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Cover von Baroness -- The Red Album
Band: Baroness Homepage Baroness bei Facebook Metalnews nach 'Baroness' durchsuchenBaroness
Album:The Red Album
Genre:Progressive, Psychedelic, Rock
Label:Relapse Records
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:07.09.07
CD kaufen:'Baroness - The Red Album' bei amazon.de kaufen
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"Adel verpflichtet!"

Metalnews goes „Das Goldene Blatt“? Mitnichten! Denn bei BARONESS handelt es sich entgegen möglicher Annahmen nicht um die Tochter irgendeines abgehalfterten B- oder gar C-Blaublüters, sondern um eine einzigartige Band aus Savannah, Georgia. Und bei wem „The Red Album“ Assoziationen zur gleichnamigen Klassik-Scheibe von Schwiegermutterschwarm Helmut Lotti wecken, der muss an dieser Stelle ebenso enttäuscht werden wie hellhörige BEATLES-Fans. Denn hier geht es um eben jenes Debütalbum der eingangs erwähnten US-Amerikaner, welches nach den beiden EPs „First“ und „Second“ gleichzeitig den Startschuss für das Qualitätslabel Relapse Records markiert.

Auf „The Red Album“ sprengen BARONESS die Ketten jeglicher Rock- oder Metal-Konvention. Auch deshalb will die Platte nicht so wirklich in irgendeine vorgefertigte Schublade passen. Was die ganze Sache so überaus interessant macht, ist eine spannende Vielschichtigkeit kombiniert mit unerwarteten Überraschungseffekten und einer Verspieltheit, die einem fast das Wasser in die Augen treibt. Bereits der Opener „Rays On Pinion“ lässt wahrhaft Großes vermuten. In siebeneinhalb Minuten wird der Hörer durch ein wohliges Wechselbad der Gefühle geschickt. Heimlich, still und leise baut sich der Song hin zu seinem mächtig rockenden Refrain auf, wobei so mancher auf Grund des Spielwitzes der Gruppe erstaunt sein mag. Bereits hier kreieren BARONESS ein Füllhorn an mitreißenden Melodien und Rhythmen, von denen andere Bands ihr gesamtes Bestehen nur träumen können. Der zwischen klar und herausgeschrien variierende Gesang fügt sich [wie über die gesamte Spieldauer hinweg] stimmig in die stets im Vordergrund stehende Musik ein. Während das Stück „Isak“ einen leicht psychedelischen Touch versprüht, könnte der Beginn des folgenden „Wailing Wintry Wind“ gar als Unterlegung der nächsten NDR Space Night dienen. Nach einem fast schon dramatischen Ende gewährt man dem Hörer mit „Cockroach En Fleur“, einem schönen Akustik-Instrumental klassischer Natur, eine kurze Atempause. Doch danach wird in Form des ein wenig an die Schwergewichte MASTODON erinnernden „Wanderlust“ noch einmal richtig geil losgerockt – allerdings nicht ohne es zu versäumen, durch einen verträumten Mittelteil einen interessanten Kontrast zu erschaffen. Ein letztes Mal so richtig zur Sache geht es dann mit dem stellenweise herrlich groovenden Stück „Grad“. Das eigentliche Ende des roten Albums ist hiernach mit „O’Appalachia“, einer monumental-majestätischen Ode an das nordamerikanische Hochgebirge der Appalachen, erreicht. Nicht selten spuken einem bei diesem epischen Instrume[n]tal die Chicagoer PELICAN durch den Kopf. Zum Schluss riecht es allerdings verdächtig nach Zeitschinderei. Die Notwendigkeit von so genannten „Hidden Tracks“ war mir bisher nämlich eher schleierhaft. Jedenfalls verstecken auch die Baronessen nach zehn Minuten der Stille noch ein ganz kurzes Country/Southern Rock-Instrumental. Nett anzuhören aber auch nicht zwingend notwendig.

Mit „The Red Album“ gelingt BARONESS der ganz große Wurf. Sicherlich wird sich diese Scheibe in den Jahrespolls diverser aufgeschlossener Musik-Journalisten wieder finden. Alle Liebhaber ambitionierter Rockmusik progressiver Natur, seien es nun Fans der erwähnten MASTODON und PELICAN oder Anhänger von NEUROSIS, ISIS und Konsorten, werden an diesem Album ihre helle Freude haben. Gegen den Spielwitz und den [zu keinem Zeitpunkt zwanghaft konzipiert wirkenden] natürlichen Abwechslungsreichtum ist jedes Kaleidoskop ein Witz! Höchstnote!

Trackliste:
01. Rays On Pinion
02. The Birthing
03. Isak
04. Wailing Wintry Wind
05. Cockroach En Fleur
06. Wanderlust
07. Aleph
08. Teeth Of A Cogwheel
09. Grad
10. O’Appalachia
11. Untitled
Spielzeit: 00:56:39

Line-Up:
John Baizley – Gitarre und Gesang
Brian Blickle – Gitarre
Summer Welch – Bass
Allen Blickle – Schlagzeug
Sebastian König [sk]
09.09.2007 | 18:50
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