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Album:The Void
Genre:Classic Rock, Prog Rock, Prog-Metal
Label:InsideOut
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.08.12
CD kaufen:'Beardfish - The Void' bei amazon.de kaufen
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"Kleiner Leistungsabfall"

Dass die schwedische Formation BEARDFISH zu den spannendsten Vertretern der aktuellen Prog Rock-Szene gehört, weiß man spätestens seit derem vorletzten Album „Destined Solitaire“. Dass sie außerdem auch zu den produktivsten Bands überhaupt gehören, unterstreichen sie nun noch einmal mit „The Void“, ihrem sechsten Studioalbum innerhalb der letzten sechs Jahre und dem siebten insgesamt.

Stilistisch setzt das Quartett dabei ziemlich in der Nähe der Stücke an, die zusammengenommen im Frühjahr des vergangenen Jahres das herausragende „Mammoth“-Album darstellten. Das heißt, sie haben die eingängigeren Songstrukturen beibehalten, ohne dass sie dabei gleich ihre Prog-Wurzeln verleugnen müssten. Die Marschrichtung geht zwar eher in den Bereich Classic- und Hard Rock und die Prog-Elemente wurden erneut etwas zurückgeschraubt, trotzdem blitzen die genretypischen Merkmale immer mal wieder auf. Damit erinnert „The Void“ schon fast ein wenig an die letzten beiden Alben ihrer Landsmänner PAIN OF SALVATION, die ja zuletzt ebenfalls mehr auf straighte Rocksongs setzten, als auf permanente Tempowechsel und endloses Gefrickel. Außerdem haben BEARDFISH stellenweise härtetechnisch eine oder gar zwei Schippen zugelegt und können mit Songs wie „Voluntary Slavery“ oder „This Matter Of Mine“ nun auch waschechte Metal-Nummern vorweisen. Was dieses Mal dafür leider ein wenig fehlt, ist die Magie, die „Mammoth“ zum Überalbum machte. Die ganz großen Melodien, die ultimativen Glücklichmacher sind dieses mal auch nach mehreren Durchläufen einfach nicht in der überwältigenden Anzahl auszumachen, wie es noch im vergangenen Jahr auf dem Vorgänger der Fall war. Stücke wie „They Whisper“ oder „Ludvig & Sverker“ weisen zwar einen ähnlichen Aufbau und die gleiche Atmosphäre auf, fallen im direkten Vergleich aber doch ein wenig ab. Erwähnenswert ist aber in jedem Fall noch die tolle pianodominierte Jazznummer „Seventeen Again“, die mit ihrem tollen Vince Guaraldi-Vibe ebenso gut, wie dessen Musik, zur Untermalung der Zeichentrickserie „Peanuts“ dienen könnte.

„The Void“ zieht im Vergleich mit seinen beiden direkten Vorgängern zwar den Kürzeren, ist aber trotzdem immer noch ein überaus gutklassiges Album, das weite Teile der Konkurrenzveröffentlichungen problemlos in den Schatten stellt. BEARDFISH haben zwar sehr wohl ihren eigenen Sound, verändern diesen aber eben auch auf jeder neuen Platte ein Stück weit. Dadurch ist zwar nicht immer jeder Hörer gleichermaßen zufrieden gestellt, es ist aber gewährleistet, dass es auf jeden Fall spannend bleibt - und im Endeffekt ist das doch das Wichtigste.

Trackliste:
01. Intro
02. Voluntary Slavery
03. Turn To Gravel
04. They Whisper
05. This Matter Of Mine
06. Seventeen Again
07. Ludvig & Sverker
08. He Already Lives In You
09. Note
I. Note
II. Descending
III. The Void
IV. Note [reprise]
10. Where The Lights Are Low
Spielzeit: 01:09:57

Line-Up:
Rikard Sjöblom - Vocals, Keyboards
David Zackrinsson - Guitars
Robert Hansen - Bass
Magnus Östgren - Drums
Timo Beisel [kaamos]
26.08.2012 | 17:54
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