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Cover von Beehoover -- Concrete Catalyst
Band: Beehoover Homepage Beehoover bei Facebook Metalnews nach 'Beehoover' durchsuchenBeehoover
Album:Concrete Catalyst
Genre:Alternative, Noisecore, Progressive
Label:Exile On Mainstream Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:03.09.10
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"Die Welt wäre ein Jammertal ohne Musik!"

Der Exotenwert von Duos hat sich ja mittlerweile, gerade auch im Noiserockbereich, auf einem gesunden Level eingependelt. Und so ist eigentlich allein mit der Tatsache, dass BEEHOOVER aus zwei Leuten bestehen, kein Staat mehr zu machen.

Wer indessen mit dieser Band mit dem leicht seltsamen Namen schon einmal Hörkontakt hatte, der weiß, dass es Claus-Peter Hamisch und Ingmar Petersen nicht um Effekthascherei geht, sondern einfach um Musik. Dies ist auch beim neuen Werk "Concrete Catalyst" der Fall – Musik aus Fleisch und Blut, will sagen, Bass, Schlagzeug und Gesang. Schon auf den Vorgängerwerken haben BEEHOOVER dabei ihren ganz eigenen Stil aus noisigen Bassriffs, leichtfüßigen Grooves und progressiven Versatzstücken verfolgt, den sie nunmehr vollends perfektioniert zu haben scheinen. "Oceanriver" leitet das Album mit schleppendem Schlagzeug ein, ehe sich ein flinker, melodischer Basslauf hinzugesellt, welcher nach einigen Wiederholungen in ein zähes Doomriff mündet. Anschließend gibt's kurz beschwörenden Sprechgesang und einen kleinen Noise-Ausbruch, ehe sich BEEHOOVER schließlich zwischen verhaltenem Indie-Sound und mordsfettem Krachbass auf geradezu epischen Gesang einschießen. Damit haben sich die zwei Herren zwar nicht gerade in die Nesseln gesetzt, zumal das Stück clever arrangiert ist – aber ob sie sich nun einen Gefallen damit getan haben, das sperrigste Lied an den Anfang der Scheibe zu stellen, das weiß man nicht. Andererseits: wer "Oceanriver" erst einmal geknackt hat, für den stellt der Rest von "Concrete Catalyst" ein einziges Vergnügen dar. Komplex sind auch die übrigen Songs auf dem Album, ihre Strukturen sind allerdings leichter nachzuvollziehen. Und so kann man ohne allzu schwere Kopfarbeit niederknien vor der intelligenten Lärmwand, die BEEHOOVER in "Sultana" oder "A Poem" hochziehen. Im Vergleich mit dem direkten Vorgänger "Heavy Zooo" fallen dabei vor allem zwei Dinge auf. Erstens die ausgereifteren, besser geschriebenen Stücke an sich und zweitens eine für die zwei Krachmacher überraschend umfassende melancholische Grundstimmung des Albums. "Concrete Catalyst" setzt in seiner Atmosphäre ziemlich genau da an, wo "Heavy Zooo" mit "Stanislav Petrov" endete. In Anbetracht dessen, das ebenjenes "Stanislav Petrov" meines Erachtens zu den bisher stärksten Momenten dieser Band zählte, soll man dies nur positiv verstehen.

Einziger Kritikpunkt, wenn man denn so miesepeterig drauf sein wollte, könnte der von den zwei Instrumentalisten geteilte Gesang sein, beziehungsweise das mitunter recht deutsch klingende Englisch desselben. Andererseits ist BEEHOOVERs Musik grundehrlich und intensiv genug, um diesen Umstand schnell vergessen zu lassen. Hinzu kommt, dass die beiden ein ausgeprägtes Gespür für wirklich große Gesanglinien entwickelt haben. Dann auch noch nach akzentfreiem Englisch oder gar nach guten Texten auf Deutsch zu schreien, kommt mir doch etwas gierig vor. Es soll mir ja kein selbst- oder fremdernannter Szenepapst vom miesen Zustand der hiesigen Rockszene jammern, während gleichzeitig eine Band wie BEEHOOVER ihre Tage im tiefsten Untergrund fristet. Um es noch einmal deutlich zu machen: "Concrete Catalyst" ist eine Perle deutscher Rockmusik geworden. Eingängig genug fürs Radio, laut und lebendig genug für den Kellerclub und intelligent genug fürs Feuilleton – BEEHOVER sollte die Welt gehören!

Trackliste:
01. Oceanriver
02. Five Minutes Of Resistance
03. Sultana
04. Rocking Chair
05. A Poem
06. Wild Geese Yell
07. The Dragonfighter
08. Counted Is Bygone
09. Trainer
Spielzeit: 00:49:55

Line-Up:
Ingmar Petersen - Bass, Gesang
Claus-Peter Hamisch - Schlagzeug, Gesang
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
18.09.2010 | 15:49
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