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Band: Beneath The Massacre Homepage Beneath The Massacre bei Facebook Metalnews nach 'Beneath The Massacre' durchsuchenBeneath The Massacre
Album:Incongruous
Genre:Brutal Death, Death Metal, Deathcore
Label:Prosthetic Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.02.12
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"Brachiale Abrissbirne mit Kanten"

Untätig waren die kanadischen Frickel-/Tech-Deather BENEATH THE MASSACRE in den letzten Jahren ganz sicherlich nicht, hat das Quartett doch in kürzester Zeit etliche Tourneen absolviert und damit fast schon für Überpräsenz gesorgt. Dreieinhalb Jahre nach „Dystopia“ und der EP „Marée Noire“ von 2010 schieben die Deather nun mit „Incongruous“ ihr drittes Studioalbum nach.

Und das hat es ganz gewaltig in sich, denn was BENEATH THE MASSACRE in einer halben Stunde Riff- und Tempo-technisch abfackeln, bekommt so manche Band in einer 20-jährigen Karriere nicht hin. Das bedeutet aber auch gleichzeitig, dass auf „Incongruous“ wahnsinnig viel passiert und das Album somit viel Zeit braucht, ja fordert, um sich halbwegs erschließen zu lassen. Sprich: Hier ist Geduld gefragt, denn wer diese nicht mitbringt, könnte sich schnell von dem rasenden Death Metal der Kanadier sprichwörtlich überfahren fühlen. Dabei hat das Quartett durchaus dazugelernt und ein paar mehr Hooks, z.B. in den sehr gelungenen „Hopes“ [schönes Solo!], „It“, „Hunted“ oder auch „Damages“, eingebaut, sodass beim Hörer einige der Melodien dauerhaft im Ohr hängen bleiben. Dies ist auf alle Fälle der richtige Weg, da das Songmaterial sonst viel zu schnell viel zu austauschbar klingen würde – was leider bei ein paar Abschnitten/Stücken auf „Incongruous“ trotzdem der Fall ist. Rein handwerklich über die Fähigkeiten von BENEATH THE MASSACRE zu sprechen, hieße hingegen, Eulen nach Athen zu tragen, denn was hier abgeliefert wird, ist schlichtweg zutiefst beeindruckend – und durch die Produktion von Chris Donaldson [CRYPTOPSY] sehr gut in Szene gesetzt worden. Dennoch vermag eine Band wie z.B. ORIGIN es insgesamt deutlich besser, trotz höchstem technischen Niveau sowie hohem Frickelfaktor Songs zu schreiben, die auch „wirkliche“ Songs sind und eben nicht von vielen abschätzig als austauschbare „Fingerübungen“ oder „Gitarrenlehrermucke“ tituliert werden. Bei BENEATH THE MASSACRE würde dies schon eher passen, auch wenn es schlichtweg unfair wäre, die Band einfach abzustempeln, denn die Kanadier haben auf alle Fälle dazugelernt, auch wenn es meiner Meinung nach besser gewesen wäre, die fünf bis sechs besten Stücke von „Incongruous“ zu nehmen und als EP zu veröffentlichen, da das Teil dann eingeschlagen wäre wie eine Bombe. Weniger bombig, wenn auch sehr aggressiv, brachial und angepisst ist dann der Gesang von Elliot Desgagnes, der bereits auf „Marée Noire“ selbst für Death-Metal-Verhältnisse viel zu monoton war. Und das ist auch auf „Incongruous“ der Fall, da das eintönige Geröhre, bei dem man im Vergleich zu den früheren Veröffentlichungen kein einziges Wort mehr verstehen kann – und BENEATH THE MASSACRE haben inhaltlich durchaus etwas zu sagen! – leider schnell zum anstrengenden Grundrauschen wird und für mich momentan der Schwachpunkt der Band ist. Doch das dürfte letzten Endes Geschmackssache sein...

Musikalisch liefern BENEATH THE MASSACRE ein sehr kompromissloses, forderndes und technisch anspruchsvolles Album ab, das anfangs nicht recht zünden will, aber dann einige prima gelungene Songs und Ideen offenbart, die eine viel versprechende Richtung aufzeigen. Das gilt jedoch nicht für das gesamte Songmaterial auf „Incongruous“, da sich das Quartett manchmal ein bisschen im Riffgewitter verliert und weniger in diesen Momenten eindeutig mehr wäre. Insgesamt dennoch knappe 5 Punkte, allein schon aufgrund der brachialen Kompromisslosigkeit des Quartetts sowie der oben erwähnten sehr guten Lieder – und Fans der Band können sowieso ohne zu zögern zuschlagen, da sie erneut die Vollbedienung bekommen.

Trackliste:
01. Symptoms
02. Hunted
03. Left Hand
04. Hopes
05. It
06. Light
07. Incongruous
08. Pedestal
09. Grief
10. Damages
11. Unheard
Spielzeit: 00:31:08

Line-Up:
Dennis Bradley – Bass
Justin Rousselle – Drums
Christopher Bradley – Guitars
Elliot Desgagnes – Vocals
Alexander Eitner [soulsatzero]
17.02.2012 | 13:08
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