den ähnlichen Zutaten: Südstaatenflair, doppelläufige Leads und fette Breitwandriffs. Ansonsten sind BARONESS wie gesagt viel trippiger, kaum songlastig. Und einzigartig. Die lockere, wirklich rote Atmosphäre des Albums ist so einzigartig wie das Coverartwork von Mastermind John Baizley, der auch schon Cover für DARKEST HOUR, PIG DESTROYER und KYLESA [deren Sänger/Gitarrist Phillip Cope wiederum „Red Album“ produziert hat] fabriziert hat. Sein eher sporadisch eingesetzter kehliger Gesang, halb growlig, halb clean, passt perfekt zu den Soundmonolithen, die aus dem Rot ragen. Im Gegensatz zu den beiden EPs „First“ und „Second“ sowie der Split mit UNPERSONS gehen BARONESS auf ihrem Debütalbum generell etwas cleaner, weniger rau und heavy, aber eben auch deutlich gereift und vielschichtiger zu Werke. Die Strukturen der einzelnen Stücke sind relativ komplex, wiederkehrende Muster oder so etwas wie Refrains gibt es eher selten bis nie, was zumindest das Songwriting etwas progressiver gestaltet. Nach wenigen Durchläufen kristallisieren sich bereits die ersten Gänsehautmomente heraus, bis das „Red Album“ irgendwann zu einem großen Moment vollkommener Glückseligkeit wird.

So klingen Klassiker. So einfach ist das. Dieses Album wächst und wächst und wächst und hört niemals auf. Kein Wunder, dass BARONESS so langsam ihren Kultstatus ausbauen können und mehr Leute auf die Truppe aufmerksam werden. Dafür sorgen auch die unglaublich intensiven und begnadeten Liveshows. Den Ritterschlag in dieser Hinsicht, ein Auftritt auf dem immer hipper werdenden Roadburn Festival, haben BARONESS schon hinter sich. Jetzt folgt der Rest der Welt.

nnnon


Trackliste:
01. Rays On Pinion
02. The Birthing
03. Isak
04. Wailing Wintry Wind
05. Cockroach En Fleur
06. Wanderlust
07. Aleph
08. Teeth Of A Cogwheel
09. O'Appalachia
10. Grad
Spielzeit: 00:56:26

Line-Up:
John Dyer Baizley – Vocals, Guitar
Brain Blickle – Guitar
Summer Welch – Bass
Allen Blickle – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
20.11.2009 | 17:48
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