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Band: Beholder Homepage  Metalnews nach 'Beholder' durchsuchenBeholder
Album:Lethal Injection
Genre:Melodic Speed Metal, NwobHM, Teutonic Metal, US-Metal
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:30.08.04
CD kaufen:'Beholder - Lethal Injection' bei amazon.de kaufen
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Also dann, hier haben wir nun das dritte Studioalbum der italienischen Power Metal Combo BEHOLDER, „Lethal Injection“. Von ihrer Pressestelle schon im Olymp des italienischen Power Metal gewähnt, sehe ich das allerdings nicht kommen.

Das Ganze beginnt erst mal mit dem recht interessanten Intro „The Overlook Hotel“, was mich erst mal Hoffnung schöpfen ließ. Tja, leider hat sich diese Hoffnung zerschlagen, als sich nach den ersten paar Takten von „Mr. Grady“ Sänger Patrick Wire anschickt, sich hören zu lassen. Klingt leider ganz schön schwach auf der Brust. Wohltuend und einzig hervorhebenswertes Feature der Band ist der weibliche Gesangspart, der von Leanan Sidhe bestritten wird. Aber um meine neu aufkeimende Hoffnung restlos zu Staub zu zertreten, versucht sich Patrick an einem neuen Stunt: Kastratengeschrei! Und das, um mal noch nett zu bleiben, nicht unbedingt gekonnt.

Dies ist eigentlich recht bezeichnend für das ganze Machwerk, wobei wir glücklicher Weise von weiteren Attacken hochtoniger Quälereien gesangstechnischer Art verschont bleiben.
Es wird sich immer wieder an epischen Stücken versucht, was rein instrumental auch mal hinhaut, aber es bleibt nichts daran zu rütteln: Der Sänger hat einfach nicht die nötige Stimmgewalt. Leanan schlägt sich da zwar besser, das rettet das Ganze, aber nur bedingt. Technisch gibt es eigentlich nichts zu meckern, von ihren Instrumenten verstehen die Jungs von BEHOLDER durchaus etwas. Wir haben nette schnelle Teile, hübsche Melodien und Keyboardeinsatz, wie man ihn erwartet. Problem bleibt einfach das recht einfallslose Songwriting, denn es will einfach nicht gelingen, irgendetwas zusammen zu schustern, das nach Eigenständigkeit klingt. Daran ändern auch die vereinzelten Keyboard-Passagen mit starkem NDW- Touch nichts. Ist zwar lustig, wenn es mal nach NENA klingt, aber helfen tut das auch nicht mehr.
Einzig die Ballade „Far Away“ ist ziemlich gut, was wohl auch an der gesanglichen Verstärkung durch Roberto Tiranti von LABYRINTH liegt, könnte aber wieder einmal von jeder X-beliebigen Band des Genres stammen.

Fazit:
Eigentlich haben wir fast alles, was man für ein gutes Album braucht. Gute Musiker an den Instrumenten, Elemente, wie sie auf keiner Power Metal Platte fehlen sollten, eine hochwertige Produktion. Leider fehlt es an Dingen, die ebenso wichtig sind, wie ein guter Sänger und eigenständiges kreatives Komponieren. Eingefleischte Power Metal Fans sollten vielleicht dennoch reinhören. Aber vermutlich haben die schon genug Besseres im Schrank.

Trackliste:
01. The Overlook Hotel
02. Mr. Grady
03. No Religion
04. Blackout of Mind
05. Daydream
06. Everywhere I Go
07. Far Away
08. Stay
09. Lay Down The Law
10. Lethal Injection: part one – The Executioner
part two – Crying To God



Marco Cardoso [Mr.Vandemar]
01.11.2004 | 12:58
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