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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Be'Lakor - Vessels
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Album:Vessels
Genre:Melodic Death Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:24.06.16
CD kaufen:'Be'Lakor - Vessels' bei amazon.de kaufen
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"Aussie-MeloDeath in Perfektion"

Die australischen Melodic Death Metaller von BE'LAKOR reichen mit Napalm Records als neuem Label im Rücken ihr mittlerweile viertes Album namens „Vessels“ ein.

Ganze vier Jahre hat sich das Quintett aus Melbourne nach dem bereits wohlbeleumdeten Vorgänger, „Of Breath and Bone“, Zeit gelassen und die Zielgruppe auf die Folter gespannt.
Aber, wie so häufig: das Warten hat sich gelohnt! BE'LAKOR [benannt übrigens nach einem Dämon aus dem „Warhammer“-Rollenspiel-Kosmos] bieten auch auf LP No. 4 ausgesprochen eigenständige, berückend eingängige Kost, die sich zwar - Schublade auf! - trefflich im Melodic Death Metal verorten läßt, aber dank ihrer doch eher speziellen, emotionalen Herangehensweise [falls man das so sagen will] in Sachen Songwriting über genug Profil und damit Wiedererkennungspotential verfügt. BE'LAKOR können Atmosphäre [„Grasping Light“] ebenso wie Attacke, Härte ebenso wie Harmonien, Breitwand ebenso wie Blastbeats [z.B. bei „An Ember's Arc“] und dementsprechend wissen sie mittlerweile sehr genau, wieviel Tragödie, Trost und Tempowechsel sie möglichst songdienlich/dramaturgisch geschickt/effektiv wann in welche Kompositionen zu packen haben.
Die klassisch tiefen Growls [Modern Metal-Allüren wie Klargesang sucht man erfreulicherweise vergeblich] bzw. das Timbre von Frontmann und Gitarrist George Kosmas erinnert etwas an die längst verblichenen [schwedischen Brüder im Geiste von] GODGORY und musikalisch ist man z.T versucht, nicht zuletzt ob der Verwendung von Keyboards [alte] DARK TRANQUILLITY und [neue] PARADISE LOST als klanglichen Vergleich an der Matte heranzuzerren [„Roots To Sever“, „Whelm“], aber letztlich verfügen BE'LAKOR längst über ausreichend Alleinstellungsmerkmale, um sich derart profan simplifizierender Kategorisierung mit Leichtigkeit zu entziehen.
Die einprägsamen Melodien sind allemal zum Niederknien [„Withering Strands“] und die Songs und Strukturen bei allem Schönklang so abwechslungsreich [„A Thread Dissolves“], dass „Vessels“ tatsächlich über die gesamte Spielzeit [sogar inklusive „Luma“-Intro] interessant/spannend bleibt, was in Sachen Melodic Death Metal anno 2016 längst nicht mehr selbstverständlich ist, zeichnet sich das Genre mittlerweile doch allzuoft durch eine gewisse Tantenhaftigkeit und Beliebigkeit aus...

Die Produktion ist obendrein knackig, transparent und wuchtig, aber nicht verfettet, so dass sich BE'LAKOR mit ihrem Viertwerk bereits jetzt definitiv einen Platz in zumindest meiner persönlichen Jahres-Top Ten, wenn nicht sogar in meinem Herzen erspielt haben...
Pflichtscheibe 2016 für jeden ernstzunehmenden Melodic Death Metal-Fan. Punkt.

Trackliste:
01. Luma
02. An Ember's Arc
03. Withering Strands
04. Roots To Sever
05. Whelm
06. A Thread Dissolves
07. Grasping Light
08. The Smoke Of Many Fires
Spielzeit: 00:55:05

Line-Up:
John Richardson - Bass
Shaun Sykes - Lead Guitars
George Kosmas - Guitars, Vocals
Steve Merry - Keyboards, Piano, Samples
Elliott Sansom - Drums
Dirk Konz [dkay]
15.10.2016 | 14:23
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