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"Melancholie aus Italien Teil Drei"
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"Killt nicht auf ganzer Linie" | ||||||||||||||||||
| Da ist es nun: Das erste Album des Death-Metal-Urgesteins BENEDICTION seit über 7 Jahren. Während manche die Band wohl schon abgeschrieben hatten, haben sich die fünf Briten doch noch einmal aufgerafft und veröffentlichen nun, nach etlichen Verzögerungen, „Killing Music“. Doch ist die enthaltene Mucke wirklich der Killer, für den sich das Warten gelohnt hat und den der Titel suggeriert? Prinzipiell hat sich bei den Gesegneten wenig bis gar nichts geändert, auch wenn eine Tendenz zu vorwiegend schnellen, Punk-lastigen und kurzen Songs auszumachen ist. Vorbei sind also größtenteils die seligen Tage von Krachern wie „Transcend The Rubicon“ oder „The Dreams You Dread“, wobei gerade auf letzterem die stampfenden Mid-Tempo-Nummern vorherrschten. Die Songs sind nach wie vor simpel gestrickt und geradlinig, was aber in Anbetracht der Tatsache, dass fast alle Tracks ein sehr ähnliches Format aufweisen, mit der Zeit etwas eintönig wird. Bei den tollen „Immaculate Face“, „Controlopolis“ und „As Her Skin Weeps“ wird dann allerdings das Tempo herausgenommen und schön die Groove-Maschine angeworfen, sodass der Kopf automatisch mitnickt. Übel sind die Songs auf „Killing Music“ somit beileibe nicht, aber irgendwie haben sich die Briten in der Vergangenheit schon spielfreudiger und vor allem variabler gezeigt, sodass irgendwann die Aufmerksamkeit nachlässt. Das Hauptproblem, das ich jedoch mit BENEDICTION nach wie vor habe, ist der Gesang von Dave Hunt, an dem sich die Geister scheiden werden, obwohl er mit knapp zehn Jahren als dienstältester Sänger von BENEDICTION gilt und das Thema somit eigentlich müßig ist. Er macht seine Sache annehmbar und versucht natürlich, eigenständig zu klingen, aber während sich der Gesang auf „Organized Chaos“ noch deutlich am meiner Ansicht nach unübertroffenen Vorgänger Dave Ingram orientierte, hat auf „Killing Music“ die Hardcore-Schlagseite noch deutlicher zugenommen. Zudem kommen noch Screams dazu, die in Richtung Black Metal tendieren, was nicht weiter verwundert, da Dave Hunt unter dem Pseudonym V.I.T.R.I.O.L. bei ANAAL NATHRAHK seine Stimmbänder malträtiert. Während die Instrumentalfraktion ihre Parts ohne großen technischen Schnickschnack vertont hat und daher sehr räudig und nach Old School, wenn auch etwas lasch klingt, wurden hingegen bei Daves Gesang einige Effekte, vor allem Hall, über die Stimme gelegt. Das wird schnell ziemlich anstrengend und will irgendwie nicht so ganz zur Mucke von BENEDICTION passen, sondern lenkt ab und steht zu sehr im Vordergrund, während der Rest routiniert vor sich hinschrotet. Und ob es nun unbedingt gleich zwei Coverversionen sein mussten, die beide ganz in Ordnung gehen, zumal Karl Willetts von BOLT THROWER bei „Largactyl“ federführend ist, dürfte auch pure Geschmackssache sein. „Killing Music“ ist ein brauchbarer Silberling, der aber an die alten Scheiben nicht annähernd heranreichen kann, wobei der bereits Durchhänger aufweisende Vorgänger „Organized Chaos“ ebenfalls ungeschlagen bleibt. BENEDICTION liefern einige richtig gute Songs ab, die live sicher prima funktionieren, jedoch lassen sich auch einige weniger spannende Nummern auf der CD finden, sodass „Killing Music“ nicht der erhoffte Killer geworden ist, wie man nach der langen Wartezeit vielleicht hätte vermuten können. Schade eigentlich. | ||||||||||||||||||
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