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Interviews mit Bauda
Reviews von Bauda
CD Review: Bauda - Euphoria … Of Flesh, Men and The Great Escape

Bauda
Euphoria … Of Flesh, Men and The Great Escape


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Cover von Bauda -- Oniirica [Re-Release]
Band: Bauda Homepage Bauda bei Facebook Metalnews nach 'Bauda' durchsuchenBauda
Album:Oniirica [Re-Release]
Genre:Ambient, Avantgarde, Post Rock
Label:Australis Records
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:04.07.12
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"Ein chilenisches Licht erstrahlt!"

Es ist schon manchmal erstaunlich, was für Perlen sich nach wie vor in der Metal-Szene finden lassen, wenn man nur die Augen [und vor allem Ohren] offen hält und sich nicht davor scheut, sich auch abseits bekannter musikalischer Pfade zu bewegen. Die Lateinamerikaner BAUDA haben mich 2012 ja schon mit ihrem neuen Album „Euphoria … Of Flesh, Men and the Great Escape“ absolut begeistert. Passend dazu haben sie auch ihr Debüt-Album „Oniirica“ [erstmals 2009 erschienen] via Australis Records aus Chile neu veröffentlicht.

Was soll ich groß sagen? BAUDA haben es schon auf dem Debüt-Album „Oniirica“ geschafft, genau jenes Gefühl zu transportieren, welches ich auf „Euphoria … Of Flesh, Men and the Great Escape“ so geliebt habe. Hört euch einfach die minimalistischen ersten Minuten des Tracks “Oniirica” an und wisst genau, was ich meine. Was BAUDA hier mit einer relativ simplen Gitarren-Arbeit, einigen Keyboard-Sounds und hin und wieder einer echten Flöte [die großartig in Szene gesetzt wird!] erschaffen, ist nicht von dieser Welt. Das melancholische Gefühl von Freiheit; das Gefühl am endlosen Horizont eines freien Meeres zu stehen; das Gefühl einer inneren Ruhe und eines inneren Friedens; gleichzeitig aber auch ein Gefühl der Einengung; ein Gefühl des Verfalls – all das können BAUDA auf so simple Arten und Weisen vermitteln. Klingt das kitschig? Ja! Aber nicht BAUDA sind kitschig [hört euch nur einmal „Trastornos“ von Minute 03:40 bis 04:40 an!], sondern meine Art und Weise Reviews zu schreiben. Ich weiß nicht, wie man es besser ausdrücken sollte. Es ist allerdings zu erwähnen, dass BAUDA hier nicht nur „positive“ Gefühl zum Ausdruck bringen wollen, sondern mit allerlei Zustände des menschlichen Geistes experimentieren. Musikalisch betrachtet spielen BAUDA auf „Oniirica“ sicherlich keinen Metal. Abgesehen von ein paar härteren Passagen, wie zum Beispiel dem Anfang von „Trastornos“, der sich auch auf der Scheibe „Euphoria … Of Flesh, Men and the Great Escape“ befinden könnte, versuchen BAUDA hier sanft zu musizieren. Das bedeutet aber nicht, dass nur akustische Gitarrenakkorde zum Einsatz kommen; auch die Drums spielen, gerade z.B. im Song „Púrpura“, eine wichtige Rolle. „Oniirica“ ist außerdem vollkommen instrumental gehalten, was ich manchmal etwas schade finde, denn die Vocals und die Lyrics auf „Euphoria … Of Flesh, Men and the Great Escape“ waren fantastisch. Trotz fehlender Vocals und trotz der Tatsache, dass die beiden Hauptsongs „Trastornos“ und „Púrpura“ mit 14 beziehungsweise 13 Minuten Überlänge haben, wird einem beim Hören von „Oniirica“ nicht langweilig. Zu abwechslungsreich sind die Songs gestaltet, zu viele verschiedene Emotionen und Bilder werden einem vor Augen geführt. Man muss sich nicht speziell auf die Musik und verspielte technische Details konzentrieren, um das aufnehmen zu können, aber man muss sich auf die Musik einlassen. Man muss sich fallen lassen und erkennen, dass BAUDA auch auf dieser Scheibe wieder Musik machen, die davon lebt, dass man sich auf die emotionalen Zustände einlässt. Wenn man das kann, wird man mit „Oniirica“ eine fantastische Reise erleben, die einen immer wieder begeistern wird.

Man könnte sagen, „Oniirica“ ist der etwas sanftere Bruder von „Euphoria … Of Flesh, Men and the Great Escape“ geworden. Aber das würde auch gewisse Tatsachen verfälschen. Zweifellos war „Oniirica“ ein wichtiger Schritt hin zu BAUDAs zweitem Album, aber „Oniirica“ kann als Debüt-Album absolut für sich selbst stehen. Man erkennt das Potential dieser Band beziehungsweise dieses Künstlers und eigentlich hätten sich verschiedene Labels um ihn reißen müssen! Absolute Kaufempfehlung!

P.S.: Auf dem Re-Release findet sich auch noch der sehr schöne Bonus-Track „Illusión“, der sich nahtlos in die Gesamtstimmung des Albums einfügt, und ein Video zum Track „Insomna Pt. 2“, welches ebenfalls sehr gelungen ausgefallen ist und mit relativ simplen Farbeffekten und kleinen Botschaften perfekt die Dualität zwischen Verfall und Hoffnung einfängt.

Trackliste:
01. Insomna Pt. 1
02. Oniirica
03. Trastornos
04. Púrpura
05. Insomna Pt. 2
Bonus-Tracks:
06. Ilusión
07. Insomna Pt. 2 [Video-Clip]
Spielzeit: 00:55:47

Line-Up:
Bauda - elektrische und akustische Gitarre, Bass, Keyboard
Horus - Drums
Lutio - Flöte ["Traverse Flute"]
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
24.01.2013 | 23:39
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